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Private Altersvorsorge

In die eigenen Hände genommen: So schließt sich die Rentenlücke.

Private Altersvorsorge | 28.12.2018 Drucken

Flexible Bausteine von Anfang an einplanen

Vermögensverwalter Dr. Andreas Schyra, Vorstandsmitglied der PVV AG aus Essen, rät Selbstständigen, die Altersvorsorge nicht auf die lange Bank zu schieben, stattdessen lieber mit kleinen Beträgen früh zu beginnen.

Wie wichtig ist die Balance zwischen flexiblen Bausteinen und insolvenzsicheren Pfeilern einer Altersvorsorge für Selbstständige?

Dr. Andreas SchyraGenerell sollte das Privatvermögen von Firmenvermögen möglichst getrennt sein, damit im Falle einer Insolvenz neben dem eigenen Arbeitsplatz nicht auch noch das Angesparte gefährdet ist. Zudem sollte nicht nur in relativ starre Altersvorsorgemodelle wie betriebliche Altersvorsorge oder Rürup-Rente eingezahlt werden. Bei einem Fondssparplan zum Beispiel ist es überhaupt kein Problem, die Höhe der Einzahlung an die Lebenssituation anzupassen oder auch mal bei Bedarf Anteile zu verkaufen.

Wie lassen sich flexible Bausteine im momentanen Umfeld noch rentabel anlegen?

Generell sind Sparpläne auf aktiv gemanagte Fonds oder passive Indexfonds günstige Instrumente, breit diversifiziert Vermögen auch im Niedrigzinsumfeld langfristig attraktiv anzulegen. Eine unveränderte monatliche Einzahlung gleicht zudem ein Stück weit Marktschwankungen aus. In Schwächephasen wird mehr und in Hochzeiten weniger gekauft. Es gibt solche Sparpläne auch im Rahmen von Versicherungen. Aber hier muss genau geprüft werden, ob das im Einzelfall Risiken sinnvoll reduziert oder der Ertrag durch die Gebühren zu stark beschnitten wird.

„Entscheidend sind lange Laufzeiten.“

Macht eine Altersvorsorge mit Aktien und Fonds erst ab einem hohen Einkommen Sinn oder lässt sich das auch mit kleineren Beträgen umsetzen?

Entscheidend sind nicht hohe Einzahlungen, sondern lange Laufzeiten. Anfangen kann man Fondssparpläne zum Teil schon ab 25 Euro im Monat. Das sollte selbst in der Gründerphase machbar sein. Notfalls kann ja auch ganz ausgesetzt werden. Läuft es später besser, kann der Selbstständige jederzeit den Betrag erhöhen oder andere Produkte zusätzlich besparen. Entscheidend für den Erfolg ist es aber, auch in Krisenzeiten mutig weiter dabeizubleiben.

„Viele warten zu lange mit dem Zurücklegen.“

Was sind die häufigsten Fehler, die Selbstständige bei der Planung der eigenen Altersvorsorge machen?

Einerseits kalkulieren viele den Aufwand zu niedrig, um dann tatsächlich den Lebensstandard im Alter zu halten. Außerdem warten nicht wenige zu lange mit dem Zurücklegen. Sie können so den langfristigen Anlagehorizont nicht ausreichend nutzen. Nicht unterschätzen sollten Selbstständige zudem die zum Teil sehr hohen Kosten einer privaten Krankenversicherung im Alter.

Innerhalb der Eurozone gibt es immer wieder Probleme. Wie kann man die eigene Altersvorsorge davor schützen?

Es ist sicher eine gute Idee, einen Teil des Vermögens international breit gestreut anzulegen, also auch über die Eurozone hinaus mit Hilfe von mehreren Fondsprodukten zu investieren. Natürlich können einen globale Marktschwankungen trotzdem treffen. Aber man ist nicht von der Entwicklung in einer Region oder einem Land völlig abhängig.

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