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Private Altersvorsorge

In die eigenen Hände genommen: So schließt sich die Rentenlücke.

Private Altersvorsorge | 22.12.2018 Drucken

Selbst vorsorgen, entspannt aussteigen

Wer den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, denkt in aller Regel nicht daran, seinen Altersausstieg schon zu planen.

Laut dem Alterssicherungsbericht 2016 verfügt über die Hälfte der ehemals Selbstständigen im Rentenalter nur über ein durchschnittliches monatliches Nettoeinkommen von unter 1.000 Euro.

Zinsen und DividendenGanz anders sieht das aus, wenn in eine berufsständische Versorgung einbezahlt wurde. Ärzte, Steuerberater und Co. kommen im Schnitt auf über 3.350 Euro netto monatlich im Ruhestand. Ein ganzes Berufsleben konsequent Geld zurückzulegen, rechnet sich offensichtlich. Aber nicht jedem Freelancer oder mutigen Einzelunternehmer steht so eine Kammerversorgung offen. Was macht der freiberufliche Yogalehrer oder der Betreiber eines Onlineshops? „Entscheidend ist es, sich rechtzeitig mit dem Thema Altersvorsorge auseinanderzusetzen, was viele Selbstständige versäumen“, klärt Michael Gödert aus Wülfrath, Finanzexperte der FiNUM.Private Finance AG, auf. Wichtig ist es, sich einerseits über die staatlich geförderten Möglichkeiten zu informieren und andererseits selbst flexibel vorzusorgen.

Flexibel einsetzbares Vermögen aufbauen

„Grundsätzlich ist es auch für Selbstständige möglich, freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Rentenversicherung zu werden, wenn man das denn möchte“, sagt Vermögensverwalter Dr. Andreas Schyra, Vorstandsmitglied der PVV AG aus Essen. Unternehmer haben über die betriebliche Altersversorgung zudem erheblichen Gestaltungsspielraum. Bei Freiberuflern bietet sich eine Absicherung über die steuerlich begünstigte Basisrente an. „Daneben spielt für beide der Aufbau eines flexibel einsetzbaren Vermögens eine ganz entscheidende Rolle zur Sicherung des Lebensstandards im Ruhestand“, meint Schyra.

Mehrere Säulen für die Absicherung

Eine langfristig geplante Altersvorsorge sollte auf möglichst vielen Standbeinen ruhen. Um im Alter den Lebensstandard zu halten, sollten 70 Prozent des letzten Nettoeinkommens als Rente angestrebt und dabei nicht nur auf das Prinzip Hoffnung gesetzt werden. Natürlich kann ein erfolgreicher Unternehmensverkauf ausreichende finanzielle Mittel für einen entspannten Lebensabend einbringen. Aber gerade mittelständische Selbstständige stehen nicht selten vor dem Problem, überhaupt einen Nachfolger zu finden. Selbst bei über Jahrzehnte erfolgreichen Unternehmen kann dann der Verkaufspreis deutlich unter die eigenen Erwartungen sinken. Deswegen ist es sinnvoll, darüber hinaus Vermögen zu bilden.

Aktien werden zu Unrecht verschmäht

Eine immer wichtiger werdende Säule der unternehmerischen Altersvorsorge sind flexible Geldanlagen wie Aktien, Anleihen, Edelmetalle oder Immobilien. Gerade die Aktie wird als Instrument der Altersvorsorge oft noch von vielen wegen ihrer Wertschwankungen abgelehnt. Untersuchungen des Deutschen Aktieninstituts DAI zeigen jedoch, dass sich mit der Anlagedauer die Rendite stabilisiert. Wer zum Beispiel – egal zu welchem Zeitpunkt zwischen 1968 und 2017 – einen monatlichen Sparplan auf die Standardwerte des DAX startete, hat nach 20 Jahren im schlechtesten Fall eine jährliche Rendite von 4,7 Prozent eingefahren. Im Schnitt wären es neun Prozent und im besten denkbaren Fall sogar 16,1 Prozent pro Jahr gewesen. Die Profis raten trotzdem dazu, den Anteil an Aktien zu reduzieren, je näher der Ruhestand rückt. So lassen sich die langfristigen Chancen nutzen, die Risiken für einen ungünstigen Ausstiegszeitpunkt reduzieren und beste Voraussetzungen für einen entspannten Einstieg in den Ruhestandsausstieg schaffen.

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