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Kapitalmärkte und Kapitalanlagen

Die Börse im Blick: So wird investiert.

Kapitalmärkte und Kapitalanlagen | 4.9.2017 Drucken

„Keine Schlaftabletten beim Investieren“

Claus Walter, Geschäftsführer der Freiburger Vermögensmanagement GmbH, macht sich im Interview Gedanken über Schlaftabletten, Kontrolle von Investments und einen zeitgemäßen Anlagemix.

André Kostolany ist unter anderem berühmt für seinen Tipp „Aktien kaufen, Schlaftabletten nehmen und reich aufwachen“. Sehen Sie das genauso?

Claus WalterDiese Börsenweisheit gilt nur bedingt für die besten Unternehmen der Welt. Aber auch hier kann es ein böses Erwachen geben, wenn sie zu teuer beim Kauf sind. Also verzichte ich auf Schlaftabletten. Grundsätzlich sollte man nur in die Unternehmen langfristig investieren, deren Geschäftsmodelle man versteht, deren Ertragskraft Jahr für Jahr steigt und die über dauerhafte Wettbewerbsvorteile verfügen. Doch davon gibt es nur sehr wenige. Vielleicht weniger als fünf Prozent aller Aktien weltweit erfüllen diese Kriterien.

Mit welchen Aktien kann so eine Buy-and-hold-Strategie heute überhaupt noch funktionieren?

Da sind zunächst die klassischen Markenartikler wie Coca-Cola oder Nestle zu nennen, aber auch die sogenannten „Consumer des 21. Jahrhunderts“, IT-Dinos Microsoft, Oracle oder Google (jetzt Alphabet) sowie die großen Pharmakonzerne wie Novartis, Roche oder Novo-Nordisk. Deren Produkte und Dienstleistungen werden täglich milliardenfach und unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung nachgefragt.

„Irrationale Übertreibungen schaffen Kaufgelegenheiten“

Warum ist es trotzdem ratsam, ein Depot im Auge zu behalten, und wann ist es sinnvoll zu handeln?

Die Börse wird kurzfristig von Psychologie, langfristig aber von den fundamentalen Wirtschaftsdaten getrieben. Irrationale Übertreibungen schaffen Kaufgelegenheiten, wenn die Aktienkurse von Panik getrieben stark unter ihrem fundamentalen Unternehmenswert fallen. In Zeiten höchster Euphorie und Gier hingegen können die Kurse durch die Decke gehen. Dann ist es besser, sich von überbewerteten Aktien zu trennen.

Was können Anleger machen, die nicht Zeit oder Interesse haben, ein Aktiendepot zu kontrollieren?

Bei kleineren Summen bieten sich gut gemanagte global anlegende Aktienfonds an, die der Philosophie des Value-Investing folgen. Bereits bei Summen ab einem Volumen von 100.000 Euro bieten einzelne unabhängige Vermögensverwaltungen in Deutschland das Management von Portfolios mit Einzelaktien an. Anleger sollten darauf achten, dass sie dem „Verband unabhängiger Vermögensverwaltungen“ (V.U.V.) angehören. Die Mitglieder unterliegen einem strengen Ehrenkodex, der die Bedürfnisse der Mandanten in den Mittelpunkt stellt.

„Staatsanleihen sind keine Alternative“

Sind für konservative Anleger nicht auch Sparbuch oder sichere Staatsanleihen eine Alternative?

In Anbetracht der Null- bzw. Negativzinsen, der ultralockeren Politik der Notenbanken und der überbordenden Staatsverschuldungen sind Sparbuch und Staatsanleihen keine Alternative und alles andere als sicher. Insbesondere Staatsanleihen sind riskant, weil sie ausfallgefährdet sind, einem hohen Zinsänderungsrisiko unterliegen und von der Geldentwertung bedroht sind. Reale Werte wie Aktien, Immobilien und physisches Gold sind hingegen inflationsgeschützt und erhalten die Kaufkraft des Geldes. Diese Vermögensarten sind aktuell alternativlos für den Schutz und stetigen Aufbau des Vermögens.

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