Nachricht an die Redaktion

Ihre Nachricht an uns


Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

Vorsorgemappe

Newsletter abonnieren & kostenlose Vorsorgemappe anfordern.

DIA Update

Abonnieren Sie den kostenlosen
Newsletter des DIA.

Demographie

In die Zukunft geschaut: So altert und schrumpft unser Land.

Demographie | 6.3.2021 Drucken

Eltern beeinflussen den Bildungsabschluss

Nach dem Abitur studieren oder eine Ausbildung machen? Junge Menschen mit hochgebildeten Eltern entscheiden sich häufiger für ein Studium, welche mit nicht akademischen Eltern für eine Ausbildung. Das gilt auch bei gleichen schulischen Leistungen.

Bildungsentscheidungen junger Menschen hängen immer noch sehr stark von den schulischen und beruflichen Abschlüssen der Eltern ab. Allerdings hat sich die Lage bereits verbessert innerhalb der letzten 70 Jahre.

Eltern beeinflussen den Bildungsabschluss

Darauf macht ein neuer Magazinbeitrag des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit aufmerksam. Die Aufnahme eines Studiums hängt heutzutage weniger von der Bildung der Eltern ab als noch 1950. Jedoch entscheiden sich Schüler aus nicht akademischen Haushalten auch bei gleichen Schulleistungen weiterhin seltener für einen Uni-Abschluss. Hinzu kommt, dass Abiturienten aus Akademikerfamilien im Schnitt bessere Noten aufweisen, was die Studierneigung zusätzlich erhöht. Somit beginnen sehr viel mehr Jugendliche mit hochgebildeten Eltern ein Studium als Kinder aus nicht akademischen Haushalten.

Ein höherer Abschluss führt im Durchschnitt zu höheren beruflichen Positionen und damit auch zu deutlich mehr Gehalt. Die Lohnunterschiede werden zudem größer mit wachsendem Alter. Somit werden Kinder aus Akademikerfamilien in ihrem Leben im Schnitt mehr Geld zur Verfügung haben als Kinder mit nicht studierten Eltern. Die Einkommenskluft in Deutschland verschärft sich durch dieses Problem also weiter.

Warum studieren Schüler aus nicht akademischen Haushalten seltener?

Ziel sollte es nicht sein, dass immer mehr Schüler studieren. In einer Volkswirtschaft ist ein guter Ausgleich von Studenten und Azubis erforderlich. Allerdings sollte die soziale Herkunft von Kindern später nicht zu Einkommensungleichheiten führen. Doch warum studieren Abiturienten mit Eltern mit niedrigerem Bildungsstatus seltener? Laut dem IAB-Bericht überschätzen sie meist die Kosten eines Studiums. Zugleich sind sie weniger gut informiert über Finanzierungsmöglichkeiten wie Stipendien oder BAföG. Hinzu kommt, dass diese Jugendlichen ihre Chancen niedriger einschätzen, ein Studium erfolgreich zu beenden. Das gilt auch, wenn sie die gleichen Noten haben wie die anderen Schüler.

Zur Bekämpfung der Ungleichheit empfiehlt das IAB, bessere Informationsangebote zu schaffen, bei denen die Bildungsoptionen nach dem Abitur aufgezeigt werden. Insbesondere soll es dabei um die Kosten und den zeitlichen Aufwand eines Studiums gehen. Zusätzlich sollen Zukunftspotenziale und Anforderungen bestimmter Ausbildungsberufe und Studienfächer Thema sein. Nach einer 2017 erschienenen Analyse erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Studiumsbewerbung für Jugendliche mit nicht akademischen Eltern um rund zwölf Prozentpunkte, wenn entsprechende Informationen bereitgestellt werden.

Nachricht an die Redaktion

Senden Sie Hinweise, Lob oder Tadel zu diesem Artikel an die DIA Redaktion.

Nachricht an die Redaktion

Haben Sie Anmerkungen oder Fragen zu diesem Beitrag? Schreiben Sie uns gern! Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Ihre Nachricht an uns


Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

Artikel teilen

Ihre Nachricht am den Empfänger (optional)
Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

Ausgewählte Artikel zum Thema

Ungebildete sind öfter krank

Gebildete Menschen verbringen in ihrem Leben weniger Tage im Krankenhaus als ungebildete. Doch dieser Unterschied verändert sich mit dem Alter. Wer einen hohen Bildungsabschluss hat und zudem gut verdient, der ist auch gesundheitlich bessergestellt. Ungebildete Menschen mit einem geringen Einkommen verbringen zu Lebzeiten hingegen deutlich mehr Tage im Krankenhaus. Zu dieser Einschätzung kommen aktuelle Berechnungen […]

Artikel lesen

Geringverdiener sterben früher

Menschen aus den oberen Einkommensgruppen haben eine deutlich höhere Lebenserwartung als Geringverdiener. Diese sterben im Schnitt fünf Jahre früher. Der durchschnittliche deutsche Mann kann sich momentan auf eine Lebensdauer von 78 Jahren und 4 Monaten einstellen. Wer das 65. Lebensjahr bereits erreicht hat, darf sich auf weitere 17,8 Jahre freuen. Das Einkommen spielt dabei allerdings […]

Artikel lesen

Bildung schafft eine perfekte Welt

Wenn alle Menschen auf der Welt gebildet wären, gäbe es kaum noch Probleme. Wunschdenken? Nein, denn durch einen höheren Bildungsstand lassen sich viele Herausforderungen bestreiten. Kriege, Armut, Wasserkrisen – die Probleme unserer Zeit schienen wohl nie so unüberwindbar wie heutzutage. Längst betreffen sie nicht nur die vermeintlichen Entwicklungsländer. Auch Industrienationen kämpfen mit Arbeitslosigkeit, Wohlstandsungleichheit, Fake […]

Artikel lesen