Nachricht an die Redaktion

Ihre Nachricht an uns


Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

DIA Update

Abonnieren Sie den kostenlosen
Newsletter des DIA .

Demographie

In die Zukunft geschaut: So altert und schrumpft unser Land.

Demographie | 9.8.2018 Drucken

Ungebildete sind öfter krank

Gebildete Menschen verbringen in ihrem Leben weniger Tage im Krankenhaus als ungebildete. Doch dieser Unterschied verändert sich mit dem Alter.

Wer einen hohen Bildungsabschluss hat und zudem gut verdient, der ist auch gesundheitlich bessergestellt. Ungebildete Menschen mit einem geringen Einkommen verbringen zu Lebzeiten hingegen deutlich mehr Tage im Krankenhaus.

Ungebildete sind öfter krankZu dieser Einschätzung kommen aktuelle Berechnungen des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung. Die Wissenschaftler untersuchten für die Studie Angaben von über 137.000 Finninnen und Finnen im Alter von 50 bis 79 Jahren. Die Probanden wurden dabei in drei Altersgruppen eingeteilt und darüber hinaus nach Bildungsabschluss sowie Einkommenssituation aufgespalten. Es zeigte sich, dass Menschen mit einem hohen sozioökonomischen Status zu jeder Zeit und in jedem Alter weniger Tage im Krankenhaus verbrachten als Personen mit geringerem Status. 1987 wurden Ungebildete beispielsweise zehn bis 60 Prozent häufiger krank als hochgebildete Menschen. Mit zunehmendem Alter verringern sich diese Unterschiede allerdings. So waren von den 60- bis 69-jährigen Frauen zu Beginn der Studie die Bessergestellten drei und die weniger Bessergestellten rund vier Tage in einer Klinik. Ungebildete waren somit ein Viertel häufiger krank.

Unterschiede werden im Alter kleiner

Auch gut zwei Jahrzehnte später zeigt sich ein ähnliches Bild. Hier zählten die Frauen mit hohem Bildungsabschluss 17 Krankenhaustage, die Ungebildeten hingegen mehr als 20. Absolut waren Ungebildete also drei Tage länger krank. Relativ betrachtet entspricht das jedoch nur 15 Prozent und somit weniger als noch 1988. Mit zunehmendem Alter sinkt also die Differenz von Erkrankungen aufgrund des Bildungsniveaus. Das hängt vor allem auch damit zusammen, dass Klinikaufenthalte mit dem Alter in allen Schichten zunehmen.

Im hohen Alter sind wir alle gleich

Je älter wir also werden, desto häufiger sind wir auch krank. Mit einem guten Gehalt und einer hohen schulischen Ausbildung können wir unsere Klinikaufenthalte allerdings minimieren und somit selbst beeinflussen. Wer bereits in jungen Jahren auf weniger Krankheitstage aus ist, sollte daher einen hohen Bildungsgrad anstreben. Damit steigt auch die Chance auf eine gut bezahlte Arbeit. Wer dann aber das 70. Lebensjahr erreicht hat, sollte nicht mehr auf den positiven Bildungseffekt setzen. Hier gehen die Unterschiede zwischen den Einkommens- und Bildungsschichten nämlich deutlich zurück.

Nachricht an die Redaktion

Senden Sie Hinweise, Lob oder Tadel zu diesem Artikel an die DIA Redaktion.

Nachricht an die Redaktion

Haben Sie Anmerkungen oder Fragen zu diesem Beitrag? Schreiben Sie uns gern! Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Ihre Nachricht an uns


Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

Artikel teilen

Ihre Nachricht am den Empfänger (optional)
Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

Ausgewählte Artikel zum Thema

Gebildete leben am längsten

Je gebildeter ein Mensch, desto wahrscheinlicher ist ein langes Leben. Somit ist vor allem Bildung und nicht wie bisher angenommen Wohlstand der entscheidende Faktor, wenn es um die Lebenserwartung geht. Reiche Menschen leben am längsten. Das wurde lange Zeit angenommen. Die Begründung: Mit steigendem Wohlstand verbessert sich auch der Lebensstandard. Eine neue Studie zeigt nun […]

Artikel lesen

Statt bisher drei jetzt vier Lebensphasen

Die Deutschen werden immer älter. Bei dem derzeitigen Rentensystem führt die längere Lebenszeit automatisch auch zu einer Verlängerung der Rentenphase. Eine Einteilung in drei Lebensabschnitte – Kindheit/Jugend, Berufsleben, Alter – scheint daher überholt. Durch die gestiegene Lebenserwartung haben immer mehr Menschen eine Chance, 100 Jahre und älter zu werden. Die Ruhestandsphase beträgt dann knapp 40 […]

Artikel lesen

Europas halbrosige demografische Zukunft

Europa altert. Genauer gesagt, die in Europa lebenden Menschen. Derzeit beheimatet dieser Erdteil die meisten über 65-Jährigen. Sie machen 13 Prozent der europäischen Bevölkerung aus. In anderen Weltregionen sind es lediglich acht Prozent, in Afrika sogar nur vier Prozent. Aufgrund der anhaltenden niedrigen Geburtenzahlen schrumpfen vielerorts die Einwohnerzahlen. Zudem gehen immer mehr Menschen in Rente, während immer weniger Nachwuchskräfte […]

Artikel lesen