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Sparverhalten

Auf der hohen Kante: So spart Deutschland.

Sparverhalten | 27.9.2019 Drucken

Jeder Dritte spart nichts fürs Alter

Ein Drittel der 30- bis 59-Jährigen in Deutschland legt monatlich nicht einen Euro für die Altersvorsorge zurück. Viele befürchten, dass das Geld im Ruhestand nicht reicht.

Die Bundesbürger machen sich massive Sorgen um ihre finanzielle Situation im Rentenalter. Fast die Hälfte hat Angst, dass die Absicherung für die Rente nicht reicht. Je niedriger der sozioökonomische Status, desto größer sind auch die Befürchtungen.

Jeder Dritte spart nichts fürs AlterDas geht aus einer neuen Studie des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor, die das Institut für Demoskopie Allensbach durchführte. Bereits zum siebten Mal befragte der GDV die Einstellungen der Generation Mitte – Personen zwischen 30 und 59 Jahren – zu gesellschaftlichen Veränderungen. Darunter auch das Befinden zum Thema Rente und Altersvorsorge. Ergebnis: 44 Prozent meinen, dass ihre Absicherung für das Alter unzureichend ist. Bei Menschen mit einem niedrigen sozioökonomischen Status sind bereits 65 Prozent dieser Auffassung. Wer in Sachen Einkommen, Bildungsabschluss und Berufsgruppe in der Gesellschaft weiter oben steht, hat entsprechend weniger Ängste. Allerdings sorgt sich immerhin noch jeder Fünfte mit einem hohen Status um seinen Ruhestand. Die Befürchtungen sind dabei in der ganzen Bundesrepublik ähnlich. Es lassen sich keine signifikanten Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland finden.

Jeder Deutsche spart im Schnitt 113 Euro für sein Alter

Doch wie viel Geld gibt die Generation Mitte monatlich für ihre Altersvorsorge aus? Die Antworten hängen sehr vom gesellschaftlichen Status ab. Im Durchschnitt legt jeder Deutsche im Monat 113 Euro für seinen Ruhestand auf die hohe Kante. Allerdings wird der Wert von einigen wenigen nach oben geschraubt. Bei einem niedrigen sozioökonomischen Status sinkt die monatliche Sparrate auf nur 17 Euro. In der Mittelschicht sind es immerhin knapp 100 Euro. Menschen in den oberen Gehaltsklassen kommen auf 261 Euro.

Das Erschreckende dabei ist: Jeder Dritte spart überhaupt nichts für die Rentenzeit. Bei Menschen mit einem niedrigen Einkommen trifft das sogar auf zwei Drittel zu. Doch auch jeder achte Gutverdiener hat keine zusätzliche Altersvorsorge. Zu bedenken ist dabei auch, dass Berufseinsteiger, Azubis und Studenten vergleichsweise wenig in die Studie mit einfließen, da erst Personen ab 30 Jahren zur Untersuchungsgruppe gehören.

Deutsche haben keine Ahnung von ihren späteren Einkünften

Auf die Frage nach den Gründen für eine befürchtete finanzielle Not im Ruhestand, geben die meisten als Ursache an, zu wenig privat vorgesorgt zu haben. 46 Prozent der 30- bis 59-Jährigen sind dieser Meinung. Männer sind von dieser Aussage sogar noch stärker überzeugt als Frauen. Letztere sehen die Defizite vor allem darin, dass sie für eine längere Zeit nur Teilzeit oder stundenweise gearbeitet und so auch weniger in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben. Die überwältigende Mehrheit hat im Übrigen keinerlei Vorstellungen, welche Einkünfte im Alter zu erwarten sind. Selbst bei den 50- bis 59-Jährigen, also diejenigen, die bereits kurz vor dem Ruhestand stehen, trauen sich 64 Prozent kein Urteil zu.

Was würde die Situation verbessern?

Wie aber sollen die kommenden Generationen ihre Rente sichern? Welche Reformen müsste die Politik dafür angehen? Als wichtigste Maßnahme sieht die Generation Mitte hierbei, alle Berufsgruppen gleichermaßen zu verpflichten, in die Rentenversicherung einzuzahlen. So sollen auch Beamte und Selbstständige in die GRV miteingehen. Zusätzlich erhoffen sich 59 Prozent eine stärkere finanzielle Unterstützung der privaten und betrieblichen Altersvorsorge vom Staat. An dritter Stelle wünschen sich die Deutschen, dass der Einzelne auch über das Rentenalter hinaus in seinem Beruf arbeiten kann. Eine generelle Erhöhung des Renteneintrittsalters empfindet allerdings nur jeder Zehnte als geeignet. Auch die Steigerung der Beiträge oder eine Erhöhung der Steuern, die in den Rententopf fließen, finden praktisch keine Zustimmung unter den Befragten.

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