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    Private Altersvorsorge

    In die eigenen Hände genommen: So schließt sich die Rentenlücke.

    Private Altersvorsorge | 6.7.2022 Drucken

    Kosten der Pflege weithin unterschätzt

    Viele Deutsche kennen zwar persönlich einen Pflegefall, doch deutlich weniger wissen, mit welchen Pflegekosten sie individuell rechnen müssen.

    In der Familie, unter Freunden oder Bekannten – rund zwei Drittel aller Deutschen (67 Prozent) kennen oder hatten einen Pflegefall. Generell mit den Themen Pflege oder Pflegekosten haben sich gut drei Viertel der Menschen (76 Prozent) hierzulande beschäftigt beziehungsweise sind damit bereits in Berührung gekommen. Diese und weitere Ergebnisse enthält die HanseMerkur Pflegestudie 2022.

    Insbesondere das individuelle Risiko, eines Tages selbst pflegebedürftig zu sein, wird von vielen unterschätzt. Lediglich ein Viertel der Befragten geht davon aus, dass es sie selbst treffen könnte. In der Realität sieht es jedoch anders aus. Gerade in höherem Alter nimmt die Wahrscheinlichkeit einer Pflegebedürftigkeit deutlich zu. So ist zum Beispiel etwa die Hälfte der Frauen im Alter von 85 bis 89 Jahren ein Pflegefall.

    Es läge also nahe, sich mit potenziellen Pflegekosten zu beschäftigen. Allerdings haben 36 Prozent der Deutschen keine richtige Vorstellung zu den finanziellen Auswirkungen einer Pflegebedürftigkeit. Im Schnitt schätzen sie die Pflegekosten auf monatlich 1.000 Euro. Dieser Schätzung stehen allerdings nach Angaben des PKV-Verbandes rund 2.250 Euro tatsächliche Kosten pro Monat gegenüber. Mehr als die Hälfte der Befragten (58 Prozent) weiß zudem nicht, mit welchen Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung sie im Pflegefall rechnen können. Doch zumindest ahnt der überwiegende Teil der Befragten (83 Prozent), dass das Geld aus der Pflegeversicherung nicht kostendeckend ist.

    Pflege belastet: organisatorisch, gesundheitlich, finanziell

    Knapp ein Drittel (31 Prozent) berichtet, selbst schon jemanden gepflegt zu haben. Für mehr als die Hälfte dieser Pflegeausübenden (61 Prozent) waren damit jedoch eher Belastungen verbunden. So haben sich 49 Prozent nicht ausreichend unterstützt gefühlt. Bei 47 Prozent wirkte sich die Pflegetätigkeit gesundheitlich belastend aus. Problematisch kann auch die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege sein. So mussten 27 Prozent ihre eigene Berufstätigkeit zugunsten der Pflege einschränken oder haben diese aufgegeben. In diesen Fällen kommen zu persönlichen Einschränkungen finanzielle hinzu. Dennoch bleibt die Bereitschaft, Angehörige zu pflegen, generell hoch. Das gilt selbst für Menschen, die noch keine Erfahrungen mit Pflege haben. Von ihnen lehnen gerade einmal 13 Prozent die Pflege nahestehender Personen grundsätzlich ab. 

    Auch die Arbeitgeber sind gefordert

    73 Prozent der Pflegebereiten hingegen würden künftig berufliche Einschränkungen akzeptieren, um Angehörige zu versorgen. Noch lieber wäre es vielen, wenn sich auch Unternehmen an Pflegekosten beteiligen oder Pflegerisiken finanziell absichern würden. So würden 93 Prozent eine betriebliche Pflegezusatzvorsorge ihres Arbeitgebers für die Belegschaft begrüßen. In Zeiten von Fachkräftemangel oder im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter können somit Unternehmen mit einem entsprechenden Angebot punkten. Doch bisher bietet nach den Beobachtungen der Studienautoren erst jedes vierte Unternehmen in Deutschland derartige Leistungen für die Belegschaft an.

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