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    Private Altersvorsorge

    In die eigenen Hände genommen: So schließt sich die Rentenlücke.

    Private Altersvorsorge | 12.11.2021 Drucken

    Altersvorsorge mit Steuerbremse

    Alle fordern, Geld mit Weitblick zu investieren. Lang und breit werden Anlageziele, Anlagedauer und Anlageklassen besprochen. Ein Renditeaspekt kommt dabei immer zu kurz: Die Wahl eines Anlagevehikels, das Steuervorteile nutzt.

    In einem normalen Bankdepot reduziert die Abgeltungssteuer Gewinne um 25 Prozent. Investmentpolicen stellen eine vorteilhafte Alternative dar, auch für die langfristige Altersvorsorge. Damit bleiben sowohl für den Anleger selbst als auch für spätere Erben des Vermögens Zinsen, Dividenden und Kursgewinne zum Teil oder sogar ganz steuerfrei.

    Steuern

    Kennen Sie einen der schädlichsten Effekte bei der privaten Altersvorsorge? 25 Prozent Abgeltungssteuer. Das klingt erst einmal überschaubar. Aber dabei bleibt es nicht, denn der Abzug reduziert den Zinseszinseffekt. Dabei geht es nicht um die sprichwörtlichen „Peanuts“. Bei 100.000 Euro Anfangskapital, 15 Jahren Anlagedauer und fünf Prozent Wertentwicklung kostet die Abgeltungssteuer unter dem Strich 30.000 Euro. Zudem besteht durchaus die Möglichkeit, angesichts der Kosten von Pandemie und Klimawende, dass die Steuer auf Kapitalerträge künftig noch steigt. Mit der Wahl des richtigen Anlagevehikels lässt sich dieser negative Effekt reduzieren oder sogar ganz vermeiden.

    Auf die Investmentpolice kommt es an

    Eine Investmentpolice ist ein steueroptimiertes und flexibles Instrument in der strategischen Vermögensplanung. Dabei handelt es sich im Prinzip um ein Wertpapierdepot im Rahmen einer Lebensversicherung. Allerdings gilt es, den richtigen Anbieter dafür zu wählen, der eine breite Anlagepalette und gute Konditionen bietet. Nur bei günstigen und transparent ausgewiesenen Kosten lässt sich der Steuereffekt ausnutzen. Zusätzlich muss Flexibilität bestehen, falls der Sparer außerplanmäßig Geld braucht. Entnahmen sollten ohne Schaden möglich sein. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, eignen sich Investmentpolicen hervorragend, um eine Altersvorsorge aufzubauen. Erträge wie Kursgewinne, Zinsen oder Dividenden sammeln sich in ihr an, ohne dass Abgeltungssteuer anfällt. Der Zinseszinseffekt kann seine Wirkung entfalten. Außerdem kommen noch weitere positive Effekte zum Tragen.

    Steuerfreiheit auch bei Umschichtungen

    Ein Beispiel: Ein 50jähriger Anleger will seine bisherige Anlagestrategie beibehalten, setzt jetzt aber auf das Instrument Investmentpolice mit Fondsdepot. Der erste positive Effekt ergibt sich schon in der Phase des Vermögensaufbaus. Sämtliche Erträge sammeln sich in der Investmentpolice abgeltungssteuerfrei an. Ein zweiter Pluspunkt ist, dass diese Steuerfreiheit auch bei Umschichtungen bestehen bleibt. Der Policeninhaber kann also seine Anlagestrategie einfach ändern, Wertpapiere verkaufen oder kaufen – steuerliche Überlegungen müssen dabei für ihn keine Rolle spielen. Dementsprechend ergibt sich auch kein Aufwand in der Steuererklärung, da keine steuerpflichtigen Kapitaleinkünfte anfallen.

    Vorteilhaft auch im Erbfall

    Ein dritter Vorteil kann sich ergeben, wenn der Anleger nach 15 Jahren beginnt – nun mit 65 Jahren im Ruhestand – Teile des Vermögens zu entnehmen. Dabei greift eine doppelte Vorzugsbesteuerung und nur ein geringer Teil der Auszahlung unterliegt der persönlichen Einkommensteuer. 50 Prozent davon werden sogar komplett steuerfrei ausgezahlt. Durch diesen Steuereffekt hält das Vermögen länger als im Bankdepot.

    Wenn es nicht oder nur zum Teil verbraucht wird, kann sich noch ein vierter, für die Nachfolgegeneration sehr erfreulicher Vorteil ergeben. Erfolgt eine Auszahlung der Police im Erbfall, wird das Restvermögen einschließlich Kursgewinne, Zinsen und Dividenden vollständig abgeltungs- und einkommenssteuerfrei ausgezahlt. In einem normalen Bankdepot müssten eventuell noch unversteuerte Wertzuwächse versteuert werden, in der Investmentpolice jedoch nicht.


    Stefan Brähler

    Gastautor Stefan Brähler ist Geschäftsführer der Confidema GmbH und Spezialist für den Einsatz von Versicherungsstrukturen in Vermögensverwaltung und Private Banking in Oberursel. Weitere Beiträge von ihm und anderen Vermögensverwaltern finden Sie auf www.v-check.de.

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