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    Kapitalmärkte und Kapitalanlagen

    Die Börse im Blick: So wird investiert.

    Kapitalmärkte und Kapitalanlagen | 16.9.2020 Drucken

    Anleger wollen es mit Brief und Siegel

    Nachhaltige Kapitalanlagen haben es bei privaten Anlegern leichter, wenn es von unabhängiger Seite ein Testat oder Siegel gibt, das eine wirksame Ausrichtung auf die drei Faktoren Umwelt, Soziales und Unternehmensführung bestätigt.

    Diese Schlussfolgerung legt die jüngste Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) nahe. Sie untersuchte die Erfahrungen und Erwartungen privater Anleger mit nachhaltigen Kapitalanlagen. Ein Ergebnis: Mit 48 Prozent ist eine relative Mehrheit der Auffassung, dass ein unabhängiges Nachhaltigkeitssiegel die Investitionen in diese besondere Assetklasse befördern würde.

    Unter den 16- bis 25-Jährigen vertraten in der repräsentativen Befragung sogar rund 64 Prozent diese Auffassung. Das ist ein deutlicher Fingerzeig für die Produktanbieter. Sie sollten gemeinsam mit vertrauenswürdigen Initiatoren Siegel schaffen und bekannt machen, die verständlich und vertrauenswürdig sind.

    Ein verständlicher Kompass fehlt noch

    Bislang mangelt es offenkundig noch an einheitlichen Kriterien, um Kapitalanlageprodukte anhand ihrer Nachhaltigkeit zu vergleichen. Das zeigten auch die Auswertungen von anderen Befragungen, die im Rahmen der Studie mit vorgenommen wurden. Eine weit verbreitete Klage der Experten: Die vorhandenen Nachhaltigkeitsratings fallen nicht selten widersprüchlich aus. Wenn aber schon die Experten mit dem Kompass ihre Mühe haben, wie sollen damit private Anleger klarkommen?

    Umweltaspekte dominieren

    Die jüngste DIA-Studie liefert ein Indiz dafür, dass die vorhandenen Siegel noch Verbesserungsbedarf haben. In einer gestützten Befragung wurde ermittelt, welche Kriterien oder Eigenschaften private Investoren mit Nachhaltigkeit in der Kapitalanlage vor allem in Verbindung bringen. Häufigste Antworten: Wenn es um Energie- und Umweltaspekte geht. Das Gewicht dieses Teilaspektes dürfte der Entwicklung „grüner Geldanlagen“ geschuldet sein. Sie hatten anfangs zunächst eine starke Eingrenzung auf diese Felder.

    Wunsch und Wirklichkeit passen noch nicht zusammen

    Ein Siegel, das Nachhaltigkeit von Kapitalanlagen viel breiter widerspiegelt, hielt nur ein Viertel der Befragten für ein maßgebliches Kriterium. Noch weniger Gewicht hat für die privaten Anleger die Mitgliedschaft zum Beispiel einer börsennotierten Aktiengesellschaft in einem Nachhaltigkeitsindex.

    Das zeigt das aktuelle Dilemma auf: Einerseits wünschen sich Anleger mehr Information und zusammengefasste Einordnungen wie Siegel. Andererseits kommen die bislang vorhandenen bei ihnen noch nicht an oder sind nicht verständlich genug. Das lässt nur eine Schlussfolgerung zu: Die Anbieter nachhaltiger Kapitalanlagen haben in diesem Punkt klaren Nachholbedarf.

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