Nachricht an die Redaktion

Ihre Nachricht an uns


Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

Vorsorgemappe

Newsletter abonnieren & kostenlose Vorsorgemappe anfordern.

DIA Update

Abonnieren Sie den kostenlosen
Newsletter des DIA.

Einkommen & Vermögen

Rund ums liebe Geld: So viel wird verdient.

Einkommen & Vermögen | 2.10.2019 Drucken

Deutsche bleiben Sparweltmeister

2018 sparten die Deutschen so viel wie in kaum einem anderen Land. Während das Vermögen auf der Welt insgesamt abschmolz, stieg es in der Bundesrepublik sogar an.

Erstmals gingen im vergangenen Jahr die Geldvermögen sowohl in den Industrie- als auch in den Schwellenländern zurück. Solch eine Entwicklung gab es nicht mal auf dem Höhepunkt der Finanzkrise. Die Deutschen aber beeindruckt das kaum. Sie bleiben ihrem Sparweltmeister-Titel treu.

Deutsche bleiben SparweltmeisterDas beweist der aktuelle Global Wealth Report der Allianz. Der Versicherer untersuchte für die Studie 53 Länder in Bezug auf Bargeld, Bankeinlagen, Wertpapiere sowie Ansprüche gegenüber Versicherungen und Pensionsfonds – lediglich Immobilien flossen nicht in die Analyse mit ein. Diesen Zahlen zufolge verschlechtert sich die Annäherung der Vermögensunterschiede zwischen den armen und reichen Ländern dieser Welt. So fielen die Brutto-Geldvermögen in den Schwellenländern um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Rückgang fällt damit stärker aus als in den Industriestaaten mit 0,1 Prozent.

Die Allianz nennt das eine „bemerkenswerte Trendumkehr“. In den letzten beiden Dekaden wuchsen die Schwellenländer noch durchschnittlich um 11,2 Prozent pro Jahr. Wegen des starken Anstiegs der Verschuldung fielen die Netto-Vermögen, also der Differenz zwischen Brutto-Vermögen und Verbindlichkeiten, sogar noch kräftiger. Weltweit sank das Netto-Geldvermögen um 1,9 Prozent auf 129,8 Billionen Euro. Die Schwellenländer brachen dabei mit 5,7 Prozent besonders drastisch ein.

Dass die Vermögen global zurückgehen, ist eine noch nie da gewesene Entwicklung. Schuld daran ist vor allem der eskalierende Handelskonflikt zwischen den USA und China. Aber auch Mexiko, Südafrika und Japan mussten erhebliche Einbußen verkraften. Die Streitigkeiten setzten dem Aufholprozess der ärmeren Staaten ein jähes Ende.

Deutsche sparen falsch und machen damit alles richtig

Deutschland schwimmt währenddessen gegen den Strom. Trotz des weltweiten Abwärtstrends stiegen die Geldvermögen in der Bundesrepublik um 2,2 Prozent auf insgesamt 6,2 Billionen Euro an. Ursache hierfür ist die schlechte Aktienkultur in Deutschland. So sparen die Bundesbürger überwiegend traditionell mit Bankeinlagen. Wertpapiere sind nicht sehr beliebt. Diese bei Niedrigzinsen Rendite vernichtende Anlegerkultur kam den Deutschen im vergangenen Jahr zugute. Der Handelskrieg zwischen den USA und China, der sich endlos ziehende Brexit und Spannungen im Nahen Osten verunsicherten die Märkte enorm. Die Aktienkurse verloren 2018 um etwa zwölf Prozent. Das wirkte sich ebenso auf die Vermögensentwicklung aus. Davon weniger betroffen waren allerdings deutsche Sparer mit ihrer Sparstrumpfmentalität. Die Menschen legten hierzulande so viel Geld auf die hohe Kante wie in kaum einem anderen Land und machten dadurch die Verluste am Kapitalmarkt mehr als wett.

Netto haben die Bundesbürger ein Vermögen von rund 53.000 Euro pro Kopf. In der Liste der reichsten Länder der Welt belegt Deutschland damit den 18. Rang. Auf Platz 1 der Nettofinanzvermögen liegt trotz Handelskonflikte die USA, gefolgt von der Schweiz, Singapur und Taiwan.

Deutsche bleiben Sparweltmeister

Nachricht an die Redaktion

Senden Sie Hinweise, Lob oder Tadel zu diesem Artikel an die DIA Redaktion.

Nachricht an die Redaktion

Haben Sie Anmerkungen oder Fragen zu diesem Beitrag? Schreiben Sie uns gern! Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Ihre Nachricht an uns


Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

Artikel teilen

Ihre Nachricht am den Empfänger (optional)
Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

Ausgewählte Artikel zum Thema

Vermögen wächst, aber nicht für alle gleich

Auch wenn sich die Vermögenslage der Deutschen in den letzten Jahren verbessert hat, vom insgesamt angewachsenen Vermögen konnten nicht alle privaten Haushalte auf gleiche Weise profitieren. Alle drei Jahre befragt die Bundesbank im Rahmen ihrer Studie „Private Haushalte und ihre Finanzen (PHF)“ die Deutschen zu ihrem Vermögen und ihren Schulden. An der letzten Befragung im […]

Artikel lesen
Demografie

Deutsche verhalten sich bei Geldfragen unlogisch

Mehr als die Hälfte der Deutschen weiß, welche Anlageform das größte Geld erwirtschaftet. Trotzdem sparen die meisten weiterhin mit Mini-Rendite per Tagesgeld oder Sparbuch. Wissen und Handeln stimmen hier nicht überein. Das Sicherheitsdenken dominiert die Deutschen bei ihren Ersparnissen nach wie vor. Die Bundesbürger legen ihr Geld klassisch und konservativ praktisch ohne Ertrag auf dem […]

Artikel lesen
Zinsen und Dividenden

Realrendite für private Anlagen sinkt

Für die Realrendite der Privathaushalte zeigt der Trend seit 1996 deutlich nach unten. Das belegt eine Analyse auf der Basis von Zahlen der Deutschen Bundesbank, die bis 2017 reicht. Es geht abwärts für das Geldvermögen der privaten Anleger. Eine der Ursachen dafür liegt auch in ihrer Auswahl der Geldanlagen. Nun hat der BVI Bundesverband Investment […]

Artikel lesen