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Sparverhalten

Auf der hohen Kante: So spart Deutschland.

Sparverhalten | 20.2.2018 Drucken

Deutsche verhalten sich bei Geldfragen unlogisch

Mehr als die Hälfte der Deutschen weiß, welche Anlageform das größte Geld erwirtschaftet. Trotzdem sparen die meisten weiterhin mit Mini-Rendite per Tagesgeld oder Sparbuch. Wissen und Handeln stimmen hier nicht überein.

Das Sicherheitsdenken dominiert die Deutschen bei ihren Ersparnissen nach wie vor. Die Bundesbürger legen ihr Geld klassisch und konservativ praktisch ohne Ertrag auf dem Konto an. Erstaunlich dabei ist aber: die meisten sind sich darüber im Klaren, dass solche Geldanlagen keine nennenswerte Rendite bringen. 67 Prozent glauben hingegen, dass sich mit Aktien und Fonds das meiste Geld erwirtschaften lässt. Doch nur jeder Vierte handelt dementsprechend.

Deutsche verhalten sich bei Geldfragen unlogischAuf diesen Widerspruch macht der neue Ergo Risiko-Report 2018 aufmerksam, den das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung im Auftrag der ERGO Group AG durchführte. Die Forscher stellten den Probanden dabei Fragen zur Risikokompetenz und Eigenverantwortung.

Die klare Mehrheit gibt an, dass sich Sparen und Konsumieren bei ihnen die Waage halten. Männer zeigen sich jedoch ausgabefreudiger als Frauen. Enorm ist der Unterschied zwischen Gering- und Besserverdienern. So können Menschen mit einem kleinen Einkommen deutlich seltener Rücklagen bilden und sparen dementsprechend auch weniger für die eigene Altersvorsorge. Männer legen deutlich mehr für den Ruhestand zurück. Der Grund dafür könnte in der höheren Teilzeitbeschäftigungsquote und der schlechteren Bezahlung von Frauen liegen. Alleinlebende sorgen darüber hinaus am wenigsten für das Alter vor und befürchten aufgrund dessen Einschränkungen im Rentenalter. Auch Jüngere legen kaum Geld beiseite: 56 Prozent der unter 30-Jährigen spart für den Ruhestand weniger als 50 Euro im Monat.

Kein Gewinn, aber dafür sicher

Wenn es darum geht, Geld anzulegen, wünscht sich der überwiegende Teil eine Anlage mit geringer Wertschwankung. Also lieber Sicherheit statt Risiko. Ältere ab 60 Jahren und Verwitwete legen darauf besonderen Wert. Obwohl zwei Drittel der Befragten ihr Geld auf dem Konto lagern, glauben nur sechs Prozent, dass das Sparbuch eine gute Anlageform ist. Vom Tagesgeld sind immerhin zehn Prozent überzeugt.

Von einer gewinnbringenden Anlageform sind aber sowohl Sparbücher als auch Tagesgeldkonten weit entfernt. Von allen Anlageklassen hätte sich mit Aktien in den vergangenen zehn Jahren der größte Profit erwirtschaften lassen. Wer nach der Finanzkrise 2008 in den DAX investiert hat, erreichte mittlerweile eine Rendite von 80 Prozent. Aber auch mit Fonds lassen sich gute Erträge erzielen. Zwei Drittel der Deutschen beurteilen das ebenso. Trotzdem legt mehr als jeder Dritte sein Geld in Sparbücher oder Sparbriefe an. Fast ebenso viele entscheiden sich für das ähnlich risikoarme Tagesgeld. Obwohl es dort im Durchschnitt gerade mal einen Zinssatz von mickrigen 0,03 Prozent gibt. Nur ein Viertel der Deutschen gibt Aktien, Anleihen oder Fonds als eigene Geldanlage an.

Männer legen ihr Geld besser an

Erschreckend ist zudem, dass fast jeder Fünfte nicht weiß, welche Anlageklasse erfolgreich wirtschaftet. Hier wird auch ein erheblicher Unterschied zwischen den Geschlechtern deutlich. So gibt jede vierte Frau an, die renditeorientierteste Anlageform nicht zu kennen, bei den Männern ist es hingegen nur jeder Zehnte. 57 Prozent der Männer schätzen Aktien als Renditebringer ein, bei den Frauen sind es nur 27 Prozent. Beim Geld anlegen haben Männer also offenbar immer noch die Nase vorn.

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