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Demographie | 28.5.2020 Drucken

Neue App für Jugendliche

Wie schließe ich einen Mietvertrag ab? Wie sorge ich am besten für mein Alter vor? Was sollte dringend in meinem Ausbildungsvertrag stehen und wie bewerbe ich mich eigentlich richtig?

Diese dringenden Fragen bewegen die Jugendlichen von heute. Das Problem dabei: In der Schule wird solch ein Praxiswissen kaum behandelt. Wenn dann die großen Lebensentscheidungen anstehen, sind viele Jüngere erst mal ratlos. Eine bald erscheinende App soll dem nun Abhilfe schaffen. Style your future heißt die neue Schülerinitiative. Das DIA sprach mit Lehrerin und Content-Entwicklerin Katrin Friedrich.

Neue App für JugendlicheAn welcher Lebenssituation soll die App junge Menschen abholen?

Die App richtet sich an junge Berufseinsteiger, Jugendliche in der Berufsvorbereitung und Auszubildende. Hierbei wollen wir die jungen Menschen genau dann abholen, wenn sie eine Frage haben. Zum Beispiel ergibt sich die Frage „Was sind denn die wichtigen Inhalte eines Ausbildungsvertrags?“ nicht dann, wenn die jungen Menschen in der Schule sitzen, sondern dann, wenn sie den Ausbildungsplatz zugesagt bekommen haben. Dann können sich die jungen Berufseinsteiger just-in-time in unserer App zu ihrem gewünschten Thema informieren. Es findet also „Learning on demand“ statt. Das heißt, die Jugendlichen lernen dann, wenn sich die Frage im Alltag ergibt.

Wie ist die App aufgebaut?

Uns ist es wichtig, audiovisuell zu arbeiten, weil dies die Welt ist, in der sich junge Leute online täglich bewegen. Hierzu gehören neben Videos auch kurze Podcasts, Audiobeiträge und Erklärgrafiken. Zum einen wollen wir Informationen anbieten und zum anderen ist uns der Austausch der jungen Menschen untereinander, also eine interaktive Komponente sehr wichtig. Daher wird die App auch einen Community-Bereich haben, indem alle Mitglieder ihre individuellen Fragen posten können und andere Mitglieder hierauf antworten, Tipps geben oder von eigenen Erfahrungen berichten.

„Wir vermitteln Wissen erst dann, wenn sich die Frage aus dem Alltag ergibt.“

Dabei steht für uns immer das Motto „von Schülern für Schüler“ im Mittelpunkt, weil sich junge Menschen gegenseitig am besten in die Finanz- und Vermögensfragen ihrer Generation hineinversetzen können. Dafür betreiben unsere Schüler eine eigene Homepage, erstellen Erklärvideos und teilen Beiträge auf unseren Social-Media-Kanälen.

Wobei genau hilft die App den Jugendlichen?

Bisher haben wir die folgenden sechs Themenbereiche geplant: einen Ausbildungsplatz finden, Verträge abschließen, ein Bankkonto eröffnen, Versicherungen abschließen, Steuererklärung erstellen und die eigene Altersvorsorge. Zum Thema Altersvorsorge haben wir bereits einige Erklärvideos auf YouTube veröffentlicht und verschiedene multimediale Beiträge auf unserem Instagram-Kanal gepostet. In der App soll es ein Modul zum selbstständigen Lernen geben, in dem sich die Jugendlichen anhand von weiteren Videos über das Thema informieren und ihr Wissen danach anhand von kurzen Multiple-Choice-Tests überprüfen.

„Style your future ist ein gemeinnütziges Projekt.“

Wie finanzieren Sie sich?

Wir haben Style-your-Future in Kooperation mit der gemeinnützigen GmbH „Sparen mit Aktien“ im August 2019 gegründet. Diese unterstützt uns finanziell, zum Beispiel beim Druck von Flyern oder Plakaten für Infoveranstaltungen und bei den Kosten für unsere Homepage. Auch andere Kooperationspartner konnten wir im letzten Jahr gewinnen. Hierzu zählt unter anderem der unabhängige Verbraucherratgeber Finanztip.

Wer erstellt die Inhalte?

Am Friedrich-List Berufskolleg erstellen wir in einem eigenen Differenzierungskurs die Inhalte. Darüber hinaus engagieren sich Schüler der Höheren Berufsfachschule in verschiedenen kleinen Projekten im Fach VWL. Die Idee zu Style-your-Future hatte unser ehemaliger Schulleiter Hermann Hohn gemeinsam mit Heinz Hagel (langjähriger Seminarleiter aus Köln). Beide haben den Kontakt zur „Sparen mit Aktien gGmbH“ hergestellt. Meine beiden Kollegen sprachen mich an, ob wir eine neue Art des Unterrichtens ausprobieren wollen. Ich begleite seit Anfang an das Projekt mit meinen Differenzierungskurs und erstelle gemeinsam mit meinen Schülern multimediale Inhalte, wie Erklärvideos oder Beiträge auf unserer Homepage.

Ist die App schon auf dem Markt?

Nein, bisher befinden wir uns noch in der Planungsphase und wollen zunächst einen ersten Prototyp entwickeln. Leider hat auch uns die Corona-Pandemie ausgebremst, aber wir freuen uns darauf, zu Beginn des neuen Schuljahrs mit unseren Schülern richtig loszulegen.

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