Nachricht an die Redaktion

Ihre Nachricht an uns


Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

Vorsorgemappe

Newsletter abonnieren & kostenlose Vorsorgemappe anfordern.

DIA Update

Abonnieren Sie den kostenlosen
Newsletter des DIA.

Demographie

In die Zukunft geschaut: So altert und schrumpft unser Land.

Demographie | 22.1.2021 Drucken

Bevölkerung: Erstmals kein Anstieg seit 2011

In Deutschland lebten Ende 2020 etwa 83,2 Millionen Menschen. Damit ist der seit einigen Jahren anhaltende Anstieg der Bevölkerung erst einmal unterbrochen.

Nach jüngsten Schätzungen des Statistischen Bundesamts hat die Bevölkerung in Deutschland im vergangenen Jahr erstmals seit 2011 nicht zugenommen.

Bevölkerung

Gründe für diese Entwicklung sieht die Behörde vornehmlich in einer geringeren Zuwanderung sowie weniger Geburten. Dazu kommen voraussichtlich gegenüber 2019 gestiegene Sterbefallzahlen, auch aufgrund der Corona-Pandemie. Gerade zum Jahresende war eine spürbare Erhöhung der Todesfälle zu verzeichnen, wie auch die täglich durch das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlichten Zahlen zeigten. Endgültige Bevölkerungsdaten für das Jahr 2020 werden im Sommer 2021 publiziert.

Zuwanderung ging zurück

Dass die Bevölkerungszahl mit Ausnahme einiger Jahre tendenziell bereits seit drei Jahrzehnten überwiegend stieg, lag an einer über viele Jahre anhaltenden Zuwanderung. Ohne sie hätte die Bevölkerungszahl bereits seit 1972 abgenommen. 2020 fiel der positive Wanderungssaldo jedoch deutlich geringer aus. Für das vergangene Jahr wird der Saldo aus Zu- und Fortzügen mit einem Plus zwischen 180.000 bis zu 240.000 Personen angesetzt. 2019 lag dieser Wert noch bei etwa 327.000 Personen. Den bisherigen Höchstwert brachte das Jahr 2015 – Stichwort Flüchtlingskrise – mit rund 1,14 Millionen Menschen. Anschließend nahm der Zuwanderungssaldo aber Jahr für Jahr wieder ab. Auch dafür spielten im Jahr 2020 die Pandemie, wirtschaftliche Situation, Reisebeschränkungen und eine restriktivere Zuwanderungspolitik eine maßgebliche Rolle.

Weniger Geburten und mehr Sterbefälle

Für 2020 geht die Schätzung von 755.000 bis 775.000 Geburten aus. Demgegenüber rechnen die Statistiker mit mindestens 980.000 Sterbefällen. Aus beiden Schätzwerten ergibt sich somit für 2020 ein Geburtendefizit. Es beträgt mindestens 205.000. Im Jahr 2019 lag die Zahl der Geborenen bei 778.090 und die Zahl der Gestorbenen bei 939.520. Das ergab für 2019 ein deutlich kleineres Geburtendefizit von 161.430 Personen.

Bevölkerungszahl verrringert sich weiter

In seiner Bevölkerungsvorausberechnung nimmt das Statistische Bundesamt an, dass in rund 20 Jahren die Bevölkerungszahl bei 82,1 Millionen ankommt. Zugleich geht diese Entwicklung mit einer weiteren Alterung der Gesellschaft einher. So wird ein gutes Viertel der Bevölkerung in Deutschland, 21,4 Millionen, im Jahr 2040 dann 67 Jahre oder älter sein. Noch zwei Jahrzehnte weiter vorausgeschaut hat das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB). Nach dessen Hochrechnungen wird sich bis zum Jahr 2060 die Bevölkerungszahl noch weiter verringern. Dann könnten den Demoskopen zufolge in Deutschland voraussichtlich nur noch zwischen 77 bis 78 Millionen Menschen leben.

Nachricht an die Redaktion

Senden Sie Hinweise, Lob oder Tadel zu diesem Artikel an die DIA Redaktion.

Nachricht an die Redaktion

Haben Sie Anmerkungen oder Fragen zu diesem Beitrag? Schreiben Sie uns gern! Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Ihre Nachricht an uns


Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

Artikel teilen

Ihre Nachricht am den Empfänger (optional)
Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

Ausgewählte Artikel zum Thema
Umzug

Umzug im Alter - eher unwahrscheinlich

Mit zunehmendem Alter sinkt die Bereitschaft zum Wohnortwechsel, obwohl ein Umzug nicht selten ratsam wäre. Über die Zeit ändern sich die Verhältnisse. Die Kinder gehen aus dem Haus. Die Wohnung ist größer als nötig. Das Eigenheim im Grünen von urbaner Infrastruktur entfernter als früher wahrgenommen. Es gibt im Alter eine Reihe von Gründen, noch einmal […]

Artikel lesen

Lebenserwartung: Länger leben in Süddeutschland

In Deutschland werden die Menschen je nach Wohnort oder Region unterschiedlich alt. Differenzen von mehr als fünf Jahren dokumentiert eine Auswertung der durchschnittlichen Lebenserwartung in allen 402 Kreisen. Sie führt auch einige Ursachen an. Nach Berechnungen des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung Rostock (MPIDR) gibt es beim Vergleich der durchschnittlichen Lebenserwartung im Osten mehr Landkreise mit […]

Artikel lesen

Weniger Menschen ziehen in die Städte

Durch hohe Mieten sind Städte weit weniger attraktiv, als es noch vor einigen Jahren der Fall war. Trotz der vielen urbanen Arbeitsplätze lockt es wieder mehr Menschen aufs Land. Pro Jahr ziehen drei Prozent aller Deutschen innerhalb der Ländergrenzen um. Besonders die unter 30-Jährigen sind für die interne Migration verantwortlich. Erstaunlich dabei: der Zuzug in […]

Artikel lesen