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Private Altersvorsorge

In die eigenen Hände genommen: So schließt sich die Rentenlücke.

Private Altersvorsorge | 1.8.2018 Drucken

Falsche Furcht vor Aktien in der Altersvorsorge

Die Mehrheit der Deutschen erkennt nicht, dass Aktien sich trotz ihrer zum Teil heftigen Kursschwankungen gut für die Altersvorsorge eignen.

Das zeigt die jüngste Umfrage im DIA Deutschland-Trend des Deutschen Instituts für Altersvorsorge.

Nur 29 Prozent der Befragten stimmten darin der Feststellung zu, dass es wegen der Kurzfristigkeit der Schwankungen von Aktien sinnvoll ist, für die Altersvorsorge längerfristig in Aktien und Aktienfonds zu investieren. 27 Prozent lehnten diese Feststellung ab. Gleichzeitig gaben 31 Prozent an, dass sie dazu keine Antwort wissen.  Dabei trieben vor allem die Männer die Zustimmung nach oben. So sahen 37 Prozent der männlichen Befragten in den kurzfristigen Schwankungen keinen Hinderungsgrund für eine langfristige Altersvorsorgeanlage. Unter den weiblichen waren es nur 21 Prozent.

Lange Anlagedauer schützt vor Verlusten

Die Umfrage zeigte einmal mehr: Der geringe Einfluss kurzfristiger Kursveränderungen bei langen Anlagefristen ist nur etwa einem knappen Drittel der Deutschen klar. Beim Sparkapital für die Altersvorsorge vergehen oft mehrere Jahrzehnte, bis auf das angesammelte Kapital zurückgegriffen wird. Daher spielen zwischenzeitliche Schwankungen nur eine geringe Rolle. Bereits nach 11 Jahren, das zeigen die Statistiken der Vergangenheit, war zum Beispiel mit den Aktien des Deutschen Aktienindex DAX in keinerlei Anlagezeitraum ein Verlust zu verzeichnen. Die Sparphase für die Altersvorsorge dauert aber, wenn sie rechtzeitig begonnen wird, 20 oder 30 Jahre oder noch mehr.

Jüngere sind aufgeschlossener als Ältere

Unter den Jüngeren scheint sich diese Einsicht besser zu verbreiten als unter den Älteren. In der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen sind nämlich nur 18 Prozent nicht der Meinung, dass eine langfristige Anlage als probate Medizin gegen die kurzfristigen Schwankungen wirkt. In der Gruppe der 65-Jährigen und Älteren stellen sich mit 35 Prozent doppelt so viele gegen diese Feststellung. Mit steigendem Einkommen herrscht immerhin mehr Kenntnis über die Auswirkungen von Kursschwankungen. Ab einem monatlichen Einkommen von 3.000 Euro und mehr stimmen über 40 Prozent der These zu, dass langfristige Investitionen in Aktien und Aktienfonds wegen der kurzfristigen Schwankungen sinnvoll sind. Wahrscheinlich hat der ein oder andere Befragte in den höheren Einkommensklassen auch schon Erfahrungen mit der Aktienanlage gesammelt.

Nach wie vor erheblicher Aufklärungsbedarf

Besonders große Unkenntnis über die Aktienanlage herrscht offenkundig in den unteren Einkommensklassen. So antworteten 44 Prozent der Befragten mit einem Monatseinkommen von bis zu 1.000 Euro mit „weiß nicht“. Ein derart hoher Anteil von Unbestimmtheit – weitere zwölf Prozent in dieser Gruppe machten überhaupt keine Angabe – ist bei Umfragen höchst selten. Der Finanzwirtschaft und den Beratern der Sparer ist es offenkundig bislang nur ungenügend gelungen, über die Vorzüge der Aktienanlage aufzuklären.

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