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Kapitalmärkte und Kapitalanlagen

Die Börse im Blick: So wird investiert.

Kapitalmärkte und Kapitalanlagen | 26.8.2017 Drucken

Was bringen Edelmetalle im Depot?

Gold und auch Silber üben eine eigenartige Faszination auf Menschen aus. Schon immer waren Edelmetalle ebenso Spekulationsobjekt wie Sicherheit für schlimme Zeiten. Diese Funktionen können sie auch heute noch wahrnehmen.

Gold bringt keine Dividende, ist nur etwas für faule Zähne und kostet in der Aufbewahrung. Alles Argumente, die gegen ein Investment in Gold angeführt werden. Ja, als Anlageklasse ist Gold keine Wahl. Wer Geld verdienen möchte, sollte anderenorts suchen. Eventuell bei den anderen Edelmetallen.

Der Goldpreis ist weitgehend unabhängig von Konjunktur oder Zinsen, entzieht sich aber wegen seines hohen emotionalen Anteils aber auch jeder Prognose. Das liegt daran, dass Gold keine Funktion in der Wirtschaft, in der Produktion zukommt. Einzig seine Funktion als sicherer Hafen in Krisenzeiten, als Währung der letzten Instanz, lässt sich heranziehen, um den Wert des Metalls zu messen. Das sieht bei den anderen Edelmetallen schon etwas anders aus.

Silber, mehr aber noch Platin und Palladium, werden in der Industrie eingesetzt. Vor allem die Automobilindustrie benötigt große Mengen davon für Katalysatoren. Platin wird in den Kats der Dieselfahrzeuge verwendet, Palladium bei den Benzinern. Kein Wunder also, dass sich die Preise im Dieselskandal sehr unterschiedlich entwickelt haben. Platin hat viel an Wert verloren und ist mittlerweile sogar billiger als Gold. Palladium dagegen hat einen sprunghaften Anstieg hinter sich. Ein Zwitter ist Silber, das zwar in der Industrie Verwendung findet, aber auch als Schmuck- oder Besteckmetall – also aus emotionalen Motiven – nachgefragt wird.

In Krisenzeiten ist Gold ein sicherer Hafen

Wer also eine Meinung zur Konjunktur hat, namentlich zur Autokonjunktur, kann mit Edelmetallen durchaus spekulieren wie mit anderen Rohstoffen auch. Läuft die Konjunktur gut, steigt die Nachfrage. Ist die Wirtschaft mau, sinkt sie. Gold entzieht sich dieser Logik.

Zu seinen Stärken zählt der Schutz vor Krisen. Wenn also viele Krisen drohen, wenn die Welt unsicherer wird, dann wird Gold zum gefragten Sicherungsschein gegen eine Abwertung oder Entwertung des Papiergeldes. In Papiergeld haben die Menschen so viel Vertrauen wie in ihren Staat oder dessen Notenbank. Wird dieser instabil, läuft die Währung davon bis hin zur Hyperinflation.

Gold, wenn man es denn physisch besitzt, kann in ganz großen Krisen auch als Zahlungsmittel dienen. Wobei dies wieder zwei Themen berührt: Gold, egal ob als Münzen oder Barren, muss aufbewahrt werden und ist im Notfall auch nicht wirklich einfach teilbar, um ein Brötchen zu bezahlen. Doch je kleiner die Stückelung, desto teurer wird Gold. Trotzdem ist die Schutzfunktion des Goldes damit gegeben.

Wer nicht davon ausgeht, dass morgen die Welt untergeht, der kann sich ein wenig Gold anschaffen, um beruhigter zu schlafen. Einen größeren Anteil am Depot sollte es aber nicht haben. Schließlich gilt immer noch: Gold bringt keine Dividende und keinen Zins, wer Geld vermehren möchte, sollte zu echten Anlageklassen greifen.


Uwe Zimmer z-investAb und zu schreiben Experten für das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA), die nicht zum Kernteam gehören. Aber was bedeutet das schon. Gäste empfängt man immer am wärmsten.

Wie Uwe Zimmer. Er ist Geschäftsführer des Vermögensverwalters z-invest GmbH in Köln.

 

 

 

 

 

 


 

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