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    Kapitalmärkte und Kapitalanlagen

    Die Börse im Blick: So wird investiert.

    Kapitalmärkte und Kapitalanlagen | 20.8.2021 Drucken

    Steigende Preise und Nullzins – was nun?

    In Zeiten der toxischen Kombination aus Nullzins und Inflation müssen zukunftsorientierte Anlagestrategien her, um Vermögen zu erhalten und zu mehren. Eine Möglichkeit ist der Einsatz von Dividendentiteln.

    Die Inflationsentwicklung schreitet derzeit massiv voran und das bei anhaltendem Nullzins.

    Um 3,8 Prozent ist die Inflationsrate in Deutschland im Juli nach einer ersten Schätzung im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Schon im Juni war die Rate mit 2,3 Prozent vergleichsweise hoch gewesen. In der Eurozone ist die Inflationsrate im Juli über die Marke von zwei Prozent gestiegen. Im Jahresvergleich legten die Verbraucherpreise um 2,2 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat nach einer ersten Schätzung mitteilte. Dies ist die höchste Inflationsrate seit Oktober 2018. Noch wilder sieht es in den USA aus: Die US-Inflation kletterte mit 5,4 Prozent im Juni auf ein 13-Jahreshoch.

    Sparer im Teufelskreis

    Das bedeutet: Derzeit erleben wir ein Umfeld mit steigenden Preisen bei fortdauernden Nullzinsen. Das wird sich so schnell vermutlich nicht ändern. Ein neuer geldpolitischer Kurs der Europäischen Zentralbank könnte dazu führen, dass die Refinanzierungsfähigkeit von Staaten gefährdet wird. Das könnte Turbulenzen an den Kapitalmärkten zur Folge haben. Für Sparer ist dies ein Teufelskreis. Ohne eine zukunftsorientierte Anlagestrategie ist es kaum möglich, dass sie ihr Kapital dauerhaft erhalten, geschweige denn vermehren.

    Dividendenaktien als Alternative

    Eine Möglichkeit ist der Einsatz von Dividendentiteln. Sie bieten eine sehr gute Ergänzung beispielsweise zu Anleihen-Investments, die nur noch in ambitionierten Risikoklassen ordentliche Kupons aufweisen. Dividendenaktien bleiben letztlich das einzig halbwegs kalkulierbare Instrument, um stabile Cashflows aus einem liquiden Portfolio zu generieren. Die mittel- bis langfristige Perspektive spricht dafür.

    Basisinvestment in konservativen Portfolios

    Vor allem Dividendenfonds sind daher wieder ein wichtiges Basisinvestment für alle konservativ ausgerichteten Portfolios und für jene Investoren, die auf laufende Ausschüttungen angewiesen sind. Historisch ist belegt, dass die Dividende mehr als 50 Prozent an der Aktienperformance ausmacht. Zudem schwanken Dividenden weniger als Kurse, sodass die Dividende als wesentlicher Treiber der Performance wirkt. Die Wachstumsperspektiven gut ausgewählter Dividendentitel sind durch weitere Erholungen der allgemeinen Konjunktur überproportional stark, sodass bestimmte Dividendenkonzepte nach einer Normalisierung sehr rasch die Fünf-Prozent-Marke bei der Dividendenrendite nehmen können.

    Ungewollte Klumpenrisiken mit Indexfonds

    Empfehlenswert sind generell aktiv gemanagte Fonds im Vergleich zu ETFs. Bei den regelmäßig eingesetzten physisch replizierenden ETFs wird ein Index vollständig und genau nach den Anteilen der einzelnen Werte an dem Index nachgebildet. Damit setzen sich Investoren dem Risiko aus, Werte zu kaufen, die sie vielleicht überhaupt nicht wollten. Gerade beim MSCI Welt ist zu beachten, dass dieser mittlerweile zu über 60 Prozent aus USA-Werten besteht und daher eine enorme Abhängigkeit von US-Dollar und US-Aktienmarkt aufweist. Das muss dem Investor klar sein. Er setzt sich möglicherweise Klumpenrisiken aus, die nachteilig sein können.

    Gold als Vermögensschutz

    Eine andere Möglichkeit, das Depot vor negativen Inflationseinschlägen zu schützen, sind Gold-ETFs. Gold zahlt zwar keine Zinsen, aber dafür glänzt es seit über 2000 Jahren in seiner Funktion als Vermögensschutz. Gold-ETF sind mit physischem Gold besichert, bilden die Goldpreisentwicklung ab und stellen rechtlich gesehen Sondervermögen dar. Grundsätzlich bieten sich Gold-ETFs für Anleger an, denen der physische Besitz nicht wichtig ist, sondern die an der Goldpreis-Entwicklung teilhaben und das Depot gegen inflationsbedingte Schwankungen absichern wollen. Eine weitere Möglichkeit sind inflationsgesicherte Anleihen, sogenannte Inflation Linker. Eine inflationsindexierte Anleihe bietet dem Investor Schutz vor dem Inflationsrisiko.

    Gastautor Dyrk Vieten ist Sprecher der Geschäftsführung der unabhängigen Vermögensverwaltung ficon Vermögensmanagement GmbH in Düsseldorf. Weitere Beiträge von ihm und anderen Vermögensverwaltern finden Sie auf www.v-check.de.

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