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Kapitalmärkte und Kapitalanlagen

Die Börse im Blick: So wird investiert.

Kapitalmärkte und Kapitalanlagen | 26.8.2018 Drucken

Künstliche Intelligenz und der Puls der Börse

Gibt es einen wahren Wert von Waren oder Aktien? Das ist eine Frage, die die Menschen seit ewigen Zeiten beschäftigt – und die zum Entstehen von Börsen führte.

Menschen projizieren ihre eigenen Erwartungen an die Zukunft in die Wertermittlung. Computer tun dies nicht. Bringt uns also die Künstliche Intelligenz die Antwort auf die Frage nach dem wahren Wert?

Rechner helfen uns, die Datenmengen zu verarbeiten, aus denen wir Analysen über die Zukunft erstellen. Mehr noch, sie erzeugen einen großen Teil der Daten, die findigen oder weniger findigen Analysten als Grundlage ihrer Arbeit dienen. Schon heute sind Rechner damit eine unverzichtbare Hilfe bei der Einschätzung der wahren Werte von Waren.

Computer haben keine Gefühle

Noch werden die wesentlichen Parameter von Menschen vorgegeben. Die Gewichtungen bestimmter Eigenschaften oder die Ideen zur Zukunft: der eine malt alles rosarot, der andere sieht tiefschwarz. Entsprechend verändern sich die Annahmen über die Chancen und Risiken, die etwa mit einer Aktie verbunden sind. Computer haben diese Gefühle nicht.

Starke Abweichungen in den Erwartungen

Das kann die Börse stärker beeinflussen als viele andere Entwicklungen. Solange zwei Parteien den Zukunftswert einer Ware unterschiedlich einschätzen, sind sie zu einem Geschäft bereit. Die starken Abweichungen in den Erwartungen machen die Schwankungen aus. Heute ist es an der Börse oft so, dass Analysten bei Aktien zu so unterschiedlichen Ergebnissen kommen, dass der eine sie zum Kauf, der andere zum Verkauf empfiehlt.

Sanfter Ruhepuls statt hektischer Fieberkurve?

Emotionslose Rechner kommen alle zum gleichen Ergebnis. Wenn dann auch noch alle auf dieselben Daten zugreifen können, kann es eigentlich keine Abweichung mehr geben. Es wird ein wahrer Wert einer Aktie festgestellt und zu diesem Wert wird ge- und verkauft. Die hektische Fieberkurve der Börse wird sich zu einem sanften Ruhepuls verlangsamen, wo nur noch die Hereingabe neuer Daten zu Neubewertungen führt. Irgendwann sind diese Daten schließlich so vorhersehbar, dass die Charts zur Geraden verkommen.

Eine unrealistische Vorstellung? Vielleicht heute, aber bestimmt nicht für alle Ewigkeit. Wenn künstliche Intelligenz die Menschen in weiteren Anwendungsfeldern unterstützt, werden wir uns von manchen liebgewordenen Sicherheiten verabschieden müssen. Zugegebenermaßen ist es noch ein recht weiter Weg dorthin. Zum Glück auch einer, auf dem sich Geld verdienen lässt – mit den Technologien, die wir entwickeln und zur Anwendungsreife führen. Mit den Unternehmen, die daraus entstehen und über deren Zukunft die Menschen sehr unterschiedliche Vorstellungen haben. Für die deshalb auch ein echter Handel möglich ist.


Uwe Zimmer z-invest

Ab und zu schreiben Experten für das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA), die nicht zum Kernteam gehören. Aber was bedeutet das schon. Gäste empfängt man immer am wärmsten.

Wie Uwe Zimmer. Er ist Geschäftsführer Fundamental Capital GmbH in Köln.

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