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Kapitalmärkte und Kapitalanlagen

Die Börse im Blick: So wird investiert.

Kapitalmärkte und Kapitalanlagen | 20.9.2018 Drucken

Kryptowährungen: Gefangen im eigenen Universum

Bitcoin & Co. zählen zu den am stärksten schwankenden Assets im Markt – und ziehen trotzdem oder gerade deshalb viele Anleger an. Es lässt sich gut verdienen und viel verlieren, aber nicht immer können Gewinne einfach realisiert werden.

Dass eine Kryptowährung einmal fünf oder mehr Prozent in einer Woche steigt oder fällt, ist eher die Regel als die Ausnahme.

Gold BitcoinAusschläge von zehn Prozent und mehr sind noch normal, erst wenn es darüber hinaus geht, wird es berichtenswert. So verlor etwa der Bitcoin in der vergangenen Woche rund elf Prozent. Die zweite große Währung, der Ether, büßte sogar um die 30 Prozent ein. Trotzdem sehen viele Krypto-Trader das noch als normal an.

Was also bei Aktien zu einem Ausverkauf führen würde, wird im Kryptouniversum einfach hingenommen. Noch sind es vor allem die kurzfristig orientierten Trader, die den Markt bestimmen. Auch deshalb natürlich, weil eine echte Analyse der Währungen kaum möglich ist, es mangelt schlichtweg an Fundamentaldaten.

Das heißt nicht, dass langfristige Investoren hier außen vor bleiben sollten. Immerhin liegen die Kurse fast aller Kryptowährungen heute deutlich höher als bei ihrer Ausgabe. Das kann nicht jede Aktie von sich behaupten. Allerdings entsteht durch die Vielzahl der Kryptowährungen mittlerweile ein eigenes Universum, mit eigenen Regeln und eigenen Beschränkungen.

Die Großen machen die Musik

So ist es wichtig zu wissen, dass der Bitcoin zwar die erste und heute noch die größte Währung ist, eine Plattform wie Ethereum aber eine deutlich größere Community aufweist. Der dort verwendete Ether ist die zweitgrößte Kryptowährung. Beide sind die Largs-Caps des Kryptouniversums. Ihre Bewegung ist stilprägend und richtungsbestimmend für viele andere Kryptos. Nicht nur, weil sich viele Anleger an den beiden ganz großen orientieren. Es gibt gerade unter den 1.900 weiteren alternativen Coins viele, die nur über den Umweg über eine der beiden großen Währungen zurück in Euro oder Dollar zu tauschen sind. Das bedeutet aber auch, dass ein Verlust der großen Kryptowährungen gegen den Dollar mehr oder weniger eins zu eins auf die kleinen durchschlägt.

Gewinnmitnahme muss warten

Es sei denn, der Anleger handelt ganz und gar im Kryptouniversum und will zunächst einmal gar nicht in Euro oder Dollar zurücktauschen. Dann sind die Kursbewegungen der kleinen Coins gegenüber den großen relevant, dann entstehen hier Gewinne oder Verluste in Bitcoin oder Ether. Diese Gewinne zu realisieren, ist allerdings nicht sofort möglich. Es gilt der Hoffnungswert: wenn die großen wieder zulegen, wird der Gewinn auszahlbar, vorher steht er auf der Blockchain.


Uwe Zimmer z-investGastautor Uwe Zimmer ist Geschäftsführer Fundamental Capital GmbH in Köln.

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