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Kapitalmärkte und Kapitalanlagen

Die Börse im Blick: So wird investiert.

Kapitalmärkte und Kapitalanlagen | 2.7.2021 Drucken

Kapitalanlage mit dem Philosophenmodell

Es gibt mehrere Wege zu einem globalen Aktienportfolio. Eine Option: das Geld gleichmäßig auf die Weltregionen verteilen. Vermögensverwalter Mirko Kohlbrecher von der Spiekermann & CO AG erklärt im Interview das Vorgehen.

Worin bestehen die Vorteile, eine Anlagesumme zu gleichen Teilen nach dem sogenannten Philosophenmodell in die verschiedenen Regionen zu investieren?

Niemand weiß wirklich, wie sich die Weltwirtschaft in der Zukunft entwickeln wird. Das gilt auch für die einzelnen Weltregionen wie die USA, Europa oder die Schwellenländer. Anleger, die das Geld gleichmäßig darauf verteilen, räumen allen Regionen dieselben Chancen ein. Ich halte das prinzipiell für eine gesunde Philosophie.

Die ETF auf den Weltaktienmarkt investieren rund 60 Prozent in den USA – bedingt durch die Methode der Marktkapitalisierung der Index-Anbieter. Lässt sich das mit diesem Modell umgehen?

Zu je 25 Prozent auf die Regionen aufteilen

Das ist zum Teil möglich. So werden bei diesem Philosophen-Modell im ersten Schritt je 25 Prozent in den USA, Europa, Asien-Pazifik und in den Emerging Markets angelegt. Innerhalb der einzelnen Regionen aber greift wieder die Marktkapitalisierung. So wiegt in der Asien-Pazifik-Region etwa die Samsung-Aktie schwerer als der Rohstoffkonzern BHP.

Der Kauf mehrerer Fonds macht mehr Arbeit als der Kauf eines ETF auf den MSCI All Country World Index (ACWI). Woher weiß ich, dass sich die Mühe lohnt?

Regelmäßiges Rebalancing

Das ist leider nicht möglich, da wir, wie gesagt, die Zukunft nicht kennen. So wird ein ETF auf den ACWI besser laufen als dieses Modell, wenn sich die US-Märkte weiterhin besser entwickeln als der Rest der Welt. Ziehen Europa oder die Emerging Markets stärker an, ist man mit dem Modell der gleichen Anteile besser dran.

Was muss man beim Management eines globalen Aktiendepots mit gleichen Anteilen beachten?

Über die Jahre können sich die Gewichte der einzelnen Regionen verschieben. Ich würde die ETF-Anteile wieder auf 25 Prozent zurücksetzen, wenn ein Fonds mehr als 30 Prozent oder weniger als 20 Prozent des Aktiendepots ausmacht.

Was können Anleger außer diesem Rebalancing noch tun?

Wer über entsprechend viel Bares verfügt, könnte eine Hälfte in den MSCI All Country World Index investieren und die andere Hälfte nach dem Philosophen-Modell anlegen. Auf diese Weise gehört man immer zu den Gewinnern – gleich ob nun die globalen ETF mit dem US-Schwerpunkt vorne liegen oder nicht.  

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