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    Kapitalmärkte und Kapitalanlagen

    Die Börse im Blick: So wird investiert.

    Kapitalmärkte und Kapitalanlagen | 4.10.2021 Drucken

    Aktienanlage im Klimawandel

    Laut Wissenschaftlern ist es noch nicht zu spät, die Erderwärmung aufzuhalten. Dafür muss aber Kapital in Technologien und Innovationen fließen, die Lösungen bieten. Der Reiz für Anleger: sie haben zusätzlich die Chance auf eine attraktive Rendite.  

    Wohl noch nie war der Klimawandel so hautnah spürbar wie in diesem Jahr. Überschwemmungen und Waldbrände in nie dagewesenem Ausmaß – und das mitten in Europa.

    Nachhaltigkeit

    Den Prognosen der Forscher nach dürften solche extremen Wetterereignisse eher zunehmen. Die Mehrheit an wissenschaftlichen Studien zu diesem Thema geht davon aus, dass wir bis Ende dieses Jahrhunderts auf eine Erwärmung von 3,6 Grad zusteuern – wenn wir nichts dagegen unternehmen. Das läge deutlich über dem beim Pariser Gipfel vereinbarten Zwei-Grad-Ziel.

    Ausweglos aber ist die Situation nicht. Das beweist ein Klima-Szenario-Simulator, der auf eine Initiative der MIT Sloan Business School in Cambridge zurückgeht. Dort gibt es 18 verschiedene Handlungsfelder wie Energieversorgung, Transport und Verkehr oder Aufforstung und entsprechende Stellhebel. Würde demnach zum Beispiel der Preis pro ausgestoßener Tonne CO2 auf 120 Dollar erhöht werden, dann würde dies den Temperaturanstieg auf 2,8 statt 3,6 Grad begrenzen.

    Anleger sollten sich auf verstärkte Regularien einstellen

    Dies erscheint viel, da ein EU-Emissionszertifikat derzeit bei rund 25 Euro notiert. In Schweden aber liegt der Preis bereits heute bei umgerechnet 115 Euro. Für Anleger sind solche Informationen wichtig. „Sie sollten davon ausgehen, dass es in den kommenden Jahren verstärkte Regularien und politische Maßnahmen geben wird, wie eben eine höhere Bepreisung des CO2-Ausstoßes“, sagt Stephan Albrech von der Albrech & Cie Vermögensverwaltung. „Bei Unternehmen, die sich nicht darauf einstellen, werden die Kosten steigen.“

    Andersherum formuliert: „Es macht für Anleger Sinn, sich auf Aktien von Firmen zu konzentrieren, die etwas gegen den Klimawandel unternehmen, die zukunftsorientiert sind und Innovationen entwickeln“, so Albrech weiter. Für Vermögensverwalter Dyrk Vieten stehen dabei beispielsweise Unternehmen aus dem Energiesektor im Fokus. „Egal ob Stadtentwicklung, Immobilien oder Verkehr, Energieeffizienz und emissionsarme oder klimaneutrale Energieträger sind die Zukunft und unabdingbar im Kampf gegen den Klimawandel“, ist er überzeugt.

    Wasserstoff weckt große Hoffnungen

    Ein Beispiel ist Wasserstoff. „Er ist sauber, sicher und nahezu unbegrenzt verfügbar. Die jährlich mit Wasserstoff erzielten Umsätze könnten laut dem Hydrogen Council bis 2050 auf 2,5 Billionen US-Dollar steigen“, so Vieten. Deshalb könne es sich lohnen, Unternehmen wie ITM Power zu beobachten. Die Firma stellt integrierte Wasserstoff-Energieanlagen her und ist unter anderem auf Wasserstoff für Brennstoffzellenprodukte spezialisiert.

    Ein anderes Beispiel ist PowerCell AB, eine schwedische Firma, die Brennstoffzellen für die Stromerzeugung entwickelt, die nur minimale Auswirkungen auf die Umwelt haben. „Oder der Dax-Konzern Linde, der bei Wasserstoff die gesamte Wertschöpfungskette von der Produktion über die Speicherung bis hin zum Vertrieb abdeckt“, sagt Vieten.

    Nachhaltigkeit ist nicht alles

    Ebenfalls ein spannender Bereich ist die Gebäudeeffizienz. Hier können Firmen wie Sto oder Steico interessant sein, die auf Gebäudedämmung spezialisiert sind. Ein anderes Beispiel ist Wacker Neuson. „Wir haben das Familienunternehmen in unsere Kundenportfolios genommen, da es als Baumaschinenhersteller nicht nur von den staatlichen Infrastrukturmaßnahmen profitiert, sondern auch emissionsfreie Baustellen anbietet“, sagt er.

    Es sind solche Unternehmen, die von den zu erwartenden Maßnahmen, die dem Klimawandel entgegenwirken sollen, profitieren könnten. Allerdings sollte niemand blind auf diese Firmen setzen. „Nachhaltigkeit muss auch mit gesunden Fundamentaldaten, einer angemessenen Bewertung und guten Wachstumsaussichten einhergehen“, sagt Albrech.

    Wacker Neuson zum Beispiel weist auf Zehn-Jahres-Sicht ein Umsatzwachstum von sieben Prozent pro Jahr auf. Das Unternehmen ist im Branchenvergleich günstig bewertet, bietet aktuell eine Dividendenrendite von etwa 2,6 Prozent und hat zudem Wachstumspotenzial in Asien und den USA. Damit ist die Firma ein gutes Beispiel dafür, wie Anleger ihr Geld im Kampf gegen den Klimawandel einsetzen können, zugleich aber die Chance haben, damit langfristig Erträge zu erzielen.

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