Nachricht an die Redaktion

    Ihre Nachricht an uns


    Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

    Vorsorgemappe

    Newsletter abonnieren & kostenlose Vorsorgemappe anfordern.

    DIA Update

    Abonnieren Sie den kostenlosen
    Newsletter des DIA.

    Kapitalmärkte und Kapitalanlagen

    Die Börse im Blick: So wird investiert.

    Kapitalmärkte und Kapitalanlagen | 3.9.2021 Drucken

    Wandelanleihen als Brücke im Wertpapierdepot

    Wandelanleihen gehören als Beimischung in jedes ordentliche Wertpapierdepot, meint Burkhard Wagner von der Partners Vermögensmanagement AG in München. Im Interview erläutert er die Gründe dafür.

    Ihre Vermögensverwaltung befasst sich seit Jahren mit dem Thema Wandelanleihen. Können Sie kurz auf den Punkt bringen, warum?

    Die sogenannten Wandler haben ein sehr interessantes Rendite-Risiko-Profil. Wenn der Aktienmarkt steigt, machen Wandelanleihen dies großteils mit.

    Was passiert, wenn er sinkt?

    Dann verfügen sie wegen ihres Anleihe-Charakters über einen Puffer gegen den Abschwung, den sogenannten Bond Floor.

    Ist dieses vorteilhafte Profil der Wandelanleihen immer gleich stark ausgeprägt?

    Nein, das nicht. Aktuell halten wir den Markt der Wandler für ausgereizt. Das liegt zum einen am fortgeschrittenen Niveau der Aktienmärkte. Zum anderen gibt es zu wenige Anleihen mit einer attraktiven Verzinsung.

    Was kann dadurch passieren?

    Wenn die Aktienmärkte ein Stück in die Knie gehen, können Wandelanleihen wegen der niedrigen Verzinsung den Abschwung nur unzureichend abpuffern. Bei einer nennenswerten Aktienkorrektur glauben wir, dass der Markt für globale Wandelanleihen zehn bis zwölf Prozent nachgeben wird.

    Korrektur am Aktienmarkt abwarten

    Was wäre der Rat für Anleger, die über Wandelanleihen nachdenken?

    Ein Investment in Wandler ist aus unserer Sicht als Beimischung für fast jedes Depot sinnvoll. Doch sollten Anleger erst eine Korrektur am Aktienmarkt abwarten, bevor sie mit einer größeren Summe einsteigen.

    Apropos „einsteigen“: Können Privatanleger einzelne Wandelanleihen kaufen?

    Prinzipiell ist das möglich, aber nicht ratsam. Einerseits fällt pro Anleihe oft eine Mindestsumme von 50.000 Euro an. Andererseits braucht es bei dieser Anlageklasse sehr viel Fachwissen, über das selbst nicht jeder Finanzprofi verfügt.

    Dann bleiben also nur Fonds?

    Ja, das ist so. Wobei es nach unserer Erfahrung viele Fonds nicht schaffen, ihre Benchmark zu schlagen. Dieser Vergleichsmaßstab ist in vielen Fällen der Global Convertible Bond Index, sprich der Index für weltweite Wandelanleihen.

    ETF schnitten besser ab als aktiv verwaltete Fonds

    Auf den gibt es hoffentlich einen ETF…

    Inzwischen sogar zwei, einen mit Währungsabsicherung für Euro-Anleger und einen ETF ohne diese Absicherung. Meines Wissens haben diese Produkte viele vergleichbare aktiv verwaltete Fonds in den letzten drei Jahren geschlagen.

    Also einen ETF auf Wandelanleihen kaufen – und alles ist gut?

    Wer es einfach halten will, kann so vorgehen. Bei größeren Summen indes würde ich eher zur Kombination eines ETF mit einem hervorragenden aktiv verwalteten Fonds tendieren.

    Noch eine Frage: Warum gehören Wandelanleihen ins Depot?

    Wandler stellen eine Brücke dar zwischen dem offensiven Depotteil (Aktien) und dem defensiven Anteil (Staatsanleihen, Gold). Je nach der ökonomischen Lage spielen sie eher ihr offensives oder defensives Potenzial aus. Das ist sozusagen ein automatisches und erfolgreiches Markt-Timing.

    Nachricht an die Redaktion

    Senden Sie Hinweise, Lob oder Tadel zu diesem Artikel an die DIA Redaktion.

    Nachricht an die Redaktion

    Haben Sie Anmerkungen oder Fragen zu diesem Beitrag? Schreiben Sie uns gern! Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

      Ihre Nachricht an uns


      Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

      Artikel teilen

        Ihre Nachricht am den Empfänger (optional)
        Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

        Ausgewählte Artikel zum Thema

        Wandelanleihen: Rendite mit Risikopuffer

        Mit Anleihen ist kaum noch was zu holen. Sichere Staatsanleihen rentieren negativ. Hochwertige Firmenbonds bieten nur ein mageres Auskommen. Doch da gibt es noch Wandelanleihen. Diese Papiere kombinieren aktienähnliche Renditen mit dem Risikopuffer von Anleihen. Klingt zu schön, um wahr zu sein? Die Wertentwicklung der Fonds und ETF mit Wandelanleihen spricht eine andere Sprache. Wandelanleihen […]

        Artikel lesen
        Inflation

        Mehrheit rechnet mit anhaltend höherer Inflation

        Die Deutschen machen sich angesichts der in den letzten Monaten stark gestiegenen Geldentwertung keine Illusionen. Nur wenige halten sie für eine vorübergehende Erscheinung. Das ergab der jüngste DIA-Deutschland-Trend. Er erfragte die Erwartungen zur Inflation in den kommenden Jahren. Nach den Erhebungen, die das Meinungsforschungsinstitut INSA im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) vornahm, geht […]

        Artikel lesen
        Digitalisierung

        Anlagechancen im Schatten der Megatrends

        Wegen der Pandemie und der Diskussion um das Wiederaufleben der Inflation werden andere wichtige Themen derzeit von den Medien und den Investoren verdrängt. Gemeint ist eine Reihe neuer Anwendungen in Wirtschaft und Gesellschaft, die unser Leben in den nächsten Jahren stark prägen werden und die fast gleichzeitig auf den Markt stoßen, aber im Schatten der […]

        Artikel lesen