Nachricht an die Redaktion

Ihre Nachricht an uns


Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

Vorsorgemappe

Newsletter abonnieren & kostenlose Vorsorgemappe anfordern.

DIA Update

Abonnieren Sie den kostenlosen
Newsletter des DIA.

Einkommen & Vermögen

Rund ums liebe Geld: So viel wird verdient.

Einkommen & Vermögen | 14.6.2021 Drucken

Einkommen in der Pandemie weniger ungleich

Beim Haushaltsnettoeinkommen hat die Corona-Pandemie dafür gesorgt, dass – zumindest temporär – die Einkommensungleichheit zurückging.

Wie die Ergebnisse einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaft (DIW) zeigen, ist die Ungleichheit vor allem deshalb geschrumpft, weil wegen der Einschränkungen während der Pandemie viele Selbstständige reduzierte Einkommen bezogen. Insgesamt verharrt die Einkommensungleichheit allerdings auf einem hohen Niveau.

Einkommen in der Pandemie

Ein ähnliches Szenario war bereits während der Finanzkrise beobachtet worden. Die Einkommen der oberen Hälfte der Einkommensverteilung sanken stärker als die der unteren Lohngruppen. Das führte letztlich dazu, dass sich die Lücke zwischen beiden Kohorten verringerte. Für seine Auswertung hat Studienautor Markus M. Grabka im Rahmen einer Sondererhebung des Sozio-oekonomischen Panels Zahlen für den Zeitraum des zweiten Lockdowns im Jahr 2020 im Vergleich zu 2019 herangezogen.

Selbstständige verdienten weniger

Die Eindämmungsmaßnahmen während der Corona-Pandemie haben insbesondere Selbstständigen Einkommensverluste beschert. Das Defizit betrug durchschnittlich 460 Euro beziehungsweise minus 16 Prozent. Dagegen stiegen die Einkommen von Angestellten- und Beamtenhaushalten nominal um fünf Prozent. In den anderen betrachteten Haushaltstypen gab es keine größeren Einkommensänderungen. Da allerdings Selbstständige vor allem in der oberen Hälfte der Einkommensverteilung zu finden sind und andere Berufsgruppen in ihren Einkommen im Durchschnitt weitestgehend stabil blieben oder sogar zulegen konnten, hat sich somit die allgemeine Einkommensungleichheit im zweiten Lockdown im Vergleich zu 2019 verringert. So fiel der für die Einkommensungleichheit herangezogene Gini-Koeffizient von 0,29 auf 0,27. Damit liegt Deutschland etwas unter dem Durchschnitt aller OECD-Staaten mit einem Vergleichswert von 0,31.

Nur Momentaufnahme, keine langfristige Vorhersage

Allerdings könnten die Folgen der Pandemie, Insolvenzen, Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit, noch zu deutlichen Veränderungen führen. Damit verbundene Gefahren sieht auch der Studienautor: „Die sinkende Ungleichheit ist allerdings nur eine Momentaufnahme. Zieht sich die Pandemie noch weit in das Jahr hinein und verschärfen sich die Eindämmungsmaßnahmen noch einmal, könnte dies mit steigenden Insolvenzzahlen und zunehmender Arbeitslosigkeit einhergehen und auch die Einkommenssituation in der Breite treffen“. Um dies möglichst zu verhindern, sollte laut Autor die Politik auf der einen Seite möglichst zielgenau Selbstständige und mittelständische Unternehmen finanziell unterstützen. Auf der anderen Seite wünscht sich der Autor, dass “mit weiteren Anstrengungen der Niedriglohnbereich verkleinert werden könnte.“

Nachricht an die Redaktion

Senden Sie Hinweise, Lob oder Tadel zu diesem Artikel an die DIA Redaktion.

Nachricht an die Redaktion

Haben Sie Anmerkungen oder Fragen zu diesem Beitrag? Schreiben Sie uns gern! Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Ihre Nachricht an uns


Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

Artikel teilen

Ihre Nachricht am den Empfänger (optional)
Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

Ausgewählte Artikel zum Thema
Frauen Männer Gleichberechtigung

Gender Pay Gap: Frauen haben das Nachsehen

Je größer die Erwerbsbeteiligung von Frauen ist, desto höher fällt tendenziell die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern aus. Das zeigt eine DIW-Studie zum Gender Pay Gap in Europa. Diese aktuelle Auswertung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) belegt, dass der Gender Pay Gap in Deutschland besonders gravierend ist. Insbesondere im Vergleich zu nordeuropäischen Staaten […]

Artikel lesen

Gehaltsreport: Wer wo wie viel verdient

Ein Gehaltsreport zeigt, wer in welchen Regionen, Branchen und Positionen wie viel Einkommen erzielt. Im Durchschnitt beträgt das Bruttogehalt in Deutschland rund 57.000 Euro im Jahr. Der vom Personaldienstleister StepStone jüngst veröffentlichte „Gehaltsreport 2021“ macht deutlich, welche Unterschiede es hierzulande bei den Einkommen gibt und wie zufrieden die Menschen damit sind. Erwartungsgemäß zählen Ärzte, Juristen, […]

Artikel lesen
Wohnen im Alter

Corona macht Senioren sensibler

Angst vor dem Altersheim, Umgang mit dem Erbe, Liquidität als Sicherheit. Die Corona-Pandemie sensibilisiert gerade Senioren für einige Themen besonders. Das zeigt eine repräsentative Studie unter mehr als 1.000 Senioren. In Auftrag gegeben wurde sie von der DEGIV, der Gesellschaft für Immobilienverrentung. „Die Corona-Krise hat ältere Menschen dazu bewegt, sich vermehrt mit essentiellen Lebensfragen zu […]

Artikel lesen