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    Demographie

    In die Zukunft geschaut: So altert und schrumpft unser Land.

    Demographie | 14.4.2021 Drucken

    Corona trifft sozial Schwache stärker

    Der soziale Status spielt eine große Rolle, ob wir uns mit Corona anstecken oder nicht. Insgesamt trifft das Virus eher sozial schwache Menschen, wie eine neue Studie zeigt.

    Zu Beginn der Pandemie erreichte die erste Welle verstärkt wohlhabende Landkreise in Süddeutschland. Mittlerweile sind Corona-Erkrankungen verstärkt in ärmeren Kreisen vorzufinden. Das gilt sowohl in der Stadt als auch auf dem Land.

    Corona trifft sozial Schwache stärker

    Das belegt eine aktuelle Studie des Rostocker Zentrums zur Erforschung des demografischen Wandels. Da es in Deutschland keine Daten zum sozioökonomischen Status der Infizierten gibt, griffen die Wissenschaftler auf verschiedene regionale Indikatoren und Karten zur Raum- und Stadtentwicklung zurück. Dieser sogenannte INKAR-Datensatz umfasst Angaben zu Demografie, Einkommen, Bildung, Armut, Geografie, Religion und Migration. Die Angaben verglichen die Forscher im Anschluss mit den Fallzahlen des Robert Koch-Instituts. Nach den Studienergebnissen waren in der ersten Phase der Pandemie überwiegend westdeutsche Kreise mit einem hohen Anteil an Katholiken betroffen. Das Virus verbreitete sich vorwiegend in wohlhabenden Landkreisen im Süden, die nah am Hotspot Ischgl lagen. Die Gruppe der Infizierten bestand anfangs aus Menschen mit einem hohen Sozialstatus. Sie gehören zu den mobilsten Gruppen und weisen durch die erhöhte Reiseaktivität somit auch ein größeres Ansteckungsrisiko auf.

    Corona verschob sich von den Wohlhabenden auf sozial Schwächere

    Im weiteren Verlauf der Pandemie kam es zu einer Verschiebung der Infektionsherde auf ärmere Bevölkerungsgruppen. Zuvor beobachteten die Forscher diese Entwicklung hauptsächlich in größeren Städten, wo sich aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte das Virus besonders schnell verbreitete. Mittlerweile zeigt sich der Trend auch verstärkt in den ländlichen ärmeren Kreisen Deutschlands. Lagen die Corona-Hotspots zu Beginn also noch in wohlhabenden Skiorten und Karnevalsfeiern, traten sie später verstärkt in Pflegeheimen, Schlachthöfen und Niedriglohn-Betrieben auf. Also dort, wo eher Personen mit einem niedrigeren sozioökonomischen Status arbeiten. Problematisch dabei ist, dass die Infiziertenzahlen zu Beginn der Pandemie verhältnismäßig gering ausfielen und erst im späteren Verlauf rasant anstiegen.

    Somit sind bedeutend mehr sozial schwächer gestellte Menschen von Corona betroffen als wohlhabendere Gruppen. Das Virus trifft folglich, wie viele andere Krankheiten, vermehrt Personen mit einem niedrigen Sozialstatus. Oft leben sie in dicht besiedelten Gebieten, können nicht von zu Hause aus arbeiten, haben einen schlechteren Zugang zu Informationen und sind gesundheitlich benachteiligt.

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