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Demographie | 13.3.2021 Drucken

Corona macht uns alle einsamer

Eine Studie bestätigt, dass die Pandemie die Einsamkeitsquoten in die Höhe treibt. Es sind alle untersuchten Altersgruppen gleichermaßen betroffen.

Jede siebente Person ab 46 Jahren fühlt sich derzeit einsam. Das sind 1,5 Mal so viele wie in den Jahren vor der Pandemie.

Corona macht uns alle einsamer

Das zeigt eine aktuelle Studie des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA), die in der zweiten Jahreshälfte 2020 Personen zwischen 46 und 90 Jahren befragte, ob sie sich einsamer fühlten. Ergebnis: Ja, das Einsamkeitsempfinden war deutlich höher als zwischen 2014 und 2017. Im Sommer lag der Anteil sehr einsamer Menschen bei knapp 14 Prozent und damit 1,5 Mal höher als in den Vorjahren. Zudem sind unterschiedliche Bevölkerungsschichten identisch betroffen. Ob Mann oder Frau, alt oder jung, hochgebildet oder nicht: In der Krise sind alle Gruppen gleichermaßen einsamer geworden. Auch haben ältere Menschen durch die Pandemie kein höheres Risiko zu vereinsamen als jüngere.

Einsamkeit macht krank

Seit einem Jahr dauern nun mittlerweile die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus an. Die meisten haben seitdem deutlich weniger Austausch mit anderen Menschen. So fehlt durch das Home-Office der persönliche Austausch mit den Kollegen. Auch ein Treffen mit der Sportfreundin entfällt, weil das Fitnesscenter geschlossen ist. Oma und Oma mit den Kindern zu besuchen, versuchen Eltern möglichst zu vermeiden. Kontaktbeschränkungen und geschlossene Geschäfte verhindern ebenso Begegnungen mit anderen Menschen. Ob mit oder ohne Lockdown: Die Pandemie führt zu deutlich weniger sozialen Kontakten und macht uns einsamer.

Das kann schwerwiegende Folgen für die mentale und körperliche Gesundheit haben, erläutern die Studienautoren. So erkranken mehr Menschen an Depressionen. Je länger der Einzelne in ein psychisches Loch gerät, umso schwerer fällt es, sich aus eigener Kraft aus diesem Tief zu befreien. Bei Älteren erhöht sich mit einer wachsenden Einsamkeitsquote das Demenzrisiko. Durch die Krise kommt es zusätzlich zu mehr häuslicher Gewalt gegenüber Frauen und Kindern. Der mentale Zustand der Betroffenen verschlechtert sich dadurch weiter. Hinzu kommt die Problematik, dass Einsamkeit als Bedrohung gesellschaftlich oft nicht ernst genommen wird und sich Betroffene schämen, darüber zu sprechen.

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