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    Betriebliche Altersversorgung

    Gemeinsam in einem Boot: So trägt der Arbeitgeber zur Rente bei.

    Betriebliche Altersversorgung | 3.2.2022 Drucken

    Ersetzt der Bot künftig den Berater?

    Digitale Prozesse laufen effizienter und transparenter ab. Das gilt auch für die betriebliche Altersversorgung. Doch wie weit kann in diesem Bereich die Digitalisierung gehen?

    Ersetzt zukünftig vielleicht sogar ein Bot die persönliche Beratung? Mathias Nolle, Leiter Operations & Services beim Consultingunternehmen Longial, berichtet von den Erfahrungen und Perspektiven beim Einsatz digitaler Tools in der bAV-Beratung.

    Stehen die Daten rund um die bAV digitalisiert zur Verfügung, profitieren davon sowohl der Beratungsprozess als auch alle Beteiligten, also Versorgungsberechtigte, Arbeitgeber, Personaler, Berater. Schließlich will in einem Beratungsgespräch der Fragesteller ohne lange Umschweife eine konkrete Antwort. Wie hoch sind die Kosten für das Unternehmen? Wie hoch fällt meine Rente aus? Der Berater steht dabei vor der Herausforderung, komplexe Informationen mit Entscheidungsoptionen möglichst einfach, verständlich und nachvollziehbar darzustellen. „Kann der Berater auf sinnvoll aufbereitete Datensätze zugreifen, dann kann er bereits im Vorfeld und anschließend im Gespräch verschiedene Szenarien durchspielen, Vergleichsdaten präsentieren und Entscheidungshilfen liefern“, so Mathias Nolle. Früher waren oft mehrere Termine notwendig. Unterlagen und Informationen mussten beschafft werden. Neue Szenarien waren zu berechnen. Heute reicht oft ein Termin aus.

    Digitalisierung auch im First-Level-Support

    Longial hat die Beratung in Kundenprojekten mit mehr als 8.000 Arbeitnehmern komplett digitalisiert. Die Erfahrungen sowohl der Mitarbeiter als auch der Berater waren dabei sehr positiv. Zukünftig wird der Pensionsberater die digitale Beratung auch im operativen Tagesgeschäft einsetzen, nicht nur bei Kampagnen und Projekten. „Das betrifft unseren First-Level-Support mit über 100.000 Versorgungsberechtigten, deren Arbeitgeber die gesamte Kommunikation zur bAV an uns ausgelagert haben“, erläutert der Longial-Experte.

    Unterstützung durch Künstliche Intelligenz

    In Zukunft wird sehr viel mehr digital erklärbar sein, als das heute der Fall ist. Doch eine komplette Umstellung von der persönlichen Beratung im direkten Gespräch auf eine automatisierte Beratung etwa über einen Bot sieht der Longial-Experte nicht. „Stellen wir uns die Beratung des Finanzchefs eines Unternehmens vor, in der es um die Auswirkung auf seine Konzernbilanz durch Anpassungen am bAV-Versorgungssystem geht. Hier sehe ich in naher Zukunft keinen Bot im Einsatz. Allerdings bin ich mir ebenfalls ziemlich sicher, dass die Beratung durch deutlich mehr Technologieeinsatz optimiert und dadurch hybrid wird.“ Das heißt, Berechnungen und Simulationen verschiedener Optionen werden durch Künstliche Intelligenz (KI) ergänzt. Sie liefern in Echtzeit Ergebnisse. Diese fließen live in den Beratungsprozess ein.

    Erste Aufklärungsgespräche sind automatisierbar

    In der Beratung von Arbeitnehmern sind Bots dagegen zumindest für erste Aufklärungsgespräche, beispielsweise über den vom Arbeitgeber gewählten Durchführungsweg, für Nolle eher vorstellbar. „Hier gibt es mehr Standards. Die Fragen ähneln sich.“ Die Generierung standardisierter Antworten sei möglich. Ab einer bestimmten Komplexitätsstufe könnte der Bot direkt einen persönlichen Termin mit einem Berater vereinbaren und die Frage weiterleiten.

    „Aktuell setzen wir auf hybride Beratung. Was in Zukunft möglich sein wird und was auf Akzeptanz stößt, hängt davon ab, ob und wann die Technik die Ergebnisse des Asset Liability Managements und Prognoseberechnungen für das jeweilige Unternehmen mit den individuellen Gegebenheiten und vor allem den Zielen des Kunden kombiniert und interpretiert. Daraus könnten dann Handlungsempfehlungen abgeleitet und als Beratungsunterstützung herangezogen werden“, fügt der Longial-Experte hinzu.

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