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Betriebliche Altersversorgung

Gemeinsam in einem Boot: So trägt der Arbeitgeber zur Rente bei.

Betriebliche Altersversorgung | 17.2.2017 Drucken

Deutscher bAV-Preis 2017 vergeben

Lufthansa, Thyssen-Krupp und ECE sind die Gewinner des Deutschen bAV-Preises 2017, an dessen Vergabe das Deutsche Institut für Altersvorsorge als Mitglied der Jury beteiligt ist.

Die Preisträger wurden am Donnerstagabend im Rahmen der Konferenz „Zukunftsmarkt Altersvorsorge“ in Berlin gewürdigt. Der jährlich ausgeschriebene Deutsche bAV-Preis hat damit insgesamt zum vierten Mal vorbildliche Projekte der betrieblichen Altersversorgung (bAV) von Unternehmen in Deutschland ausgezeichnet.

Deutscher bAV-Preis 2017 vergebenDer Preis wird in zwei Kategorien vergeben: zum einen für die Gruppe der Großunternehmen und zum anderen in der Kategorie „kleine und mittlere Unternehmen“. Angesichts der vielen hochkarätigen Bewerbungen fiel die Auswahl der Preisträger dieses Jahr besonders schwer und knapp aus, ließ die Jury verlauten. Daher wurde in der Kategorie „Großunternehmen“ ein gemeinsamer erster Preis an die Deutsche Lufthansa und Thyssen-Krupp verliehen.

Die Deutsche Lufthansa überführte im Rahmen eines konzernweiten bAV-Umstellungsprojekts zunächst die Altersversorgungszusagen für ihre Führungskräfte von einem „Defined-Benefit-Modell“ auf ein neues beitragsorientiertes Modell („Defined-Contribution-Modell“). Anstelle der herkömmlichen Standardangebote können die Mitarbeiter nun ihre bAV flexibel an ihren individuellen Vorsorgebedarf anpassen. Von dem neuen Modell wurden rund 900 Führungskräfte persönlich überzeugt. Sie gehen nun ihrerseits als „Fackelträger“ für die weiteren bAV-Umstellungen voran.

Online-Plattform für die Mitarbeiter

Auch Thyssen-Krupp setzt auf flexible, individualisierbare Lösungen statt One-size-fits-all. Der Industriekonzern ersetzte ein herkömmliches bAV-Modell durch einen neuen kapitalmarktorientierten Vorsorgeplan. Über eine innovative Online-Plattform können die Mitarbeiter dabei nicht nur die Höhe ihrer Eigenbeiträge und die gewünschte Auszahlungsoption anpassen; ein individueller Versorgungslückenrechner unterstützt eine treffsichere Vorsorgeplanung.

Sehr große Beteiligung der Belegschaft

Der erste Preis in der Kategorie „kleine und mittlere Unternehmen“ ging an ECE Projektmanagement. Hervorzuheben war hier aus Sicht der Jury insbesondere der außergewöhnlich hohe bAV-Durchdringungsgrad. Seit der Betreiber von Einkaufszentren eine neue bAV eingeführt hat, beteiligen sich 95 Prozent der pensionsplanberechtigten Mitarbeiter mit Eigenbeiträgen am Aufbau ihrer Zusatzvorsorge. Erreicht wurde dies durch ein „Opting-Out-Modell“. Solche bAV-Modelle, bei denen die Mitarbeiter automatisch für die Beteiligung am Pensionsplan angemeldet werden, aber austreten können, sofern sie dies wünschen, wurden in Deutschland bislang selten in die Praxis umgesetzt.

App in die Zukunft: digitale Beratung

Ein herausragendes Beispiel der bAV-Kommunikation bietet die „App in die Zukunft“ der RWE-Tochter Innogy, die damit den dritten Platz bei den Großunternehmen belegte. Die Transformation von face-to-face-Beratung hin zu einem digitalen Beratungskonzept setzt das Unternehmen auch in der bAV meisterhaft um, erklärt die Jury.

Die weiteren Preisträger in der Kategorie „kleine und mittlere Unternehmen“ sind Eisenmann (Platz 2) und Samson (Platz 3). Das Unternehmen Eisenmann motiviert seine Mitarbeiter zu einer eigenverantwortlichen Altersvorsorge – mit einem Pensionsplan, in den der Anlagenhersteller aus Böblingen sowohl Arbeitgeberbeiträge investiert als auch die Mitarbeiterbeiträge zusätzlich aufstockt. Durch eine umfassende Kommunikation mit allen Stakeholdern erreichte das Unternehmen schon in der Entwicklungs- und Einführungsphase einen hohen Akzeptanzgrad für die neue bAV.

Modernisierung der geschätzten U-Kasse

Die Stärken eines „in die Jahre gekommenen“ Pensionsplans zu beizubehalten und ihn gleichzeitig neu und zukunftsfähig aufzustellen, das ist Samson, einem Hersteller von Mess- und Regelungstechnik aus Frankfurt am Main, gelungen. Die traditionsreiche, von den Mitarbeitern hoch geschätzte Unterstützungskasse wurde beibehalten, der Pensionsplan jedoch auf eine einheitliche beitragsorientierte Zusage umgestellt.

Weitere Informationen zum Deutschen bAV-Preis befinden sich hier.

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