Nachricht an die Redaktion

    Ihre Nachricht an uns


    Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

    Vorsorgemappe

    Newsletter abonnieren & kostenlose Vorsorgemappe anfordern.

    DIA Update

    Abonnieren Sie den kostenlosen
    Newsletter des DIA.

    Arbeitswelt

    Auf Wandel eingestellt: Mit Wissen und Erfahrung

    Arbeitswelt | 6.12.2021 Drucken

    Immer weniger Ausbildungsplätze

    Die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze steigt und gleichzeitig sinkt das Angebot an offenen Stellen. Corona ist nach Aussage der Unternehmen nicht die Ursache für den Mangel.

    Fast 40 Prozent der angebotenen Ausbildungsplätze blieben im September 2021 unbesetzt. Als Hauptgrund dafür nennen die Firmen fehlende Bewerbungen. Die Pandemie spielt nur eine untergeordnete Rolle.

    Immer weniger Ausbildungsplätze

    Das verdeutlichen aktuelle Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit. War das Ausbildungsangebot im vergangenen Jahr noch deutlich von Corona dominiert, ist es derzeit vor allem der Fachkräftemangel. 2020 gaben fast alle Betriebe, die ihre Azubizahlen reduzierten, finanzielle Probleme und eine unsichere Zukunft als Grund für die Veränderungen an. Einen Mangel an qualifizierten Bewerbern beklagte nur rund ein Drittel der Unternehmen. Besonders die durch die Maßnahmen gebeutelten Branchen wie die Gastronomie verzeichneten 2020 sinkende Azubizahlen. Das lag einerseits daran, dass die Unternehmen weniger Ausbildungsplätze ausschrieben und andererseits Jugendliche von den krisengeschüttelten Bereichen wie der Hotelerie Abstand nahmen.

    Junge Menschen entscheiden sich häufiger für ein Studium oder eine schulische Weiterbildung anstatt einer betrieblichen Ausbildung. Diesen Trend beobachten Forscher unabhängig von Corona bereits seit einigen Jahren.

    Der Fachkräftemangel spitzt sich zu

    Die Lage am Ausbildungsmarkt hat sich auch in diesem Jahr kaum verbessert. Nur noch jeder vierte ausbildungsberechtigte Betrieb stellte 2021 Lehrlinge ein. Vor zwei Jahren war es noch mehr als jeder dritte. Die Zahl an unbesetzten Ausbildungsstellen stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,4 Prozent. Gleichzeitig fanden deutlich mehr Ausbildungssuchende eine passende Stelle. Trotz des sinkenden Angebots gehen also paradoxerweise immer weniger Ausbildungswillige leer aus. Zeitgleich bleiben mehr und mehr Stellen unbesetzt, weil qualifizierte Bewerber fehlen. Das verdeutlicht, wie dramatisch sich der Fachkräftemangel entwickelt.

    Pandemie hat nur noch geringen Einfluss

    Betroffen vom Fachkräftemangel sind vor allem kleine Betriebe, der Groß- und Einzelhandel sowie die komplette Dienstleistungsbranche. Auch das Baugewerbe kämpft, Azubistellen passend zu besetzen. Jedoch war hier die Situation bereits vor der Pandemie schlecht. Geringe Löhne, schlechte Aufstiegschancen und mitunter ungünstige Arbeitszeiten schrecken Bewerber ab.

    Großbetriebe schraubten zwar auch ihr Ausbildungsangebot um rund die Hälfte zurück, jedoch stellten nur die wenigsten das Angebot komplett ein. Bewerbermangel ist aus Sicht der Unternehmen die Hauptursache für den Rückgang an Neuverträgen. Hingegen sind pandemiebedingte Gründe nach Aussage der Betriebe dieses Jahr weniger ausschlaggebend.

    Nachricht an die Redaktion

    Senden Sie Hinweise, Lob oder Tadel zu diesem Artikel an die DIA Redaktion.

    Nachricht an die Redaktion

    Haben Sie Anmerkungen oder Fragen zu diesem Beitrag? Schreiben Sie uns gern! Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

      Ihre Nachricht an uns


      Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

      Artikel teilen

        Ihre Nachricht am den Empfänger (optional)
        Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

        Ausgewählte Artikel zum Thema

        Jeder Fünfte bricht seine Ausbildung ab

        19 Prozent der Deutschen brechen frühzeitig ihre betriebliche Ausbildung ab. Fast jeder siebente der Azubis bleibt dauerhaft ohne Abschluss.

        Artikel lesen

        Vor allem Frauen und Jüngere nutzen Weiterbildungen

        Frauen nehmen häufiger an Weiterbildungen teil als Männer. Je jünger der Einzelne zudem ist, desto eher nimmt er an einem Kurs teil.

        Artikel lesen

        Minijobber verdrängen Festangestellte

        Festanstellungen werden immer öfter zu Gunsten von Minijobs abgeschafft. Zudem werden Minijobber selten vom Betrieb übernommen.

        Artikel lesen