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DIA-Zukunftspreis

DIA-Zukunftspreis

Mit dem DIA-Zukunftspreis werden seit dem Jahr 2000 Forschungsergebnisse, Analysen und Konzepte zur Altersvorsorge gewürdigt.

Das Deutsche Institut für Altersvorsorge fördert damit Untersuchungen zur Absicherung im Alter, zur demografischen Entwicklung, zur Verhinderung von Altersarmut sowie zu psychologischen Aspekten der Altersversorgung. Die wissenschaftlichen Arbeiten können sich mit allen drei Säulen der Altersvorsorge beschäftigen: mit der gesetzlichen Rentenversicherung und den berufsständischen Versorgungseinrichtungen sowie der betrieblichen und der privaten Altersvorsorge. Dabei reicht die Spanne der möglichen Themen von der Finanzierung der verschiedenen Versorgungssysteme sowie der notwendigen Kapitalbildung und Kapitalallokation über die Chancen und Risiken der privaten Altersvorsorge und Vermögensbildung bis hin zu neuen Konzepten und Modellen der Alterssicherung.

Plädoyer für Transparenz und Verständlichkeit

Das DIA möchte mit dem Zukunftspreis vor allem Forschungsergebnisse in den Fokus des öffentlichen Interesses rücken, die zu einer größeren Transparenz, Verständlichkeit und Verbreitung der selbstverantworteten Altersvorsorge führen und die Motivationsbildung auf breiter gesellschaftlicher Basis stimulieren. Beteiligen können sich Studenten, Wissenschaftler, Consultants sowie Mitarbeiter aus Versorgungseinrichtungen und der Finanzbranche insgesamt, die sich berufsbegleitend mit Untersuchungen zu Altersvorsorgethemen, zum Beispiel im Rahmen von Abschlussarbeiten oder Dissertationen, beschäftigen sowie Autoren von Fachbüchern, die zu einem erheblichen Teil auf analytischen Grundlagen beruhen. Voraussetzung für den DIA-Zukunftspreis ist ein originärer eigener Beitrag zum Verständnis der Wirkungsweise von Altersvorsorgesystemen oder zu deren Weiterentwicklung, der in einer angemessenen Weise publiziert oder der Öffentlichkeit anderweitig vorgestellt worden ist, zum Beispiel im Rahmen von Vorträgen in Kolloquien oder anderen Fachveranstaltungen, oder als Working Paper für öffentliche Diskussionen zirkulierte.


Die Gewinner des DIA-Zukunftspreises

Stefan Schelling vom Institut für Versicherungswissenschaften an der Universität Ulm und Prof. Jochen Ruß vom Institut für Finanz- und Aktuarwissenschaften in Ulm erhielten für die Forschungsarbeit mit dem Titel „Multi Cumulative Prospect Theory and the Demand for Cliquet-Style Guarantees“ den DIA-Zukunftspreis 2016.

Die Gewinner des DIA-Zukunftspreises 2016In dieser Arbeit beschäftigen sich die beiden Autoren mit der Frage, weshalb jährliche Garantieformen in der privaten Altersvorsorge, entgegen den Resultaten der bisherigen wissenschaftlichen Literatur, ausgesprochen populär sind. Bisherige Theorien gehen davon aus, dass sich der Nutzen einer Kapitalanlage ausschließlich aus dem Endvermögen ergibt. Zwischenzeitliche Wertschwankungen haben demnach keinen Einfluss darauf, wie attraktiv ein Vorsorgeprodukt für den Sparer ist. Daher kommen frühere wissenschaftliche Untersuchungen übereinstimmend zu dem Schluss, dass Sparer stets Produkte mit endfälliger Garantie oder ohne Garantie gegenüber Angeboten mit jährlicher Garantie vorziehen müssten. Die Praxis der Altersvorsorge zeigt jedoch ein anderes Bild.

Denkanstöße für neue Anlageprodukte

Mit einem neuen Theorieansatz können die beiden Autoren die Nachfrage nach Produkten mit jähr­licher Garantie erklären und den Einfluss der zwischenzeitlichen Schwankungen auf die Wahrnehmung des subjektiven Nutzens zeigen. Ihre neue Theorie lässt sich auf eine Vielzahl von Produkten und Fragestellungen in der Kapitalanlage anwenden. „Gerade im Umfeld der Niedrigzinspolitik und den damit verbundenen Schwierigkeiten der Lebensversicherer bietet diese Arbeit wertvolle Denkanstöße für innovative, zukunftsweisende Anlageprodukte“, begründet Jurymitglied Michael Reeg die Entscheidung für den DIA-Zukunftspreis 2016. Die Erkenntnisse können helfen, Kundenwünsche in der privaten Altersvorsorge besser zu verstehen und einzuschätzen.

„Die Arbeit ist ein sehr schöner Dreiklang aus Theorie, Simulation und Handlungsempfehlungen und damit nicht nur des Preises würdig, sondern auch ein gutes Beispiel wie moderne wirtschaftswissenschaftliche Forschung funktioniert“, fügt Prof. Dr. Christian Hagist, ebenfalls Mitglied in der Jury, hinzu. „Die Autoren erweitern neuere Ansätze der Behavioural-Insurance-Theorie auf einfache, aber innovative Weise und schaffen damit Grundlagen dafür, zwischen den Kosten von Garantien und den Vorteilen, die Anleger darin sehen, in Zukunft besser abzuwägen“, begründet Prof. Dr. Martin Werding seine Entscheidung in der Jury.

Zehn Arbeiten waren für den Zukunftspreis 2016 einreicht worden.


Dr. Tobias Benz erhielt 2015 für seine Dissertation an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg mit dem Thema „Ausgabenprojektion, Reformszenarien und Rücklagenbildung der Beamtenversorgung in der Bundesrepublik Deutschland“ den DIA-Zukunftspreis 2015.

Dr. Tobias Benz: Preisträger DIA-Zukunftspreis 2015

Er hat sich damit einem hochaktuellen, aber politisch immer noch unterschätzten Problem gewidmet. Zwischen den 1960er und 1980er Jahren stellten Bund und Länder in großer Zahl Beamte ein, ohne dafür ausreichende Rücklagen für die künftigen Versorgungsleistungen zu bilden. In naher Zukunft werden kohortenstarke Jahrgänge in den Ruhestand eintreten, was zu einem deutlichen Anstieg der Ausgaben für Ruhegehälter, Beihilfe und Hinterbliebenenversorgung führt. Vor allem wegen der neuen Verschuldensregeln wird die Finanzierung der schwebenden Versorgungszusagen insbesondere die Bundesländer vor enorme Schwierigkeiten stellen.

Die Arbeit von Dr. Tobias Benz analysiert die seit 1999 zaghaft begonnene Rücklagenbildung, erstellt unabhängige Ausgabenprojektionen differenziert nach den Versorgungsarten und diskutiert Reformszenarien. Er untersucht damit ein aktuelles und gesellschaftlich wie volkswirtschaftlich brisantes Thema. Seine Berechnungen zeigen den künftigen Finanzierungsbedarf der Beamtenversorgung auf Bundes- und Länderebene für verschiedene Szenarien auf.

Die Preisträger von 2000 bis 2013

2013
Dr. Christian Pfarr & Dr. Udo Schneider: „Riester-Rente: (k)ein Kinderspiel!“, eine Analyse der Wirkungsmechanismen und Anreizsysteme der Riester-Rente, veröffentlicht in den Vierteljahresheften zur Wirtschaftsforschung des DIW Berlin

2010
Barbara Brandstetter, „Richtig vorsorgen, jetzt erst recht“, Die Welt

Beatrix Novy, Nikolaus Nützel, „Städte vergreisen, Dörfer verweisen“, „Die Risse im sozialen Netz“, Deutschlandfunk

Dr. Christina Werner, „Verbraucherbildung und Verbraucherberatung in der Altersvorsorge“, Dissertation, Universität Bamberg

Dr. Barbara Kaschützke, „Payout solutions for founded pensions schemes”, Dissertation. Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt

Beatrice Scheubel, Daniel Schunk, Joachim Winter, „Don’t Raise the Retirement Age! An Experiment on Opposition to Pension Reforms and East-West Differences in Germany”, Working Paper, Center for Economic Studies, Universität München

2009
Mathias Irle, „Die Treppe der Willigen“, Magazin „brandeins“

Hanno Beck, Beitrag in der Serie „Behavioral Finance“, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Dr. Markus Roth, „Betriebsrentenrecht und private Vorsorge“, Habilitationsschrift, Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, Hamburg

Dr. Wolfram Horneff, „Dynamic Portfolio Choice with Pension Annuities and Life Insurance“, Dissertation, Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt

Dr. Diane Wehlau, „Lobbyismus und Rentenreform“, Dissertation, Artec-Forschungszentrum Nachhaltigkeit, Universität Bremen

2008
Anke Henrich, „Wie alt können Sie sich leisten?“, Wirtschaftswoche

Dr. Christian Habermann, „Rentenpolitik bei Lohnunsicherheit und myopischen Präferenzen“, Dissertation, Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Dr. Michael Stamos, „Dynamic Asset Allocation over the Life-Cycle and the Role of Incomplete Annuity Markets“, Dissertation, Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main

2006
Sabine Jokisch, „The Developed Worlds Demographic Transition – Implications for Fiscal Policy an the International Macroeconomy“, Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung Mannheim

Marc Schürmann, „A – Z der Altersvorsorge“, Magazin Neon

Nadine Oberhuber, „Langes Leben, kurzes Glück“, Die Zeit

Björn Krieger, „Die Notwendigkeit einer Stärkung der privaten Altersvorsorge in der BRD, Diplomarbeit, Lehrstuhl für Risikomanagement & Versicherungswirtschaft, Universität Gießen

2005
Barbara Brandstetter, Thomas Exner, „Vorsorge Countdown“, Die Welt

Redaktionsteam Brigitte, Viva-Special „Altersvorsorge“, Brigitte

Eva Buchhorn, Dr. Henrik Müller, Klaus Werle, „Unsere bewegte Zukunft“, Manager Magazin

Dagmar Martha Lill, „Die betriebliche Altersversorgung in Deutschland – eine ökonomische Analyse unter Berücksichtigung ausgewählter internationaler Aspekte“, Diplomarbeit

2004
Matthias Nick, Wolfgang Jüngst, Wiso-Ratgeber „Sicher im Alter“, ZDF

Stefan Schmid, „Lebensabend in Moll? – Die Zukunft der Altersvorsorge“, Deutschlandradio

Melanie Contoli, „Rente – umwerfende Zukunft“, Focus

Dr. Kerstin Windhövel, „Gesetzliche Rentenversicherung und Kapitalakkumulation. Eine Projektionsanalyse bis ins Jahr 2050“, Dissertation, Volkswirtschaftliches Institut der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

2003
Wolfgang Blatz, „Die demographische Revolution“, Die Rheinpfalz

WDR-Programmgruppe Wissenschaft, „Die Rente – anders erklärt“, WDR-Sendereihe Quarks & Co.

Christian Tenbrock, Wolfgang Uchatius, „Raus aus dem Altersgefängnis“, Die Zeit

Nicole Datz, „Private Altersvorsorge am Beispiel der Riester-Rente“, Diplomarbeit, Universität Hannover

2002
Redaktionsteam der Financial Times Deutschland, Serie zum Umbau des Rentensystems, Financial Times Deutschland

Barbara Bank, Karl-Heinz Seyfried, „Der Königsweg zur Riester-Rente“, Capital

Dr. Gerhard Schanz, Ehrenpreis für journalistisches Lebenswerk

Professor Dr. Oskar Goecke, Reiner Will, Studie über den Renditewettbewerb in der Lebensversicherung, Fachhochschule Köln

Martin Schludi, „The Politics of  Pensions in European Social Insurance Countries“, Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung

2001
Lorenz Wolf-Doettinchem, „Weil du jung bist, musst du zahlen“, Stern Special „Campus und Karriere“

Nikolaus Nützel, „Mehr Alte – weniger Arbeitslose?“, Bayerischer Rundfunk, Serie „Die Zukunft der Altersvorsorge“

Stephan Lorz, „Die Angst der Reformer vor dem Wähler“, Börsenzeitung

Susanne Meunier, Axel Kleinlein, „Sicheres Geld fürs Alter“, Finanztest

Dorothee Haag, „Die schwedische Rentenreform 1998 – Analyse eines Gesetzgebungsprozesses“, Universität Konstanz

2000
Saskia Marion Richter, „Ideen, Interessen, Institutionen –  was bestimmt den rentenpolitischen Entscheidungsprozess in Deutschland?“, Diplomarbeit

Sabine Theadora Ruh, „Ratgeber Altersvorsorge“, Bücherreihe des ARD-Magazins

Max A. Höfer, „Noch sieben fette Jahre“, Capital

Dietmar Palan, Christoph Seeger, „Mit 50 aufhören“, Manager Magazin

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