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    Private Altersvorsorge

    In die eigenen Hände genommen: So schließt sich die Rentenlücke.

    Private Altersvorsorge | 1.6.2021 Drucken

    Hälfte der Deutschen sorgt sich um Altersvorsorge

    Die Mehrheit der Bundesbürger hat Angst vor finanziellen Einbußen im Ruhestand. Frauen sorgen sich besonders um die Altersvorsorge.

    An eine finanziell sorgenfreie Rentenzeit glauben derzeit nur wenige. Für die überwiegende Mehrheit der Deutschen geht das Thema Altersvorsorge mit Ängsten einher.

    Hälfte der Deutschen sorgt sich um Altersvorsorge

    Das zeigt eine aktuelle Studie des Meinungsforschungsunternehmens Civey, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Auftrag gab. Die Studienautoren befragten rund 2.500 Personen ab 18 Jahren, die den Ruhestand noch vor sich haben. 53 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland haben demnach Bedenken wegen ihrer Altersvorsorge. Frauen sind dabei mit 57 Prozent noch verunsicherter als Männer. Besonders problematisch empfinden die Studienteilnehmer ihre Unwissenheit darüber, wie viel Geld sie im Alter genau zur Verfügung haben werden. Mehr als ein Drittel kann nicht beurteilen, wie hoch die Einkünfte in der Rentenzeit ausfallen. Die meisten schätzen die eigene Rentenlücke aber auf mindestens 250 Euro im Monat. Jeder Dritte geht sogar von einer Differenz von 750 Euro und mehr aus. Lediglich 17 Prozent geben im Gegensatz dazu an, keine Geldeinbußen im Ruhestand zu erwarten. Die Rentenlücke beschreibt den finanziellen Unterschied zwischen dem Arbeitslohn und den Renteneinkünften im Alter.

    80 Prozent haben eine Altersvorsorge

    Mehr als ein Fünftel der Befragten verfügt über keine Altersvorsorge. Das bedeutet aber auch, dass rund 80 Prozent der Erwerbstätigen sehr wohl für den Ruhestand vorsorgen. Den Studienkriterien zufolge kann dies in Form einer privaten Rentenversicherung, einer betrieblichen Altersversorgung, mit Kapitalanlagen oder Wohneigentum geschehen. Am häufigsten setzten die Deutschen dabei auf eine eigene Immobilie (37 Prozent). Wer in der Rentenzeit über Wohneigentum verfügt, kann entweder mietfrei leben oder durch die zusätzlichen Mieteinnahmen die eigenen Wohnkosten abfedern. Nicht selten gleichen diese Zahlungen bzw. Ersparnisse die Rentenlücke aus. Zusätzlich besteht die Möglichkeit einer Immobilienleibrente. Ein gewerblicher Anbieter kauft in diesem Fall dem Eigentümer die Wohnung oder das Haus ab. Dafür erhält derjenige eine lebenslange Rente und kann dennoch im Eigentum wohnen bleiben.

    Neben Immobilien sind bei den Deutschen aber auch Aktien und Rentenfonds beliebt. Knapp jeder Dritte mit einer Altersvorsorge wählt diese Sparform. Eine Betriebsrente haben 28 Prozent der Studienteilnehmer. Je älter die Befragten sind, desto häufiger ist eine betriebliche Altersversorgung vorhanden. So entscheiden sich nur 18 Prozent der Jüngeren für eine Betriebsrente gegenüber 32 Prozent der 50- bis 64-Jährigen. Fast jeder Vierte sorgt darüber hinaus mit einer Lebensversicherung für den Ruhestand vor. Einen Riester-Vertrag haben etwa 22 Prozent. Frauen nutzen diese Art der Vorsorge dabei wesentlich häufiger als Männer. Dafür besitzen sie seltener eine Betriebsrente.

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