Nachricht an die Redaktion

Ihre Nachricht an uns


Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

Vorsorgemappe

Newsletter abonnieren & kostenlose Vorsorgemappe anfordern.

DIA Update

Abonnieren Sie den kostenlosen
Newsletter des DIA.

Kapitalmärkte und Kapitalanlagen

Die Börse im Blick: So wird investiert.

Kapitalmärkte und Kapitalanlagen | 25.5.2021 Drucken

Das Auto ist ein Thema für Aktionäre

Fortschreitende Digitalisierung. Alternative Antriebe. Das Ende des Verbrenners? Automobilunternehmen stehen vor großen Herausforderungen.

Aktionäre sollten sich daher eingehend Gedanken zum Thema Auto machen.

Elektro-Auto

Die Automobilindustrie befindet sich in einem fundamentalen Wandel. Zugleich stehen die Unternehmen kurzfristig vor der Herausforderung, die Umsatzeinbußen aus dem vergangenen Jahr zu kompensieren und die Lieferfähigkeit in Zeiten des Chipmangels zu garantieren.

Darüber hinaus stehen große technologische Herausforderungen an. Sie sind vor allem durch das Ende des Verbrennungsmotors und den Umstieg auf E-Antriebe geprägt, aber natürlich auch durch die generelle technologische Entwicklung. Das wird den Markt erheblich beeinflussen und damit auch positive und negative Auswirkungen auf Aktionäre haben.

Ein Drittel des Werts entfällt künftig auf die Software

„Neue Königsdisziplin sind die Gehirne des Autos von morgen: Kein Auto wird in Zukunft mehr ohne Hochleistungs-Steuergeräte auskommen. […] Dank enormer Rechenleistung von mehreren Milliarden Operationen pro Sekunde verarbeiten die Zentralrechner selbst große Datenmengen, wie sie für automatisiertes Fahren, Datendienste und permanente Software-Updates erforderlich sind. […] Hatte ein Auto vor zehn Jahren noch rund zehn Millionen Zeilen Softwarecode, wird die Software von automatisiert fahrenden Fahrzeugen zwischen 300 und 500 Millionen Codezeilen umfassen“, heißt es in einem Artikel im „Handelsblatt“. Rund 30 Prozent des Werts eines Fahrzeugs macht nach Berechnungen der Unternehmensberatung McKinsey künftig die Software aus. Heute sind es lediglich zehn Prozent.

IT-Unternehmen profitieren besonders

Daher werden viele IT-Unternehmen von der Digitalisierung der Automobilindustrie profitieren. Nvidia und Qualcomm beispielsweise bauen Zentralcomputer, auf die vor allem die Autozulieferindustrie angewiesen ist. Beide Unternehmen haben ihren Börsenkurs innerhalb von drei Jahren um mehr als 150 Prozent gesteigert. Auch Cloud-Anbieter wie Amazon und Microsoft sind wichtige Partner. Deren Kurse sind ebenfalls deutlich gestiegen (120 Prozent bei Amazon, mehr als 160 Prozent bei Microsoft). Daher sollten Anleger die digitale Entwicklung der Automobilindustrie im Auge behalten und analysieren, welche IT-Unternehmen weiteres Potenzial im Rahmen dieses Fortschritts aufweisen.

Enormes Marktpotenzial für alternative Antriebe

Noch deutlicher werden die Veränderungen, wenn man sich die E-Mobilität anschaut. Dazu passt eine Studie von Strategy&, der Strategieberatung von PwC. Diese besagt, dass das Marktpotenzial alternativer Antriebe rasant zulegen dürfte. Allein für die deutschen Autohersteller könnte sich das aus nicht-fossilen Antriebsvarianten erzielbare Marktvolumen von heute rund zwölf Milliarden auf bis zu 84 Milliarden Euro im Jahr 2030 versiebenfachen, so die Berater. Der größte Anteil (67 Milliarden Euro) werde dabei auf Elektroantriebe auf Batteriezellen-Basis entfallen.

Wertgewinn durch technologischen Vorsprung

Man muss nur an das Beispiel Tesla denken, um zu sehen, wie sich technologischer Vorsprung in einer positiven Wertentwicklung niederschlägt. Das Unternehmen von Elon Musk hat in einem Jahr weit mehr als 300 Prozent an Wert zugelegt und in drei Jahren fast 1.150 Prozent. Die BYD Auto Company wiederum ist einer der größten Automobilproduzenten Chinas und weltweit in der Spitzengruppe beim Verkauf von elektrisch aufladbaren Fahrzeugen. Das Unternehmen gehört zum Mischkonzern BYD Company, der seinen Börsenwert in den vergangenen drei Jahren verdoppeln konnte.

Zum Vergleich: Wer vor drei Jahren Aktien der Daimler AG gekauft hat, schaut auf knapp zwölf Prozent Plus. Bei BMW sind es sogar knapp neun Prozent Verlust. Trotz allem gilt zu beobachten, wie die Alternativ-Strategien der deutschen Autobauer aussehen, um frühzeitig eventuelle Chancen zu nutzen.

Der Ausstieg hat schon ein Datum

Die Förderung der E-Mobilität ist auch politisches Programm. Die Grünen fordern in ihrem Wahlprogramm, dass ab 2030 keine neuen Verbrenner-Autos verkauft werden. Norwegen hat bereit das Jahr 2025 als Enddatum festgelegt, China lässt eine Frist bis 2060. Daher kommen weder Verbraucher noch zukunftsorientierte Investoren daran vorbei, sich eingehend Gedanken zu diesem Thema zu machen.


Gastautor Dyrk Vieten ist Sprecher der Geschäftsführung der unabhängigen Vermögensverwaltung ficon Vermögensmanagement GmbH (Düsseldorf). Weitere Beiträge von ihm und anderen Vermögensverwaltern finden Sie auf www.v-check.de.

Nachricht an die Redaktion

Senden Sie Hinweise, Lob oder Tadel zu diesem Artikel an die DIA Redaktion.

Nachricht an die Redaktion

Haben Sie Anmerkungen oder Fragen zu diesem Beitrag? Schreiben Sie uns gern! Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Ihre Nachricht an uns


Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

Artikel teilen

Ihre Nachricht am den Empfänger (optional)
Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

Ausgewählte Artikel zum Thema
Aktienanlage

Drei Wege für einen klugen Einstieg

Ein Jahr nach Beginn der Corona-Krise stehen DAX, Dow Jones & Co. so hoch wie nie. In der Zange zwischen Höchstständen bei Aktien und Negativzinsen bei ihrer Bank wird immer mehr Sparern mit Geld auf dem Konto klar: „Ich muss was tun.“ Doch wie investiert man zum Beispiel 100.000 Euro, ohne schon im nächsten Vierteljahr […]

Artikel lesen
Geld Börse Aktien

Dividendenaktien holen wieder auf

Vergangenes Jahr haben die unklaren Perspektiven der Pandemie dazu geführt, dass viele Konzerne ihre Dividendenzahlungen ausgesetzt oder reduziert haben. Mit Blick auf das nahende Ende der Corona-Krise ändert sich dies. Dividenden und damit die Dividendenaktien spielen in der Strategie vieler Anleger wieder eine größere Rolle. Vor allem angetrieben von der immer höheren Geschwindigkeit bei den […]

Artikel lesen
nachhaltige Investments

Nachhaltigkeit hat viele Dimensionen

Nachhaltigkeit hat mehr Dimensionen, als viele vermuten. Diese Meinung vertritt Andreas Enke von der Geneon Vermögensmanagement AG in Hamburg. Im Interview gibt er dazu Auskunft. Sie setzen mit ihrem Unternehmen bewusst und offensiv auf Nachhaltigkeit in der Geldanlage. Was veranlasste Sie dazu? Klimawandel, Umweltverschmutzung, Zerstörung der Urwälder – es liegt auf der Hand, dass die […]

Artikel lesen