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    Gesetzliche Rente

    Auf Generationen gebaut: So zahlen die Jungen für die Alten.

    Gesetzliche Rente | 2.2.2022 Drucken

    Weniger neue Renten gehen ins Ausland

    Die Anzahl der Auslandsrenten ist seit Jahren eine weitgehend konstante Größe. Doch bei den Neurenten, die an Deutsche ins Ausland oder an Ausländer ohne deutschen Pass gehen, gibt es einen rückläufigen Trend.

    Zum Jahresende 2020 zahlte die Deutsche Rentenversicherung (DRV) knapp eine Viertelmillion Renten (247.500) an Versorgungsberechtigte mit deutschem Pass aus, die sich für einen Ruhestand außerhalb Deutschlands entschieden haben.

    Etwas weniger als 1,5 Millionen Renten gingen an Rentner ohne deutsche Staatsangehörigkeit, die hierzulande Rentenansprüche erworben haben. Das sind an und für sich seit einigen Jahren konstante Größen. Gleich bleiben auch die Länder mit den meisten Auslandsrenten. An der Spitze liegen Empfänger in Mittelmeer-Anrainerstaaten, wie diese Karte zeigt.

    Spuren der Pandemie?

    Allerdings nimmt der Zuwachs unter den deutschen Rentnern, die ihre Altersbezüge in anderen Staaten erhalten, ab. Wie aus den letzten Zahlen hervorgeht, überwies die DRV im Jahr 2020 nur noch an rund 6.900 Neurentner deren erste Bezüge ins Ausland. 2019 waren es noch etwa 200 Renten mehr. Im Jahr 2010 hatten sogar noch rund 11.000 Personen erstmals ihre Rente im Ausland bezogen.

    2020 gilt ja als erstes Jahr der Pandemie. Möglicherweise haben aufgrund der damit verbundenen Unsicherheiten weniger deutsche Rentner ihren Ruhestandseintritt im Ausland gewagt. Es wird interessant sein zu beobachten, ob sich dieser Trend auch 2021 fortgesetzt hat. Mutmaßlich spricht wenig dagegen. Das anhaltende Pandemie-Szenario und vor allem die teils rigorosen Beschränkungen in beliebten Ruhestandsländern wie Spanien oder Italien dürften nicht gerade anziehend auf deutsche Neurentner gewirkt haben.

    Weniger Rückkehrer

    Die DRV-Statistik zeigt ebenfalls, dass es auch immer weniger neue Versorgungsberechtigte ohne deutschen Pass sind. So wurden 2020 erstmals 1.150 weniger Neurenten an ausländische Bürger überwiesen. Insgesamt wurden 56.200 Neurenten ins Ausland an nichtdeutsche Ruheständler gezahlt. Im Jahr 2010 waren es noch knapp 91.000 Neurenten – ein Rückgang binnen einer Dekade von etwa 38 Prozent. Bestätigt wird dieser Trend auch durch Daten des Statistischen Bundesamtes. Immer weniger Menschen ohne deutschen Pass zogen fort. Während diese Zahl 2016 noch bei fast 1,1 Millionen lag, zog es 2020 nur noch 746.000 aus Deutschland weg.

    Die meisten ausländischen Rentner mit Versorgungsansprüchen aus deutschen Beschäftigungsverhältnissen leben in herkömmlichen „Gastarbeiter“-Ländern wie Italien (363.000), Spanien (193.000) oder Griechenland (95.500). Auch in die Türkei gehen bereits über 78.000 Rentenzahlungen an ausländische Rentenversicherte. Ein weiterer größerer Empfängerkreis deutscher Renten lebt in den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien. Mit über 88.400 Versorgungsberechtigten liegt Kroatien vorn.

    Nachbarländer als Ruhesitz beliebt

    Auch in die direkten Nachbarländer gehen zahlreiche Auslandsrenten. An der Spitze steht Österreich mit über 96.000 Beziehern einer deutschen Rente. Dann folgen Frankreich mit 79.500, die Niederlande mit 59.000 und die Schweiz mit 31.700. In die Schweiz und nach Österreich gehen mit jeweils rund 27.000 auch die meisten Zahlungen an deutsche Rentner. Über 20.000 deutsche Rentner haben ihren Ruhesitz in den USA beziehungsweise in Spanien.

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