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    Betriebliche Altersversorgung

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    Betriebliche Altersversorgung | 19.1.2023 Drucken

    Entlastung bei den Pensionsverpflichtungen

    Nahezu alle Anlageklassen haben im Jahr 2022 Kursverluste verzeichnen müssen. Das hat sich auch auf das Pensionsvermögen im DAX 40 ausgewirkt.

    Der Zeitwert des Vermögens ist von 299 Milliarden Euro um etwa 60 Milliarden Euro auf etwa 240 Milliarden Euro gesunken. Gleichzeitig hat es einen enormen Anstieg des Rechnungszinssatzes gegeben, sodass der bilanzielle Wert der Pensionsverpflichtungen nach IFRS ebenfalls deutlich abgesackt ist – von 412 Milliarden Euro um etwa 120 Milliarden Euro auf etwa 290 Milliarden Euro.

    Der Deckungsgrad der Pensionsverpflichtungen, der im Vorjahr mit 72 Prozent bereits einen hohen Stand erreicht hatte, ist damit auf einen neuen Höchststand von über 80 Prozent angestiegen. Dies sind die Ergebnisse einer Schätzung des Beratungsunternehmens Mercer auf Basis der Geschäftsberichte der DAX-40-Unternehmen sowie aktueller Kapitalmarktinformationen.

    Hauptursache für den Rückgang des Pensionsvermögens sind die Kursverluste in nahezu allen Anlageklassen. Der Rückgang wurde allerdings abgemildert durch die geänderte Zusammensetzung des DAX 40. An vier Stichtagen wurden insgesamt fünf Unternehmen ausgetauscht. Zwei davon, Beiersdorf und Siemens Energy, haben den DAX im März verlassen, wurden aber noch im selben Jahr wieder aufgenommen. Im Ergebnis haben somit Delivery Hero, HelloFresh und Puma den DAX verlassen, während Daimler Truck Holding, Hannover Rück und Porsche AG neu aufgenommen wurden. Durch diese Änderungen hat sich das Pensionsvermögen um etwa sechs Milliarden Euro erhöht. Die Zahlungen liegen etwas höher als die neuen Zuwendungen. Per Saldo kam es dadurch zu einem Mittelabfluss von etwa zwei Milliarden Euro. Im Ergebnis belaufen sich die Kursverluste also auf ca. 66 Milliarden Euro oder 22 Prozent.

    Deutlich höhere Bedeckung erreicht

    „Es kam für Investoren im Jahr 2022 darauf an, das Portfolio risikoärmer aufzustellen und den Verlust möglichst gering zu halten. Aufgrund der stark zinssensitiven Verpflichtungen konnten Pension-Investoren trotz der sinkenden Assets ihre Bedeckung merklich steigern“, kommentiert Jeffrey Dissmann, Leiter Investment Consulting in Deutschland bei Mercer. Durch die geänderte Zusammensetzung des DAX 40 hatten sich die Pensionsverpflichtungen zunächst um acht Milliarden Euro erhöht. Zudem mussten die Unternehmen aufgrund der stark gestiegenen Inflation die Annahme für die Rentendynamik deutlich anheben, was versicherungsmathematische Verluste von etwa zehn Milliarden Euro ausmacht.

    Steiler Zinsanstieg mit Folgen

    Im Zusammenhang mit den Zinsschritten der Notenbanken zur Inflationsbekämpfung kam es allerdings auch zu einer signifikanten Erhöhung des Rechnungszinssatzes. Dies führte zu hohen versicherungsmathematischen Gewinnen, die auch der Haupttreiber für die Entwicklung der Pensionsverpflichtungen waren. „Bedingt vor allem durch den Ukrainekonflikt hat sich das Zinsniveau im Jahr 2022 volatil, insgesamt aber vor allem nach oben entwickelt. Zum Jahresende haben wir den höchsten Monatsendstand seit über zehn Jahren erreicht“, erläutert Thomas Hagemann, Chefaktuar von Mercer Deutschland.

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