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    Kapitalmärkte und Kapitalanlagen

    Die Börse im Blick: So wird investiert.

    Kapitalmärkte und Kapitalanlagen | 2.6.2022 Drucken

    Legenden setzen auf Buy and Hold

    Buy and Hold ist als Anlagestrategie beliebt. Das bedeutet, Anleger kaufen Wertpapiere und halten diese unabhängig von Marktschwankungen über einen langen Zeitraum.

    Hin und her macht Taschen leer: Das ist eine gern zitierte Floskel, um Anlegerinnen und Anleger davon zu überzeugen, die Werte eines Portfolios nicht allzu oft anzufassen, sondern lieber auf den Faktor Zeit zu setzen. Das hat auch damit zu tun, dass es den richtigen Zeitpunkt für den Erwerb und/oder Verkauf eines Wertpapiers ohnehin nicht gibt beziehungsweise niemand diesen kennt. Daher ist Buy and Hold als Anlagestrategie beliebt. Also Aktien oder andere Arten von Wertpapieren wie börsengehandelte Fonds kaufen und sie unabhängig von Marktschwankungen über einen langen Zeitraum halten.

    Der Investor und Wissenschaftler Benjamin Graham veröffentlichte die Grundidee dieser Strategie 1949 in seinem Buch „The Intelligent Investor“. Viele legendäre Investoren wie Warren Buffett und Jack Bogle loben den Ansatz als ideal für Personen, die gesunde langfristige Renditen anstreben. Die Buy-and-Hold-Strategie eignet sich besonders für Investoren, die ihre Anlagen aktiv auswählen, sich aber nicht kontinuierlich damit befassen wollen. Buy-and-Hold-Investoren kümmern sich nicht um kurzfristige Kursbewegungen und technische Indikatoren, sondern lassen den Faktor Zeit für sich arbeiten.

    Vorteile der Buy-and-Hold-Strategie

    Dass sich am Aktienmarkt Geduld auszahlt, zeigen beispielsweise die Rendite-Dreiecke des Deutschen Aktieninstituts (DAI). Wer Ende 1996 DAX-Aktien gekauft und bis Ende 2013 gehalten hat, verzeichnete demnach jährlich im Schnitt um 7,3 Prozent. Weiterhin stellt das DAI fest: „Das DAX-Rendite-Dreieck zeigt, dass sich in den vergangenen 50 Jahren breit gestreutes und langfristiges Sparen in Aktien ausgezahlt hat. Wer in Aktien des Deutschen Aktienindex DAX gespart hat, partizipierte an der Kursentwicklung und den Dividenden der großen deutschen Börsenwerte. So konnte man beispielsweise bei einem Anlagezeitraum von 20 Jahren eine durchschnittliche Rendite von 8,6 Prozent im Jahr auf das angelegte Geld erwirtschaften. Im schlechtesten Fall lag die jährliche Rendite bei 3,3 Prozent, im besten bei 15,2 Prozent.“

    Geduld und Zeit erforderlich

    Anleger brauchen für eine Buy-and-Hold-Strategie Geduld und sollten bei Abschwüngen nicht nervös werden. Buy and Hold spielt seine Stärken aus, wenn das Depot nicht immer wieder verändert wird. Trotzdem ist es wichtig, eine sorgfältige Auswahl zu treffen und die ausgewählten Unternehmen regelmäßig zu beobachten.

    Aktien werden immer sicherer, je länger sie laufen. Studien zeigen, dass Anlegerinnen und Anleger, die kaufen und halten, im Durchschnitt über längere Zeiträume und nach Abzug der Gebühren besser abschneiden als aktive Manager. Sie können zudem die Kapitalertragssteuer aufschieben. Eine breite Streuung ist für den Erfolg maßgeblich. Für diese Strategie können sowohl aktive als auch passive Instrumente eingesetzt werden. Auf der Passivseite gewinnen ETFs weiter an Beliebtheit. Damit werden Börsenbewegungen nach oben und unten nachvollzogen, und günstig sind die passiven Indexfonds auch.


    Gastautor Dyrk Vieten ist Geschäftsführer der ficon Vermögensmanagement GmbH in Düsseldorf. Weitere Beiträge von ihm und anderen Vermögensverwaltern finden Sie auf www.v-check.de.

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