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    Arbeitswelt

    Auf Wandel eingestellt: Mit Wissen und Erfahrung

    Arbeitswelt | 16.11.2021 Drucken

    Warum arbeiten Ältere trotz Rente?

    In Deutschland arbeiten immer mehr Menschen auch im höheren Alter noch, allerdings sind finanzielle Gründe dafür weniger ausschlaggebend.

    Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat auf der Basis von Zahlen des Sozio-oekonomischen Panels in einer Studie ermittelt, wie hoch die Erwerbsquote älterer Menschen hierzulande ist.

    Demnach hat sich der Anteil von Erwerbstätigen über 65 Jahren im Zeitraum von 2005 bis 2019 mehr als verdoppelt. Gingen 2005 etwas über eine halbe Million Menschen (520.000) in dieser Altersgruppe weiter einer Arbeit nach, waren es 2019 schon rund 1,3 Millionen.

    Mitunter wird darüber spekuliert, dass es vor allem existenzielle – also finanzielle – Gründe sein könnten, warum ältere Menschen trotz Rentenbezug weiterhin arbeiten gehen. Doch die Ergebnisse der IW-Auswertung bestätigen diese These nicht. Anderenfalls müssten die weiter erwerbstätigen Rentner eine niedrigere Rente als die nicht erwerbstätige Gruppe beziehen. Dem ist jedoch nicht so, wie die Studienautoren ausdrücklich feststellen: „Tatsächlich ist bei der Rentenhöhe zwischen Erwerbstätigen und Nichterwerbstätigen aber kein Unterschied erkennbar.“ Auch ein weiteres „Argument“ – die sukzessiv vollzogene Anhebung der Regelaltersgrenze – greift laut Studie nicht. Auch in der Gruppe der 70- bis 74-Jährigen stieg die Erwerbstätigenquote im Untersuchungszeitraum von 2,9 auf 8,2 Prozent. Diese Altersgruppe ist jedoch nicht von der Änderung beim Renteneintrittsalter betroffen.

    17 Prozent mehr Einkommen

    Dennoch zahlt sich eine Weiterbeschäftigung für die meisten Rentner aus, selbst wenn diese bevorzugt als Minijobber oder in Teilzeit arbeiten. Im Median verfügen sie mit 2.000 Euro monatlichem Pro-Kopf-Einkommen über 17 Prozent mehr als nicht erwerbstätige Ältere. Diese bekommen im Mittel 1.667 Euro pro Monat. Ebenso wurde festgestellt, dass erwerbstätige Rentner zum einen durchschnittlich jünger sind als jene, die nicht weiter arbeiten. Zum anderen ergab die Studie, dass mit einem höheren Qualifizierungsgrad auch die Erwerbstätigenquote steigt. Hier könnte ein gegenüber geringer Qualifizierten vergleichsweise höherer Stundenlohn durchaus ein lohnendes Motiv für die Weiterbeschäftigung sein. So verfügt rund jeder Dritte der erwerbstätigen Rentner über einen Fachschul-, Meister- oder akademischen Abschluss. Bei den nicht länger arbeitenden Rentnern hingegen ist nur rund jeder Vierte derart qualifiziert. Eine andere IW-Studie aus dem Jahr 2020 zeigte, dass rund die Hälfte der arbeitenden Rentner lediglich 450 Euro oder weniger im Monat dazuverdient. 

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