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Demographie

In die Zukunft geschaut: So altert und schrumpft unser Land.

Demographie | 8.9.2020 Drucken

Gibt es genug Rücksicht für Ältere in der Coronazeit?

In den ersten Monaten der Coronazeit waren Ältere besonders betroffen. Nahmen die Jüngeren darauf ausreichend Rücksicht? Eine DIA-Umfrage gibt Antworten auf diese Frage.

Die Krise der letzten Monate lieferte widersprüchliche Bilder. Auf der einen Seite junge Menschen, die für ältere Familienmitglieder, Verwandte oder Nachbarn Besorgungen erledigten, als diese sich vorübergehend nicht unter Menschen trauten. Auf der anderen Seite ausufernde Ansammlungen junger Städter in Parks und auf Plätzen, sobald das Schlimmste vorbei schien. Hilfsbereitschaft hier, Hemmungslosigkeit da.

Wie gingen und gehen die Generationen miteinander um in dem Wissen, dass Ältere bei einer Infektion mit dem Virus besonders von schweren Krankheitsverläufen bedroht sind? Rund ein Drittel der Befragten hat das Gefühl, dass sich jüngere Menschen bemühten und noch bemühen, durch ihr Verhalten Ältere nicht zu gefährden. Dem stehen aber zugleich 47 Prozent gegenüber, die meinen, das trifft eher auf weniger oder gar sehr wenige Jüngere zu. Die Mehrheit hat also offenkundig gegenteilige Erfahrungen gemacht.

Jüngere sehen es entspannter

Dabei hängt die Beurteilung stark vom Alter ab. In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen fällt die Antwort weitgehend positiv aus. Das war fast zu erwarten. Um das Verhalten dieser Gruppe geht es ja vor allem. Selbst stellt sie sich ein recht gutes Zeugnis aus.

Mit zunehmendem Alter hingegen finden immer mehr, dass die Verhaltensanpassungen nicht ausreichend waren. Unter den 60-Jährigen und Älteren, das ist die besonders gefährdete Altersgruppe, meint sogar eine absolute Mehrheit, dass die Jüngeren nicht oder zumindest zuwenige von ihnen die erforderliche Rücksicht walten ließen.

Wurden die Bemühungen der Jüngeren auch wahrgenommen und entsprechend wertgeschätzt? Zwei Drittel derjenigen, die glauben, dass jüngere Menschen zur Risikominimierung für Ältere beigetragen haben, bejahen dies. Ein knappes Fünftel hingegen glaubt das nicht. Deutlich gespalten sind die Befragten in der Beurteilung, ob ein achtsames Verhalten auch ausreichend Wertschätzung fand beziehungsweise findet. 45 Prozent sagen ja, das ist eine relative Mehrheit. Aber immerhin 37 Prozent sind anderer Auffassung.

Sowohl bei den männlichen als auch bei den weiblichen Befragten vertritt eine relative Mehrheit die Auffassung, dass ausreichend Wertschätzung vorhanden war. Jedoch fällt bei den Männern die Differenz zwischen denen, die bei dieser These zustimmten beziehungsweise ablehnten, mit drei Prozentpunkten deutlich geringer aus als bei den Frauen (13 Prozentpunkte). Die Frauen waren auch insgesamt überzeugter, dass den Jüngeren für positives Verhalten Anerkennung gezollt wurde.


Die Umfrage führte INSA Consulere im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge in der Zeit vom 28. bis 31. August als Online-Befragung durch. Daran nahmen 2.068 Personen aus Deutschland ab 18 Jahren teil.

Weitere Umfragen und Studien finden Sie hier.

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