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Demographie

In die Zukunft geschaut: So altert und schrumpft unser Land.

Demographie | 14.12.2015 Drucken

Demographie kennt keine Schaukelstühle

Ex-Bundesarbeitsminister Müntefering beim Parlamentarischen Abend des Demographischen Netzwerks zu den Herausforderungen bei der Fachkräftesicherung in den kommenden Jahren.

Das Demographie-Netzwerk hat bei einem Parlamentarischen Abend in Berlin dazu aufgerufen, „gemeinsam die demographische Herausforderung zu meistern“. Rudolf Kast, Vorsitzender des Netzwerks und Personalmanager in Freiburg, hält es für einen „schweren Fehler, dass mit 65 das Fallbeil für Arbeitnehmer fällt“. Ältere Beschäftigte stellten eine wichtige Potenzialgruppe für die Fachkräftesicherung, die eine der zentralen gesellschaftspolitischen Zukunftsaufgaben sei, dar. Insbesondere die Aktivierung der Generation 50+ trage dazu bei, den Arbeitsmarkt langfristig zu stabilisieren und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Hier seien Gemeinschaftsaktionen von Politik und Unternehmen gefragt. Kast wies auf die Erfolge des 2006 gegründeten Demographischen Netzwerks hin. Inzwischen habe diese Organisation 440 Mitglieder. Die Demographie werde in diesem Netzwerk mehr als Chance denn als Bedrohung gesehen. Besondere Herausforderungen bringen die Gewinnung und die Sicherung von Fachkräften vor allem für mittelständische Unternehmen mit sich.

Bis 2035 ein Viertel weniger Arbeitskräfte

Der frühere Bundesarbeitsminister Franz Müntefering machte anhand von Zahlen die Probleme der Zukunft deutlich. Bis 2035 stehe im Vergleich zu heute etwa ein Viertel weniger Arbeitskräfte zur Verfügung. In Zukunft gelte es, alle Potentiale entschlossen zu nutzen, „die Jungen, die Frauen stärker als bisher und vor allem auch die Älteren“. In einer immer älter werdenden Gesellschaft gehöre die Sicherung der Fachkräfte zu den wichtigsten  Aufgaben. „Die Demographie kennt keine Schaukelstühle“, meinte Müntefering, der sich für mehr Flexibilität bei der Gestaltung der Lebensarbeitszeit aussprach. Die Zuwanderung durch Flüchtlinge sieht Müntefering optimistisch, aber nicht euphorisch. Es komme darauf an, diese Migration zu „nutzen, aber nicht kolonialistisch ausnutzen“. Die Neuankömmlinge müssten die Chance haben, schnell Deutsch zu lernen und in den Bildungsprozess integriert zu werden.

Engagement der Senioren ist wichtig fürs Gemeinwesen

Christoph Zeckra, Gesamtverantwortlicher des Generali Zukunftsfonds, unterstrich die Bedeutung von sozialem und bürgerschaftlichem Engagement von Senioren für ein funktionierendes Gemeinwesen. Unternehmen, Politik und Zivilgesellschaft müssten wirkungsvoller als bisher zusammenarbeiten. Wie Politik und Unternehmen künftig enger zusammen arbeiten können, klärte eine Expertenrunde mit Vertretern der Wirtschaft, der Zivilgesellschaft und der Vorsitzenden des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales, Kerstin Griese.

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