Die unterschätzte Lebenslänge

Anfang November bestätigte die OECD mit ihrer Studie „Health at a Glance 2015“ einen Trend, der unsere Gesellschaft massiv verändert: Die Lebenserwartung in den OECD-Staaten nimmt pro Jahr drei bis vier Monate zu. Seit 1970 stieg sie um mehr als zehn Jahre. Pro Dekade gewinnen wir im Durchschnitt etwa 2,5 Jahre an Lebenszeit. Die Zunahme der Lebenserwartung wird immer wieder unterschätzt. Doch das passiert nicht nur den Wissenschaftlern, sondern auch der Einzelne setzt in der Regel die eigene Lebenserwartung systematisch zu niedrig an.

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Teilrente mit Risiken und Nebenwirkungen

Die Flexi-Rente kommt nun doch. Daran hatte kaum noch jemand geglaubt. Mehr als ein Jahr lang verhandelte eine Arbeitsgruppe der Großen Koalition darüber. Noch vor wenigen Monaten schien es, dass wegen der Forderung der SPD, Teilrenten schon ab dem Alter 60 einzuführen, keine Einigung zustande kommt. Der gefundene Kompromiss belässt das bisherige Einstiegsalter von 63. Das ist auch gut so. Für das Argument, mit einer – nach unten – erweiterten Teilrente könne die Beschäftigung erhöht werden, gibt es nämlich keine eindeutigen Belege.

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Erfahrung beeinflusst Geburtsverhalten

Die Kindheit ist die sensibelste und wichtigste Lebensphase bei der Entwicklung eines Individuums. Durch den Sozialisationsprozess findet eine Prägung statt, die als irreversible Form des Lernens zu verstehen ist und die einen Menschen das ganze Leben begleitet. In dieser sensiblen Phase werden Reize aufgenommen, die in das Verhaltensrepertoire übergehen, so dass sie den Anschein erwecken, angeboren zu sein. Kann daher geschlussfolgert werden, dass die Entwicklungsjahre, in der die Sozialisation stattfindet, die Haltung zum Mutterdasein prägen?

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Erbschaften sind sehr ungleich verteilt

3,1 Billionen Euro werden im Zehnjahreszeitraum von 2015 bis 2024 in Deutschland vererbt. Bei einem Gesamtvermögen aller privaten Haushalte von gut elf Billionen Euro wechseln damit drei von zehn Vermögens-Euro ihren Besitzer. Davon werden 2,1 Billionen Euro an die nächste Generation übertragen. Fast jede zweite generationenübergreifende Erbschaft wird Immobilien enthalten, deren Wert sich auf 0,9 Billionen Euro summiert. Wie die großen Vermögen konzentrieren sich auch die großen Erbschaften auf wenige Fälle. Die oberen zwei Prozent aller Hinterlassenschaften vereinen etwa ein Drittel des gesamten Erbschaftsvolumens auf sich. Das geht aus der Studie „Erben in Deutschland 2015 – 24: Volumen, Verteilung und Verwendung“ hervor.

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Konsum im Alter: Was ändert sich?

Inwiefern unterscheiden sich Rentner in ihrem Konsumverhalten von Erwerbstätigen? Wie entwickelt sich das Konsumverhalten im hohen Alter? Was ergibt sich daraus für die Altersvorsorge? Diesen und weiteren Fragen geht das Deutsche Institut für Altersvorsorge nach. Darüber sprachen wir mit Wirtschaftswissenschaftlerin Dr. Melanie Lührmann, die sich intensiv mit der Ökonomie des Alterns beschäftigt,  über den aktuellen Stand der Forschung.

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Demografie ganz persönlich

Wie alt werden Sie? Diese Frage stellt das DIA mit seinem jüngsten Rechentool. Der besondere Dreh daran: Das Tool liefert die Antwort auf die Frage gleich mit. Natürlich handelt es sich dabei nur um eine statistische Lebenserwartung, die in prozentualer Wahrscheinlichkeit ausgedrückt wird. Aber der Lebenserwartungsrechner zeigt, wie die Lebenszeit vom Geschlecht und Geburtsjahr sowie von den Lebensverhältnissen abhängt. Mittels sechs Schieberegler können Lebenssituation und Verhalten eingestellt und ihre Wirkung auf die Lebenserwartung ermittelt werden.

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Hans-Werner Sinn im DIA-Forum

Das demografische Defizit in Deutschland: Ursachen, Folgen, Implikationen  Opens internal link in current windowMehr dazu

Auf Wachstum kommt es an

Aufmerksamkeit für die Altersvorsorge lässt sich auch unkonventionell wecken. Anschauen

Droht Berufsunfähigkeit?

Ein Test zeigt, wie hoch das statistische Risiko ist, berufsunfähig zu werden Zum Test

DIA Aktuell

Regierung versteckt sich bei den Betriebsrenten hinter Gutachten

Das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) fordert die Bundesregierung auf, endlich die im Koali-tionsvertrag vereinbarte Stärkung der betrieblichen Altersversorgung in Angriff zu nehmen. weiter

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