Die Rentenkommission hat am 24. Juni 2026 ihren Bericht vorgelegt. Damit steht die Alterssicherung in Deutschland vor einer richtungsweisenden Reform.
Dr. Peter Schwark, Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), kommentierte die Empfehlungen wie folgt:
„Der Bericht empfiehlt einen großen Reformansatz mit dem Potenzial, unser System der Alterssicherung langfristig zukunftsfähig zu machen. Klar ist: Eine derart umfassende Reform kann nur gelingen, wenn alle Beteiligten bereit sind, eingetretene Pfade zu verlassen. Ein parteiübergreifender Konsens über die wesentlichen Leitlinien der Rentenpolitik hat die Bundesrepublik über viele Jahrzehnte ausgezeichnet. Dieser Grundkonsens ist zuletzt verloren gegangen. Jetzt bietet sich die Chance, ihn wiederherzustellen.
Im Verhältnis zum jüngst verabschiedeten Altersvorsorgereformgesetz (AVRG) stellt sich allerdings die Frage, ob es tatsächlich noch einen öffentlichen Träger in der dritten Säule braucht, wenn ein staatlicher Fonds in der ersten Säule etabliert wird. Dieser Aspekt sollte bei der Umsetzung des AVRG neu bewertet werden.“