Nachricht an die Redaktion

    Ihre Nachricht an uns


    Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

    Vorsorgemappe

    Newsletter abonnieren & kostenlose Vorsorgemappe anfordern.

    DIA Update

    Abonnieren Sie den kostenlosen
    Newsletter des DIA.

    Gesetzliche Rente

    Auf Generationen gebaut: So zahlen die Jungen für die Alten.

    Gesetzliche Rente | 18.6.2024 Drucken

    Ab Juli Zuschläge für ältere EM-Renten

    Bezieher von Erwerbsminderungsrenten (EM-Renten), die in den Jahren 2001 bis 2018 begonnen haben, erhalten ab dem 1. Juli 2024 einen Zuschlag.

    Diese Erhöhung der EM-Renten geht auf das Rentenanpassungs- und Erwerbsminderungsrenten-Bestandsverbesserungsgesetz aus dem Jahr 2022 zurück. Das Gesetz mit dem wortgewaltigen Namen verbessert nun auch die Lage von EM-Rentnern, die bereits seit einigen Jahren Bezüge erhalten und bei den vorangegangenen Aufstockungen für Neurentner leer ausgingen.

    Betroffen sind rund drei Millionen Renten, die einen Aufschlag von 4,5 beziehungsweise 7,5 Prozent erhalten. Bei einem Rentenbeginn von Januar 2001 bis Juni 2014 gibt es 7,5 Prozent. Bei einem Rentenbeginn ab Juli 2014 bis Dezember 2018 sind es 4,5 Prozent. Der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV) bescherte dieses Gesetz einen immensen Aufwand. So muss die IT unter anderem in einem komplexen Suchprozess aus einem Rentenbestand von rund 26 Millionen Renten die begünstigten Personen herausfiltern. Die Programmierer der DRV haben aber ohnehin schon mit vielen anderen Aufgaben alle Hände voll zu tun.

    Auszahlung in zwei Stufen

    Um den 1. Juli dennoch als Zahltermin zu halten, hat die DRV gemeinsam mit dem Renten-Service der Deutschen Post für die Berechnung des Zuschlags ein zweistufiges Verfahren entwickelt. Stufe 1: Von Juli 2024 bis November 2025 überweist der Rentenservice für die DRV einen von ihm selbst aus den bekannten Rentenzahlbeträgen ermittelten Zuschlag. In dieser Zeit erhalten die Rentner also zunächst zwei getrennte Zahlungen. Die zweite Stufe setzt dann im Dezember 2025 ein. Bis zu diesem Zeitpunkt hat die DRV den Zuschlag auf der Grundlage der persönlichen Entgeltpunkte berechnet.

    Diese beiden Beträge können sich jedoch in der Höhe geringfügig unterscheiden. Darauf verwies Alexander Gunkel, Alternierender Vorsitzender des Bundesvorstandes der Deutschen Rentenversicherung Bund, unlängst auf der Bundesvertreterversammlung. „Sollte der Zuschlag in der ersten Stufe vereinzelt niedriger gewesen sein, erhalten die Betroffenen eine Nachzahlung. Im umgekehrten Fall wird dagegen kein Geld zurückgefordert“, erklärte er.

    Kein Antrag erforderlich

    Auch Nachfolgerenten, also Altersrenten oder Hinterbliebenenrenten, die unmittelbar an diese Erwerbsminderungsrenten anschließen, erhalten einen Zuschlag. Ein Antrag ist in keinem Fall zu stellen. Das gewählte Verfahren ist aus Sicht der Begünstigten ohne Frage versichertenfreundlich, zeigt aber auch, vor welchen Herausforderungen die Rentenversicherung immer wieder steht. Gunkel nannte vor der Vertreterversammlung einige zusätzliche Aufgaben, die die DRV-Verwaltung schultern musste: Grundrentenzuschlag, Energiepreispauschale, Wegfall der Hinzuverdientsgrenze. So konnte er sich auch eine Bemerkung in Richtung Politik nicht verkneifen: „Wir wünschen uns, dass uns der Gesetzgeber bei komplexen Gesetzen einen angemessenen Vorlauf inklusive eines Risikopuffers zur Umsetzung lässt.“


    Die neue Podcast-Ausgabe, die in dieser Woche erscheint, beschäftigt sich ebenfalls mit der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente und vor allem mit der privaten Erwerbsunfähigkeitsrente. Den DIA-Podcast finden Sie hier.

    Nachricht an die Redaktion

    Senden Sie Hinweise, Lob oder Tadel zu diesem Artikel an die DIA Redaktion.

    Nachricht an die Redaktion

    Haben Sie Anmerkungen oder Fragen zu diesem Beitrag? Schreiben Sie uns gern! Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

      Ihre Nachricht an uns


      Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

      Artikel teilen

      [contact-form-7 404 "Nicht gefunden"]
      Ausgewählte Artikel zum Thema

      Parteien-Poker um das Rentenpaket II

      Gerade haben die Parteien der Ampelregierung einen heftigen Dämpfer bei der Europawahl bekommen, da verschärft sich ein schon länger schwelender Konflikt in der Rentenpolitik und bringt die drei Koalitionspartner noch tiefer ins schwere Fahrwasser. Einen Tag nach der Wahl meldeten mehrere FDP-Bundestagsabgeordnete Widerstand gegen das Rentenpaket II an. Es war erst nach einer langen Hängepartie […]

      Artikel lesen

      Rentenpflicht von mehr Selbstständigen gewählt

      Ein spürbarer Anstieg der Selbstständigen, die sich freiwillig für die gesetzliche Rentenpflicht entscheiden, markiert unter Umständen eine Trendwende.  Nach den Daten der Deutschen Rentenversicherung (DRV) haben sich Ende 2022 rund 19.500 Selbstständige freiwillig für eine Pflichtmitgliedschaft registriert. Die Zahl der Antragspflichtversicherten ist damit seit dem Jahr 2009 um fast 90 Prozent gestiegen. Damals erreichte das […]

      Artikel lesen

      Rentenverträge für Alterssitz im Ausland

      Internationale Rentenverträge spielen eine wesentliche Rolle in der deutschen Rentenpolitik. Sie gewährleisten für Millionen Menschen die Versorgungssicherheit im Alter.  Über 3,2 Millionen der insgesamt knapp 26 Millionen monatlich von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) ausgezahlten Renten basieren auf Verträgen und Abkommen mit anderen Ländern. 2022 kamen über 177.000 neue Vertragsrenten hinzu. Regelungen wie etwa das Fremdrentengesetz betreffen sowohl […]

      Artikel lesen