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Edelmetalle: Hier fliegt die Kuh

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02. Februar 2026

Edelmetalle: Hier fliegt die Kuh

Bei den edlen Metallen gibt es kein Halten mehr: Gold über 5.000 US-Dollar, Silber über 100 US-Dollar, Platin bei 2.700 US-Dollar – das sind nie oder lange nicht gesehene Höhen, in die die Edelmetalle hier in relativ kurzer Zeit vorgestoßen sind. Seit Anfang 2025 ist der Goldpreis um über 75 Prozent angestiegen; Platin hat sich mehr als verdoppelt und Silber sogar verdreifacht.

Krisenherde und Unsicherheit treiben die Preise

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Angesichts der vielfachen Krisenherde in der Welt und einem US-Präsidenten, der selbst bei ehemaligen Partnern nur noch Fragezeichen hinterlässt, ist es verständlich, dass die Anleger Sicherheit in Gold & Co. suchen.

Befeuert wird die Nachfrage nach Edelmetallen auch aus Inflationssorgen und durch den Druck von Trump auf die amerikanische Notenbank (Fed), doch gefälligst die Zinsen zu senken. Die Börsianer beobachten mit Argusaugen, inwieweit die US-Zentralbank immer stärker unter politischen Einfluss gerät. Ihre Unabhängigkeit ist zunehmend in Frage gestellt, vor allem wenn der aktuelle Notenbankchef Jerome Powell im Mai aus seinem Amt ausscheidet und Trump den Posten mit einem getreuen Vasallen besetzt.

Sinkende Zinsen machen Gold attraktiver

Die Aussicht auf sinkende Leitzinsen wirkt sich positiv auf die Edelmetalle aus, weil sie keinen laufenden Ertrag abwerfen und dann somit relativ zu anderen Anlageklassen, insbesondere Anleihen, an Attraktivität gewinnen. Auch das befeuert die Preise der Edelbleche. Bei Silber kommt noch hinzu, dass das Marktvolumen hier nur gering ist und deshalb schnell volatile Sprünge entstehen.

Unsere Einschätzung: Die Edelmetalle haben grundsätzlich weiteres Aufwärtspotential, auch wenn nach dem irren Kursfeuerwerk in absehbarer Zeit eine gewisse Konsolidierung zu erwarten ist.


Dr. Marc-Oliver Lux von Dr. Lux & Präuner GmbH & Co. KG in München