Nachricht an die Redaktion

    Ihre Nachricht an uns


    Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

    Vorsorgemappe

    Newsletter abonnieren & kostenlose Vorsorgemappe anfordern.

    DIA Update

    Abonnieren Sie den kostenlosen
    Newsletter des DIA.

    Sparverhalten

    Auf der hohen Kante: So spart Deutschland.

    Sparverhalten | 17.10.2022 Drucken

    Wenn Eltern für die Kinder sparen

    Wer für seine Kinder oder Enkelkinder sparen möchte, hat viele Möglichkeiten.

    Im Fokus steht, über die Jahre hinweg den Investmenterfolg durch ein substanzstarkes Konzept aufzubauen. Das gelingt beispielsweise durch Sparpläne für Kinder auf Investmentfonds.

    Wer Kinder oder Enkelkinder hat, sorgt sich um deren Zukunft. Bleiben sie gesund? Erreichen sie ihre Ziele? Wie können sie eine finanzielle Basis erhalten, um abgesichert ins Erwachsenenleben zu starten oder die bestmögliche Ausbildung zu erhalten? Das sind Fragen, die sich Eltern und Großeltern regelmäßig stellen. Zumindest den finanziellen Teil können die Angehörigen positiv beeinflussen.

    Dafür stehen vielfältige Angebote zur Verfügung. Der Klassiker sind Fondspolicen von Banken und Versicherungen, bei denen mit monatlichen Zahlungen ein Kapitalstock entstehen soll. Das macht, in Verbindung mit einem frühen Vertragsabschluss, den Aufwand überschaubar. Nachteile sind, wie so häufig bei Fondspolicen, hohe Gebühren, eine eher unterdurchschnittliche Rendite und starre Strukturen bei Zuzahlungen, Entnahmen und Zahlungspausen. In Kombination kann dies zu einem niedrigeren Gesamtergebnis und geríngerer Flexibilität führen. Oftmals sind Fondspolicen auch mit anderen Versicherungsleistungen verknüpft, in die viele Beiträge fließen, beispielsweise ein Kinderpflegegeld. Da sollte der Sparer genau wissen, was ihm wichtig ist.

    Sparen mit Aktien zahlt sich aus

    Interessanter erscheinen daher Sparpläne mit Investmentfonds. Gerade Aktien sind über die Jahre hinweg weiterhin eine der attraktivsten Anlageformen. Das DAX-Rendite-Dreieck des Deutschen Aktieninstituts zeigt, dass sich in den vergangenen 50 Jahren breit gestreutes und langfristiges Sparen mit Aktien ausgezahlt hat. Wer in Aktien des Deutschen Aktienindex DAX investierte, partizipierte an der Kursentwicklung und den Dividenden der großen deutschen Börsenwerte. So konnten Anleger beispielsweise bei einem Anlagezeitraum von 20 Jahren eine durchschnittliche Rendite von 8,6 Prozent im Jahr auf das angelegte Geld erwirtschaften. Im schlechtesten Fall lag die jährliche Rendite bei 3,3 Prozent, im besten bei 15,2 Prozent.

    Sparplan besitzt Vorteile

    Diese Zahlen zeigen: Bei einem langen Anlagehorizont wie bei einem Sparplan für Kinder und Enkel von Geburt an droht kaum ein Verlust, trotz aller Krisen. Der Sparplan hilft, dass Gelder regelmäßig investiert werden. Das bringt durch den Zinseszinseffekt zusätzliche Renditen über die Jahre hinweg. Der Sparplan reduziert dabei das Risiko, wie bei der Einmalanlage mit einer größeren Summe gegebenenfalls frühzeitig in eine Abwärtsphase zu geraten, um dann den Verlusten längere Zeit hinterherzulaufen.

    Dividenden bringen 50 Prozent der Performance

    Besonderen Substanzschutz bieten dabei Dividendenaktien, die ihre Gesamtrendite aus zwei Ertragsquellen schöpfen. Das sind einerseits die regelmäßigen Ausschüttungen und andererseits die möglichen Kursgewinne. Ein Blick in die Historie zeigt, dass Dividendenaktien in den vergangenen Jahren auch in schwachen Konjunkturphasen deutlich besser abgeschnitten haben als der gesamte Aktienmarkt. Das liegt daran, dass sich Dividenden in der Regel stetiger als die Unternehmensgewinne entwickeln. Historisch ist belegt, dass die Dividende langfristig unter dem Strich mehr als 50 Prozent an der Aktiengesamtperformance ausmacht. Eine Berechnung von Keppler Asset Management zeigt, dass US-Aktien (Performance-Index) inflationsbereinigt zwischen 1926 und 2020 eine jährliche Rendite von 7,2 Prozent pro Jahr erbracht haben.

    Viel Spielraum bei den Einzahlungen

    Wichtig bei solchen Sparkonzepten für Kinder ist zudem die Flexibilität. Die Anlage sollte so strukturiert sein, dass sie regelmäßig höhere oder niedrigere Einzahlungen zulässt und auch Entnahmen möglich sind, ohne den Vertrag verändern zu müssen. Dadurch erhalten sich die Sparer die Möglichkeit, zum Beispiel finanzielle Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke einmalig einzuzahlen und weitere Sonderzahlungen vorzunehmen, um bei Gelegenheit das Vermögen zu erhöhen. Aber ebenso ist es ihnen möglich, für eine gewisse Zeit nichts einzuzahlen, wenn es die Situation einmal nicht zulässt, oder Geld zu entnehmen, sei es für den Auslandsaufenthalt oder eine größere Anschaffung.


    Gastautor Dyrk Vieten ist Sprecher der Geschäftsführung der unabhängigen Vermögensverwaltung ficon Vermögensmanagement GmbH in Düsseldorf. Weitere Beiträge von ihm und anderen Vermögensverwaltern finden Sie auf www.v-check.de.

    Nachricht an die Redaktion

    Senden Sie Hinweise, Lob oder Tadel zu diesem Artikel an die DIA Redaktion.

    Nachricht an die Redaktion

    Haben Sie Anmerkungen oder Fragen zu diesem Beitrag? Schreiben Sie uns gern! Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

      Ihre Nachricht an uns


      Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

      Artikel teilen

        Ihre Nachricht am den Empfänger (optional)
        Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

        Ausgewählte Artikel zum Thema

        Rentenpolicen auf dem Prüfstand

        Das neue Altersvorsorge-Rating von Franke & Bornberg liefert belastbare Informationen zur Qualität von privaten Rentenversicherungen. Damit bekommen Vermittler und Verbraucher eine Entscheidungshilfe. 444 Rentenpolicen nahm das Researchunternehmen unter die Lupe und konstatiert bei ihrer Auswertung mehrere Trends. So beobachtete Franke & Bornberg einen Rückgang des Angebotes für die privateAltersversorgung. Beim Rating des Jahres 2021 waren […]

        Artikel lesen

        Finanzen machen Schule - auch auf Tiktok

        Finanzwissen per Tiktok? Funktioniert das? Ricardo Tunnissen aus Wuppertal liefert den Beweis dafür. Im Interview gewährt er einige Blicke hinter die Kulissen seines Social-Media-Auftritts. Auf Insta oder Tiktok erwartet man vor allem Tanzeinlagen und Katzenbilder. Sie versuchen es mit schwerer Kost wie Zins und Inflation. Lässt sich damit ein User auf den Kanal locken? Verraten […]

        Artikel lesen

        Wenn es in Familien Bling gemacht hat ...

        Die Vermittlung von Wissen rund ums Geld findet in der Schule nur ansatzweise statt. Start-ups springen in diese Lücke und bieten Apps, die Kindern und Jugendlichen helfen, den Umgang mit Geld zu erlernen. Das DIA stellt in loser Folge einige davon vor. Heute: Bling. Es ist Zeit für eine Taschengeld-Revolution – diese Forderung formuliert das […]

        Artikel lesen