Berlin, 24.03.2026 – „Wie alt werde ich?“ Kaum eine Frage beschäftigt Menschen so sehr wie diese. Das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) greift mit dem neuen DIA-Lebenserwartungsrechner diese natürliche Neugier auf, indem Nutzer auf spielerische Weise ihre statistische Lebenserwartung ermitteln können. Was zunächst aus Interesse und Neugier ausprobiert wird, sensibilisiert zugleich für ein zentrales Zukunftsthema: Langlebigkeit und ihre Folgen für die Altersvorsorge.
Wissenschaftlich fundiert
Die Berechnungsformel wurde mit Unterstützung von Prof. Dr. Kathrin Möllenhoff von der Universität zu Köln entwickelt. Grundlage ist die Kohortentafel (Generationensterbetafel) des Statistisches Bundesamt. Die Gewichtung und Ableitung der einzelnen Einflussfaktoren basiert auf nationalen und internationalen epidemiologischen Langzeitstudien zur Mortalität und Lebenserwartung. Wissenschaftlich gut belegte Einflussgrößen wie Bewegung, Rauchen, BMI, Schlaf, Alkoholkonsum und familiäre Langlebigkeit ergänzen das Modell.
„Wir kombinieren amtliche Generationensterbetafeln mit epidemiologisch gut abgesicherten Lebensstilfaktoren. Das Ergebnis ist keine individuelle Vorhersage, sondern eine statistisch belastbare Orientierung für den jeweiligen Jahrgang und die persönliche Lebenssituation“, erläutert Prof. Dr. Kathrin Möllenhoff.
Rentendebatte: Länger leben, länger finanzieren
In der politischen Diskussion über Renteneintrittsalter, Aktivrente und flexible Übergänge zwischen Erwerbsleben und Ruhestand steht meist die Finanzierbarkeit der gesetzlichen Rente im Fokus. Weniger beachtet wird die individuelle Perspektive. Für viele Menschen dauert der Ruhestand heute zwei Jahrzehnte oder länger – Tendenz steigend. Damit wächst auch das Risiko, dass das Vorsorgevermögen nicht ausreicht.
„Das größte Risiko für viele Ruhestandsplanungen ist nicht die Börse, sondern die unterschätzte eigene Lebensdauer“, so Dr. Peter Schwark, DIA-Sprecher. „Wer realistisch einschätzt, wie lange die Rentenphase dauern kann, trifft bessere Entscheidungen – ob bei Entnahmeplänen, privater Vorsorge oder der Frage, wie flexibel der Übergang in den Ruhestand gestaltet werden soll.“
Spielerischer Zugang, nachhaltige Wirkung
Der DIA-Rechner versteht sich bewusst nicht als medizinisches Prognoseinstrument, sondern als niedrigschwelliger Einstieg in ein komplexes Thema. Damit schafft der Rechner einen alltagsnahen Zugang zur Altersvorsorge – jenseits trockener Rentenformeln.
Der DIA-Lebenserwartungsrechner ist ab sofort kostenfrei hier verfügbar.
Und, wie alt werden Sie?
Pressekontakt:
Dr. Peter Schwark (Sprecher)
Mail:
Mobil: 0151-51470102