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Rente mit 70? Oder flexible Übergänge?
Die Diskussion um „Rente mit 70“ flammt immer wieder auf. Doch vielleicht stellen wir die falsche Frage. Während die Zahl der Rentenbezieher schneller wächst als die Zahl der Erwerbstätigen, könnten rund 2,4 Millionen Menschen über 60 dem Arbeitsmarkt zusätzlich zur Verfügung stehen – wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Doch der Übergang in den Ruhestand ist in Deutschland noch immer als fester Schnitt organisiert.
Im Gespräch mit Prof. Dr. Felipe Temming geht es um die zentrale These des neuen DIA-Gutachtens zu flexiblen Übergängen vom Erwerbsleben in die Rentenphase:
Nicht das Renteneintrittsalter ist das Problem – sondern das starre System zwischen Arbeit und Ruhestand.
Wir sprechen über:
- die starre Altersgrenze im Arbeitsrecht und warum Weiterarbeiten oft vom Arbeitgeber abhängt,
- die Aktivrente und die Frage, ob steuerliche Anreize wirklich ausreichen,
- internationale Vergleiche und Deutschlands niedrige Erwerbstätigenquote bei den über 65-Jährigen,
- sowie über konkrete Instrumente wie Teilrenten, Teilzeitmodelle und Zeitwertkonten als Brücke in einen gleitenden Übergang.
Fazit: Längeres Arbeiten darf keine Zwangsdebatte sein.
Es geht um Wahlfreiheit, Flexibilität und einen Rechtsrahmen, der unterschiedliche Lebensläufe ermöglicht.
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