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    Jüngere finden Lastenverteilung bei der Rente gerechter

    Die Bereitschaft, Belastungen der Gesetzlichen Rente aus der demografischen Entwicklung mit Hilfe des Nachhaltigkeitsfaktors in der Rentenformel zwischen Beitragszahlern und Rentnern aufzuteilen, ist unter den Jüngeren deutlich höher ausgeprägt als bei den älteren, rentennahen Jahrgängen. Das ergab eine Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) im Rahmen des DIA-Deutschland-Trend Vorsorge.

    vom 17.11.2016

    zur Studie

      Jüngere finden Lastenverteilung bei der Rente gerechterDanach halten zwei Drittel der Befragten den Nachhaltigkeitsfaktor für (eher) nicht gerecht.

      Die überwiegende Ablehnung dieses Verfahrens der Lastenverteilung geht aber vor allem auf die 46- bis 65-Jährigen zurück. Von ihnen empfinden 77 Prozent den Nachhaltigkeitsfaktor für nicht oder eher nicht gerecht. Unter den Jüngeren, die noch deutlich mehr Jahre Beiträge an die Rentenversicherung leisten müssen, herrscht eine ganz andere Auffassung. Die 18- bis 25-Jährigen schätzen diese Form der Lastenverteilung doppelt so häufig als gerecht ein. Auch in der Gruppe der 26- bis 45-Jährigen gibt es deutlich mehr Zustimmung für den Nachhaltigkeitsfaktor.

      Dieser demografische Faktor verhindert, dass allein die Erwerbstätigen über steigende Beitragslasten die zunehmenden Kosten der gesetzlichen Rente schultern müssen. Über einen langsameren Anstieg der Renten im Vergleich zur durchschnittlichen Lohnentwicklung werden damit auch die Rentner an diesen Belastungen beteiligt.

      Politik begünstigt rentennahe Jahrgänge

      „Vorschläge zu einer Abschwächung oder gar Abschaffung des demografischen Faktors, wie sie verschiedentlich von Politikern ins Gespräch gebracht worden sind, wären also wiederum vor allem im Sinne der rentennahen Jahrgänge. Die Belange der jungen Generation stünden dagegen einmal mehr hintenan“, stellt DIA-Sprecher Klaus Morgenstern fest.

      Elternbonus im Rentensystem fände eine Mehrheit

      Außerdem sollte die Finanzierung der gesetzlichen Rente stärker die besondere Rolle der Eltern berücksichtigen, weil sie doppelt zur Finanzierung des Umlagesystems beitragen, indem sie nicht nur eigene Beiträge einzahlen, sondern zugleich für den Unterhalt ihrer Kinder und damit der künftigen Beitragszahler aufkommen. Der demografische Faktor in der Rentenformel verteilt die demografischen Lasten, die aus der zunehmenden Anzahl von Rentnern resultieren, sowohl auf die Beitragszahler als auch auf die Rentenbezieher. Statt einer solchen Aufteilung plädiert etwas mehr als die Hälfte der Befragten für eine stärkere Beteiligung der Kinderlosen an der Finanzierung des Rentensystems und damit indirekt für einen Elternbonus.

      Vor allem Frauen und die 46- bis 65-Jährigen halten eine andere Lastenverteilung zu Gunsten von Eltern für angebracht. Die größte Zustimmung findet das derzeit angewandte Verfahren des demografischen Faktors in der Gruppe der 18- bis 25-Jährigen. Sie sind mit 62 Prozent überwiegend der Meinung, dass alle gleichermaßen die demografischen Lasten schultern sollten.

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