Nachricht an die Redaktion

    Ihre Nachricht an uns


    Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

    Vorsorgemappe

    Newsletter abonnieren & kostenlose Vorsorgemappe anfordern.

    DIA Update

    Abonnieren Sie den kostenlosen
    Newsletter des DIA.

    Einkommen & Vermögen

    Rund ums liebe Geld: So viel wird verdient.

    Einkommen & Vermögen | 24.1.2023 Drucken

    Bringt Bildung mehr Einkommensgerechtigkeit?

    Einkommensgerechtigkeit hängt mit Bildung zusammen. Da lohnt ein Blick vor allem auf Hochqualifizierte. Darauf deuten Ergebnisse einer aktuellen Studie hin.

    „Non vitae, sed scholae discimus.” Auf Deutsch: „Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir.“ Die ursprüngliche Formulierung dieses Zitats geht auf den römischen Philosophen Seneca zurück. Meist wird das Zitat jedoch im falschen Kontext verwendet beziehungsweise zweckgebunden „umgedreht“. So heißt es dann: „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.“ Doch Seneca hatte in einem Brief an seinen Sohn bewusst das Schulwesen seiner Zeit kritisieren wollen. In einer guten Bildung sah der Philosoph einen Schlüssel für ein erfülltes und steuerbares Leben. Auch heutzutage üben Schule beziehungsweise Bildung einen immensen Einfluss auf das Leben aus. Das gilt insbesondere mit Blick auf das individuelle Einkommen, wie eine Studie zeigt.

    Die Bedeutung des Faktors Bildung für die Einkommensgerechtigkeit hat in den zurückliegenden 25 Jahren zugenommen. Allerdings war der Einfluss zwischenzeitlich auch schon mal etwas höher. Mittlerweile basieren zwölf Prozent der Einkommensunterschiede hierzulande auf unterschiedlichem Bildungsniveau. 1995 waren es nur neun Prozent. Insbesondere für die Hochqualifizierten und damit in der Regel Besserverdienende ist die Einkommensgerechtigkeit gestiegen. Den Grund dafür sehen die Experten im zunehmenden Fachkräftemangel in ausgewählten Branchen. Dadurch dürften Lohnanreize noch relevanter für die Besetzung hochqualifizierter Stellen geworden sein. 

    Alter und Herkunft haben nur geringeren Einfluss

    Eine weit weniger wichtige Rolle für spätere Einkommen scheinen hingegen Altersstruktur und Herkunft – sprich Migrationshintergrund – zu spielen. Für beide Faktoren beziffert die Studie den Einfluss auf  Ungleichheit mit weniger als drei Prozent. Allerdings gab es insbesondere wegen der Zuwanderungswellen und der damit verbundenen Integration im Zeitverlauf Schwankungen. Das sind einige der zentralen Aussagen der vom Institut der deutschen Wirtschaft für den hauseigenen Verteilungsreport initiierten Studie. Bei der Bildung könnte die deutsche Politik also ansetzen, wenn sie für mehr Einkommensgerechtigkeit sorgen möchte. Das allerdings ist keine ganz neue Erkenntnis.

    Zwei Kennziffern zum Vergleich

    Die Wissenschaftler zogen zur Beurteilung der Einkommensgerechtigkeit zwei Verfahren beziehungsweise Messgrößen heran. Das ist zum einen der bekannte Gini-Koeffizient. Hat dieser den Wert „0“, sind alle Einkommen gleich. Je mehr er sich der „1“ nähert, desto höher die Einkommensunterschiede. Hinzu kommt bei dieser Studie der nach einem niederländischen Ökonom benannte Theil-Index. Dieser „schaut“ doppelt hin. Erstens wird die Ungleichheit innerhalb einer Gruppe erfasst. Zweitens ermittelt dieser Index auch, wie stark die Ungleichheit zwischen verschiedenen Gruppen ist. Insgesamt kann der Theil-Index auch Werte außerhalb von Null bis Eins abbilden. Auch hier gilt: je höher der Wert, desto größer die Einkommensungleichheit.

    Nachricht an die Redaktion

    Senden Sie Hinweise, Lob oder Tadel zu diesem Artikel an die DIA Redaktion.

    Nachricht an die Redaktion

    Haben Sie Anmerkungen oder Fragen zu diesem Beitrag? Schreiben Sie uns gern! Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

      Ihre Nachricht an uns


      Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

      Artikel teilen

        Ihre Nachricht am den Empfänger (optional)
        Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

        Ausgewählte Artikel zum Thema

        Berufsstart: Wo sich eine Ausbildung auszahlt

        Laut Statistischem Bundesamt gab es 2019 insgesamt 326 anerkannte Ausbildungsberufe. Die Auswahl ist also groß. Doch wo lohnt sich eine Ausbildung auch finanziell? Ob Handel oder Handwerk, Landwirtschaft oder Industrie, Medien oder Dienstleistungsbereich, Pflege oder öffentlicher Dienst – jungen Menschen steht für ihre Ausbildung eine umfangreiche Palette an Berufen zur Verfügung. Doch diese wird finanziell […]

        Artikel lesen
        Fachkräfte

        Ausbildung oder Studium: Was bringt mehr Geld?

        Bei der Entscheidung für eine Ausbildung oder ein Studium spielen neben den individuellen Voraussetzungen und Wünschen auch finanzielle Aspekte eine Rolle. Doch welcher Berufsweg bringt am Ende mehr? Im Auftrag des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK) haben sich Forscher des Tübinger Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) dieser Frage angenommen. Aus ihrer Studie geht hervor, dass […]

        Artikel lesen

        Bildung schafft Bewusstsein für Vorsorgebereitschaft

        Wer im Alter einen behaglichen Lebensabend genießen möchte, für den ist eine ergänzende private Altersvorsorge unumgänglich und alternativlos. Dennoch sorgen viele Deutsche immer noch nicht ausreichend für ihren bevorstehenden Renteneintritt vor. Eine aktuelle Postbank-Umfrage, die vom Meinungsforschungsinstitut Kantar Emnid durchgeführt wurde, hat eine Erklärung für dieses Verhalten. Demnach hat der Bildungsgrad einen Einfluss auf die Vorsorgebereitschaft […]

        Artikel lesen