Der frühe Sparer kommt zum Ziel

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18. März 2026

Der frühe Sparer kommt zum Ziel

Eine Rendite von 25 % oder mehr wird nicht durch passives Investieren in einen ETF erzielt, weil nur die wenigsten ETFs eine solche dauerhaft erzielen. Mit 8 % vor Steuern und Inflation lässt sich aber kein Vermögen aufbauen. Nur ganz wenige Anleger sind jedoch in der Lage, eine substanziell hohe Rendite bei der Anlage ihres Vermögens zu erzielen und dann auch noch dauerhaft, um damit das gewünschte Vermögen aufzubauen. Ein Grund dafür könnte sein, dass es sich nur ganz wenige zum Ziel setzen, es zu schaffen.

Erfolgsstrategie: Mehrere Wege gleichzeitig gehen

Obwohl es eine Vielzahl anderer Personen gibt, die ähnliches geleistet haben, zeigt gerade Warren Buffett, dass eine Kombination mehrerer Strategien besonders erfolgreich ist. Er hat sich nicht für den einen Weg entschieden, sondern alle gleichzeitig beschritten. Einerseits steigerte er sein Einkommen, in dem er unzähligen Geschäftsaktivitäten gleichzeitig nachgegangen ist, die alle mehr oder weniger finanziell erfolgreich waren. Andererseits lebte er für seine Verhältnisse sparsam und verzichtete auf übermäßigen Konsum. Sein Vermögen konnte dadurch so wachsen, dass er schon in jungen Jahren ein Millionenvermögen aufbaute.

Der Vorteil eines sehr frühen Starts

Ein zentraler Aspekt ist dabei der frühe Start: Buffett war bereits als Kind Unternehmer und Investor, weshalb er bereits Mitte seiner 20er Jahre die Buffett-Partnerschaften starten konnte, bei denen er für andere Geld angelegt hat. Dadurch verfügte er bereits mit 30 Jahren über ein Vermögen von einer Million USD, nach Kaufkraft damals viel mehr wert als heute. Dieser zeitliche Vorsprung verschaffte ihm einen riesigen Vorteil gegenüber allen anderen, die nach Abitur, Überbrückungsjahr und Studium erst viel später mit dem Sparen beginnen.

Erfahrung, Lernen und der Zinseszinseffekt

Ein früher Start beim Vermögensaufbau bietet mehrere Vorteile, nicht nur weil sich der Zinseszinseffekt über viele Jahre entfalten kann. Zudem macht man frühzeitig Erfahrungen und lernt aus Fehlern. Wer früh über Einkommen verfügt und davon etwas spart, beschäftigt sich auch früher mit geeigneten Geldanlagen und entwickelt ein Gespür für die besten Investitionsmöglichkeiten. Mit wachsendem Einkommen und zunehmender finanzieller Bildung wird das Anlegen sicherer und effizienter.

Stehen am Anfang nur kleine Summen zur Verfügung, kann das sogar von Vorteil sein, weil kleine Verluste leichter zu verkraften und wieder auszugleichen sind. Als Anleger macht man seine Erfahrungen und kann mit wachsendem Einkommen und Sparraten sicherer entscheiden, wie man sein Geld anlegen möchte. Schnell merkt man dann, dass mit Vermögen wesentlich leichter Geld zu verdienen ist, als mit Arbeit.

Wenn das Vermögen beginnt, für einen zu arbeiten

Die vorzeitige Rente rückt dabei mit zwei großen Schritten näher: Ist die Rendite so hoch, dass weiteres Sparen keine Rolle mehr spielt, kann man entweder auf das Sparen verzichten oder den Vermögensaufbau weiter beschleunigen. Ist darüber hinaus das Vermögen bereits so weit gewachsen, dass auf Teile des Einkommens verzichtet werden kann, ist man auf einem guten Weg.

Die ersten 10.000 Euro als Startkapital

10.000 Euro Vermögen sind ein guter Start, die ersten mutigen Investitionen vornehmen zu können. Selbst für einen Schüler ist es möglich, diese Summe bis zum Schulabschluss aufzubauen, wenn er zehn Stunden pro Woche arbeitet. Das klingt nach einem erheblichen Verzicht auf Freizeit, ist jedoch machbar, wenn man die auf Social Media verbrachte Zeit einschränkt. Jeder kann selbst entscheiden, ob er bereit ist, dieses Opfer zu bringen. Aber es ist der erfolgversprechendste Weg, um als Sparer Vermögen aufzubauen.

Lernen durch eigene Investitionen

Dieses Vermögen kann und muss eingesetzt werden, um sich zu vermehren. Ein junger und ambitionierter Anleger wird dabei kein Interesse daran haben, einfach passiv abzuwarten, ob es sich tatsächlich vermehrt. Vielmehr findet er während Ausbildung und Nebenjobs noch Zeit, seine Anlagen genau zu verfolgen und aus den gemachten Investitionen zu lernen.

Ob er mit Aktien sein Vermögen am besten steigern kann oder Anleihen gute Zinsen abwerfen, hängt von der aktuellen Marktsituation ab. Ebenso, wann er genügend Geld für seine erste Immobilie hat, zumal er auf einen Kredit einer Bank angewiesen sein wird. Vielleicht sind es aber auch Edelmetalle, Start-Ups oder Spekulationen, die ihn bereits in jungen Jahren mit ein wenig Glück zu schnellem Vermögen verhelfen.

Die ersten 100.000 Euro – der schwierigste Meilenstein

Es spielt keine große Rolle, ob dieser junge Anleger mit 30 Jahren 100.000 Euro gespart hat oder sogar viel mehr. Der Vorteil gegenüber den Anlegern, die zum ersten Mal Sparraten anlegen oder gar Konsumschulden haben, ist riesig, an Vermögen und Erfahrung. Die ersten 100.000 Euro sind die schwersten und die folgenden gehen leichter – und vor allem wesentlich schneller. Erzielt ein Anleger 20 % Rendite jährlich, führen allein die Erträge zu weiteren 100.000 Euro nach weniger als vier Jahren.

Früh arbeiten, früh lernen, früh investieren

Der Rat an alle 15-jährigen kann deshalb nur sein, sich frühzeitig einen Nebenjob zu suchen und sich finanziell zu bilden. Ob Nachhilfe, Zeitungen austragen oder kreative Projekte – jede Möglichkeit, Geld zu verdienen und zu lernen, sollte genutzt werden. Außerdem dürfen sie sich nie mit einer Rendite zufriedengeben, ein aktiver Investor hat sehr wohl die Möglichkeit, diese immer zu steigern.

Der Zeitvorsprung entscheidet

Buffett hat als Unternehmer in jungen Jahren schon mehr verdient als seine Lehrer. Wer später beginnt, hat es schwerer. Doch unabhängig vom Startzeitpunkt gilt: Eine hohe Rendite und finanzielle (Weiter-)Bildung sind die Schlüssel, um möglichst schnell ein solides Vermögen aufzubauen. Aber Lernen dauert seine Zeit, weil Theorie und Praxis verschieden sind. Der frühe Sparer hat deswegen entscheidende Vorteile – und er kommt schneller ans Ziel!