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Private Altersvorsorge

In die eigenen Hände genommen: So schließt sich die Rentenlücke.

Private Altersvorsorge | 16.5.2014 Drucken

Vom Kassensturz zum Vermögensmanagement

Bei vielen Bürgern verfestigt sich die Einsicht, dass die gesetzliche Rente im Alter nicht reichen wird.

Der jüngsten Umfrage von Union Investment zur Altersvorsorge zufolge planen knapp drei Viertel den Rückgriff auf  Ersparnisse ein, um die Lebenshaltungskosten zu bestreiten. Fast zeitgleich mit der Veröffentlichung dieser Umfrage erschien der neue „Finanzratgeber Ruhestandsplanung“ von Steuertipps.de. Darin erklärt Autor Detlef Pohl, wie Arbeitnehmer schon frühzeitig die Weichen für ein finanziell abgesichertes Alter stellen können.

Vom Kassensturz zum VermögensmanagementWährend es in vielen Veröffentlichungen inzwischen schon fast zur Mode geworden ist, pauschale Zweifel am Sinn der ergänzenden Altersvorsorge zu säen, hält sich der Ruhestandsplaner an Fakten und Zahlen. Ein unumstößlicher Fakt: Die Versorgungslücke ist sicher. Doch anstatt darüber zu lamentieren, liefert Autor Detlef Pohl eine Bedienungsanleitung, wie Arbeitnehmer mit der drohenden Versorgungslücke im Alter umgehen.

Folgerichtig ist Kapitel 1 mit „Kassensturz“ überschrieben. Der Ratgeber bietet auf den folgenden Seiten eine Fülle an Tabellen, Übersichten, Berechnungsbeispielen, die zur aktiven Orientierung des Lesers einladen. So zum Beispiel eine Tabelle zur Ermittlung der künftigen Einkommensquellen, die durchschnittliche Werte zur Veranschaulichung liefert und eine Leerspalte für den ganz persönlichen Kassensturz.

Die Einladung zum Mit-Planen und Mit-Rechnen zieht sich durch den gesamten Ratgeber: Tabellen, mit deren Hilfe in Abhängigkeit von Laufzeit und Verzinsung Sparraten ermittelt werden können; Vervielfältiger, um Versicherungssummen zu bestimmen, und viele weitere nützliche Hilfsmittel.

Richtiger Umgang mit der Renteninformation

Das zweite Kapitel widmet sich der gesetzlichen Rente und lehrt zum Beispiel den richtigen Umgang mit der Renteninformation, die jedes Jahr ins Haus flattert. Der Ruhestandsplaner verweist zu Recht darauf, dass es sich bei den ausgewiesenen Werten um Bruttorenten handelt, von denen noch SV-Beiträge und Steuern abgehen. Außerdem müsse bei den Hochrechnungen berücksichtigt werden, dass zum Beispiel in den Jahren 2004 bis 2006 die Rentenanpassungen komplett ausfielen. Dieser Fall kann auch für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden.

In Kapitel 3 skizziert Autor Detlef Pohl zunächst in einem Überblick die verschiedenen Formen und Wege, mittels derer der Staat die Vermögensbildung unterstützt, um sich anschließend ausführlicher mit der Riester-Rente und der Basisrente zu beschäftigen. Dabei setzt er sich auch mit einem Thema auseinander, dass durch die Absenkung des Garantiezinses auf 1,25 Prozent in der nächsten Zeit noch an Bedeutung gewinnen wird: Inwieweit lohnen sich Riester-Verträge noch für die „älteren Semester“?  Für Spätstarter mit sehr kurzen Laufzeiten bis zur Rente empfiehlt er Riester-Banksparpläne. Dieser Rat wird ab dem kommenden Jahr aktueller denn je, wenn versicherungsförmige Riester-Verträge wegen des niedrigeren Garantiezinses bei kurzen Laufzeiten die geforderte Beitragsgarantie nicht mehr darstellen können.

Balance zwischen Erhalt und Verzehr

Da sich die Ruhestandsplanung in zwei große Etappen aufteilt, nämlich in die Sparphase vor Beginn des Ruhestandes und in die Entnahmephase nach Eintritt in die Rentenzeit, widmet der Autor ein spezielles Kapitel dem Vermögensmanagement zu Rentenbeginn. Dabei gilt es, das richtige Verhältnis von Kapitalverzehr und Kapitalerhalt zu finden. Das klingt zunächst harmlos, ist aber mit einem psychologischen Rucksack beladen. Aus ganz frischen Untersuchungen, die das DIA in diesem Jahr veröffentlichen wird, ergibt sich nämlich eines: Über den Verzehr macht sich niemand wirklich gern ernsthafte Gedanken, weil damit auch die Endlichkeit des eigenen Daseins in den Blickpunkt rückt. Der Ruhestandsplaner will den Lesern diesen Schritt etwas erleichtern und listet zum Beispiel Berechnungshilfen für Auszahlpläne mit und ohne Kapitalverzehr auf. Den Schluss des Ratgebers bildet ein Thema, über das sich viele ebenfalls ungern Gedanken machen: Das richtige Vererben. Dabei weist Detlef Pohl daraufhin, dass es beileibe nicht nur um Geld und Wertgegenstände geht, sondern auch die digitale Erbschaft bedacht sein will: Was wird aus den Online-Konten, die zu Lebzeiten angelegt worden sind?


Der „Finanzratgeber Ruhestandsplanung“ ist im Verlag Akademische Arbeitsgemeinschaft, eine Marke von Wolters Kluwer Deutschland, erschienen.


Detlef Pohl ist Journalist und Buchautor und auf die Themen Altersvorsorge, Vertriebsrecht und Versicherungen spezialisiert.


 

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