Nachricht an die Redaktion

    Ihre Nachricht an uns


    Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

    Vorsorgemappe

    Newsletter abonnieren & kostenlose Vorsorgemappe anfordern.

    DIA Update

    Abonnieren Sie den kostenlosen
    Newsletter des DIA.

    Private Altersvorsorge

    In die eigenen Hände genommen: So schließt sich die Rentenlücke.

    Private Altersvorsorge | 14.10.2021 Drucken

    Riester-Bestand erneut gesunken

    Wie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) mitteilte, ist der Riester-Bestand zum 2. Quartal 2021 weiter geschrumpft. Gründe dafür wurden allerdings nicht genannt. Doch die Zukunft der Riester-Produkte bleibt ungewiss.

    Das BMAS hat für den Bestand der Riester-Renten eine ziemlich ernüchternde Bilanz gezogen und somit den Abwärtstrend für diese Form der Altersvorsorge bestätigt.

    Den Wohn-Riester ausgenommen mussten alle anderen Produktvarianten erneut Verluste im Bestand verzeichnen. So sank die Zahl der Riester-Verträge über alle Sparten im zweiten Quartal des Jahres hinweg netto um 31.000 Verträge. Der Riester-Bestand umfasst mit Stand 28. September 2021 noch 16,28 Millionen Verträge. Davon wird nach BMAS-Schätzungen “gut ein Fünftel“ nicht mehr aktiv bespart.

    Ein anhaltend zumindest regional kritischer Wohnungsmarkt und die – mutmaßlich auch durch die Corona-Pandemie – verstärkte Nachfrage nach eigenen vier Wänden dürften mit dafür gesorgt haben, dass staatlich geförderte Produkte für den Immobilienerwerb noch interessant geblieben sind. Allerdings fiel die Zunahme beim Wohn-Riester mit 3.000 neuen Verträgen eher marginal aus. Die Zahl der Wohn-Riester-Verträge erhöhte sich damit auf nunmehr ca. 1,78 Millionen. Die Wohn-Riester-Variante wird erst seit 2008 angeboten.

    Größte Rückgänge bei der Versicherungsvariante

    Wie die Zahlen vom BMAS zeigen, mussten die Riester-Versicherungen nominal die heftigste Schrumpfung hinnehmen. Im 2. Quartal ging deren Vertragsvolumen um 20.000 auf 10,64 Millionen zurück. Etwas weniger deutlich war der Rückgang bei Investmentfonds-Sparplänen mit  8.000 auf 3,28 Millionen Verträge. Bei Banksparplänen reduzierte sich der Bestand um 6.000 auf nunmehr 578.000 Verträge. In der Summe der ersten beiden Quartale waren jedoch alle vier Riester-Varianten deutlich im Minus. So ging der gesamte Riester-Bestand gegenüber Ende 2020 um rund 88.000 Verträge zurück: bei Versicherungen um 47.000, bei Banksparplänen und Wohn-Riester jeweils um 14.000 und bei Fondssparplänen um 13.000. Zur staatlichen Riester-Förderung hat das Bundesministerium der Finanzen eine Übersicht über das Fördervolumen zum Auswertungsstichtag 15. Mai 2020 veröffentlicht.

    Unklare Perspektiven für Riester-Produkte

    Unabhängig davon, wie sich die neue Bundesregierung zusammensetzen wird, für die kommende Legislaturperiode stehen in rentenpolitischer Hinsicht große Herausforderungen an. Demografischer Wandel, die Kosten der Pandemie und nicht zuletzt das anhaltende Niedrigzinsniveau sind nur drei Aspekte, die dabei mit auf der Agenda stehen dürften. Ob und wie sich dann die von Verbraucherschützern und aus verschiedenen politischen Lagern heraus immer wieder kritisierten Riester-Produkte schlagen werden, bleibt ungewiss. Zumal auch bei den Anbietern die Perspektiven unsicher sind.

    Nachricht an die Redaktion

    Senden Sie Hinweise, Lob oder Tadel zu diesem Artikel an die DIA Redaktion.

    Nachricht an die Redaktion

    Haben Sie Anmerkungen oder Fragen zu diesem Beitrag? Schreiben Sie uns gern! Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

      Ihre Nachricht an uns


      Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

      Artikel teilen

        Ihre Nachricht am den Empfänger (optional)
        Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

        Ausgewählte Artikel zum Thema

        Was bewirken Kosten bei der Förderrente?

        Kosten sind in der Altersvorsorge Renditebremsen. Das hat sich längst herumgesprochen. Über das exakte Ausmaß der Bremsspuren im Alter herrscht aber immer noch viel Unklarheit. Daher hat die jüngste Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) mit dem Titel “Was für Sparer übrig bleibt” Szenarien mit verschiedenen Kosten für die geförderte Altersvorsorge berechnet. Die Unterschiede […]

        Artikel lesen

        Welche Förder-Rente liegt im Nettovergleich vorn?

        Sparer, die sich für eine der vier Formen geförderter Altersvorsorge entscheiden sollen, stehen vor einem Problem. Sie wissen nicht, welches Angebot von Riester & Co. im Alter unter dem Strich die höchste Rente bringt. Für alle, die eine Antwort auf diese Frage suchen, hat das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) mit seiner jüngsten Studie die […]

        Artikel lesen

        Entscheidungssituation für Lebensversicherungen

        Vor rund 200 Jahren wurden die ersten deutschen Lebensversicherungen angeboten, entstanden im thüringischen Gotha. Damals noch als reine Risikolebensversicherungen für die Absicherung von Hinterbliebenen. Etwa 30 Jahre später wurde die Risikopolice mit einer Auszahlung im Erlebensfall kombiniert. Dieses Modell ist als Kapital-Lebensversicherung bekannt. 1901 wurde ein gesetzlicher Maximalzins eingeführt, um damit unrealistische Renditeversprechen zu unterbinden. […]

        Artikel lesen