Nachricht an die Redaktion

Ihre Nachricht an uns


Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

Vorsorgemappe

Newsletter abonnieren & kostenlose Vorsorgemappe anfordern.

DIA Update

Abonnieren Sie den kostenlosen
Newsletter des DIA.

Private Altersvorsorge

In die eigenen Hände genommen: So schließt sich die Rentenlücke.

Private Altersvorsorge | 11.6.2019 Drucken

Private und Betriebsrente als Einheit

Die Integration betrieblicher Altersversorgung und privater Altersvorsorge schlägt die CFA Society Germany in einem Positionspapier zur Reform der staatlich geförderten Altersvorsorge vor. Damit werde die Übertragbarkeit bestehender Altersvorsorgeverträge bei Arbeitgeberwechseln verbessert.

Außerdem lasse sich auf diesem Wege die Benachteiligung von Arbeitnehmern in kleinen und mittelständischen Unternehmen, von befristet Beschäftigten, Selbstständigen, Geringverdienern und Hausfrauen verringern. Dieser Vorschlag ist Teil eines Zwölf-Punkte-Programms, das nach einer ausführlichen Beschäftigung mit den Altersvorsorgemodellen in insgesamt zwölf Ländern entstanden ist.

BetriebsrenteDurch diese Zusammenführung könnten, so die Autoren, auch die aufgeführten Gruppen von den Kosten- und Steuervorteilen der betrieblichen Altersversorgung profitieren. Auch für die Auswahl von Altersvorsorgeprodukten schlägt die CFA Society Germany weitreichende Neuerungen vor. Dafür unterscheidet das Positionspapier aufgrund unterschiedlicher Kenntnisse und Anforderungen zwei Gruppen von Vorsorgenden: jene, die selbstbestimmt die Anlageauswahl vornehmen möchten, und jene, die es bevorzugen, die Auswahl zu delegieren bzw. sich einer Standardlösung anzuschließen.  „Internationale Erfahrungen mit solchen Modellen deuten darauf hin, dass Letztere die Mehrheit bilden dürften“, schreiben die Autoren der Studie auf der Grundlage ihrer Auswertungen.

Plattform nach dem Vorbild Schwedens

Nach Vorbild des ITP-Systems in Schweden regen sie die Einrichtung einer neutralen, zentralen Plattform für die Koordination der privaten Altersvorsorge und betrieblichen Altersversorgung zwischen Arbeitnehmern, Arbeitgebern und Anbietern an. Diese Plattform wäre zunächst mit der Ausschreibung und Auswahl der Produktanbieter für die staatlich geförderte Altersversorgung betraut. „Grundlage dafür sollten festgelegte Qualitäts- und Kostenkriterien sein. Den Vorsorgenden wäre über diese internetbasierte Plattform der transparente Produkt- und Kostenvergleich möglich“, heißt es in der Studie.

Darüber hinaus könnte sie die Abführung der Einzahlungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, transparentes Reporting sowie Hilfestellung in der Anlageberatung übernehmen. Als Eigentümer und Verwalter dieser zentralen Instanz, die auf Selbstkostenbasis operiert, solle der Staat fungieren. Der besondere Vorteil einer solchen Bündelung liege in der hohen Kosteneffizienz und Marktmacht. Das würde sowohl die Vertriebs- als auch die Verwaltungskosten verringern.

Vorsorgekonto wie in Kanada

Parallel plädieren die Verfasser der Studie dafür, ein Modell für die selbstbestimmte Vermögensanlage aufzubauen. Dabei sollte Vorsorgenden, die eine selbstbestimmte Anlage bevorzugen, die Möglichkeit gegeben werden, für die betriebliche Altersversorgung und/oder die private Altersvorsorge bei einer dafür zugelassenen Bank ein Konto zu eröffnen, das ausschließlich für diese Form der Altersvorsorge genutzt werden darf. Die Anbieter offerieren den Vorsorgenden ein breites Spektrum an dafür zugelassenen Anlageoptionen. Sie überwachen zudem etwaige vorzeitige Entnahmen, die steuerpflichtig wären. Ein Beispiel für ein derartiges Modell sei der kanadische RRSP (Regulated Retirement Savings Plan).

Weitere Vorschläge in dem Positionspapier befassen sich mit einer Ausweitung von Opt-out-Regelungen und einer umfassenderen nachgelagerten Besteuerung. Die Autoren halten einmalige Kapitalauszahlungen nur in Härtefällen für sinnvoll und sprechen sich gegen Garantien aus. Stattdessen schlagen sie eine Kapitalanlage auf der Grundlage von Lebenszyklusmodellen vor. Darüber hinaus müssten die Anbieter allein oder mit Partnern kostengünstige Lösungen für die Absicherung des Langlebigkeitsrisikos entwickeln.

Nachricht an die Redaktion

Senden Sie Hinweise, Lob oder Tadel zu diesem Artikel an die DIA Redaktion.

Nachricht an die Redaktion

Haben Sie Anmerkungen oder Fragen zu diesem Beitrag? Schreiben Sie uns gern! Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Ihre Nachricht an uns


Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

Artikel teilen

Ihre Nachricht am den Empfänger (optional)
Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

Ausgewählte Artikel zum Thema
Standardprodukt Altersvorsorge

Standard-Riester statt Staatsfonds

Braucht es ein neues Standardprodukt für die Altersvorsorge? Politiker und Verbraucherschützer meinen ja. Anbieter von Riester-Verträgen verweisen auf die Vorgaben, die das Gesetz ohnehin für Riester-Verträge schon macht. Doch Letzteres ist nur die halbe Wahrheit. In Wirklichkeit dominiert Vielfalt in der Riester-Welt. Als Gegenentwurf zu den bereits öffentlich diskutierten Staatsfonds oder ähnlichen Standardprodukten, die unweigerlich […]

Artikel lesen
Zins und Zeit

Fondsbranche schlägt Zulagen-Rente vor

Die Diskussion über eine Reform der Riester-Rente gerät in Fahrt. Inzwischen hat auch die Fondsbranche einen Vorschlag unterbreitet. Der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI), in dem vor allem DWS Investment und Union Investment die Suche nach neuen Förderkonzepten vorantreiben, plädiert für die Umstellung auf eine reine Zulagenförderung und den Verzicht auf den steuerlichen Sonderausgabenabzug. […]

Artikel lesen
Riester-Rente

DIA-Studie: Wohn-Riester entschlacken

Der Versuch, zwischen Ungleichem eine Gleichbehandlung zu erreichen, hat beim Wohn-Riester zu neuen Ungerechtigkeiten und einem immensen Verwaltungsaufwand geführt. Zu diesem Urteil gelangt die jüngste Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), für die umfangreiche Experteninterviews  stattfanden. Deren Ziel bestand darin, Vorschläge für eine Vereinfachung der Riester-Rente zu entwickeln. Dabei kamen speziell für den Wohn-Riester […]

Artikel lesen