Nachricht an die Redaktion

Ihre Nachricht an uns


Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

Vorsorgemappe

Newsletter abonnieren & kostenlose Vorsorgemappe anfordern.

DIA Update

Abonnieren Sie den kostenlosen
Newsletter des DIA.

Private Altersvorsorge

In die eigenen Hände genommen: So schließt sich die Rentenlücke.

Private Altersvorsorge | 3.7.2020 Drucken

Online-Rentenkonto: Gesetz noch 2020 in Sicht

Es gibt endlich Fortschritte bei der Einführung des lange erwarteten Online-Rentenkontos. Noch im Juli plant das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zusammen mit dem Bundesfinanzministerium, dazu einen Gesetzentwurf vorzulegen.

Darauf deuten Informationen aus Kreisen hin, die eng in die Vorbereitung einer säulenübergreifenden Renteninformation eingebunden sind. Auch eine Sprecherin des Arbeitsministeriums bestätigte auf Anfrage, dass “zeitnah die Ressortabstimmung für den Entwurf eingeleitet werden soll”.

Online-RentenkontoWenn sich die Ressortabstimmungen nicht in die Länge ziehen, geht der Entwurf Mitte des Monats in die Verbändeanhörung und dann in gegebenenfalls überarbeiteter Form ins Kabinett und ins parlamentarische Verfahren. Der Gesetzentwurf sollte eigentlich schon im vergangenen Jahr vorliegen, ließ dann aber auf sich warten. Deutschland hinkt bei einem solchen Rentenkonto ohnehin vielen anderen Ländern hinterher. Wegen der Pandemie seit Anfang des Jahres befürchteten zudem viele Beobachter, dass unter den Projekten des Bundesarbeitsministeriums das Online-Rentenkonto keine Priorität besitzt. Das scheint sich nun aber nicht zu bewahrheiten.

Rentenversicherung als Träger

Ziel der beiden Ministerien ist es, das Verfahren bis zum Jahresende abzuschließen. Liegt erst einmal ein Entwurf dazu vor, könnte es auch recht schnell gehen. Das Online-Rentenkonto ist ein politisches Vorhaben, das nahezu von allen Parteien unterstützt wird. Die Digitale Rentenübersicht, so der voraussichtliche offizielle Name, soll bei der Deutschen Rentenversicherung angebunden werden. Damit dürften dann auch alle privatwirtschaftlichen Initiativen wie zum Beispiel die Deutsche Renteninformation e.V. aus dem Rennen sein. Sie kommen allenfalls noch als externer Dienstleister in Frage, falls die Rentenversicherung technische Aufgaben zum Teil auslagert.

Zusammenfassung vorhandener Standmitteilungen

Die Digitale Renteninformation wird schon vorhandene Mitteilungen von Altersvorsorgeträgern konsolidieren. Die privaten Versicherer und die gesetzliche Rentenversicherung erstellen und verschicken solche Mitteilungen ohnehin schon regelmäßig. Keine Berücksichtigung finden zunächst die Anwartschaften in der Beamtenversorgung und bei den berufsständischen Versorgungswerken sowie Betriebsrenten auf der Grundlage einer Direktzusage. In diesen Fällen gibt es bislang keine Standmitteilungen. Die Ausklammerung von Beamtenversorgung, berufsständischer Versorgungswerke und Direktzusagen hatten auch die Gutachter vorgeschlagen, die zur Vorbereitung des Online-Rentenkontos im vergangenen Jahr im Auftrag des Arbeitsministeriums eine umfangreiche Stellungnahme abgegeben hatten.

Erst freiwillig, später verpflichtend

Ab Anfang 2021 läuft dann die Aufbauphase für die “Zentrale Stelle für die digitale Rentenübersicht” (ZfDR). Ab Oktober 2022 soll das Online-Konto starten, wobei diese erste Phase für Anbieter von Altersvorsorge und Unternehmen mit Betriebsrenten zunächst freiwillig ist. Erst in den Folgejahren soll dann eine gestaffelte verpflichtende Teilnahme anschließen. Dieser Ablauf entspricht weitgehend dem Vorschlag, den das Deutsche Institut für Altersvorsorge in seinem Dossier “Online-Rentenkonto – Deutschland hinkt hinterher” im September 2017 unterbreitet hatte.

Nachricht an die Redaktion

Senden Sie Hinweise, Lob oder Tadel zu diesem Artikel an die DIA Redaktion.

Nachricht an die Redaktion

Haben Sie Anmerkungen oder Fragen zu diesem Beitrag? Schreiben Sie uns gern! Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Ihre Nachricht an uns


Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

Artikel teilen

Ihre Nachricht am den Empfänger (optional)
Mit * markierte Felder, sind Pflichtfelder

Ausgewählte Artikel zum Thema
Schlüssel Online-Rentenkonto

Etappe für Etappe zum Online-Rentenkonto

Während die Bedenken wachsen, dass der Grundrentenstreit in der Regierungsarbeit weniger hoch angehangene Projekte wie das Online-Rentenkonto überdeckt, kommen die Altersvorsorgeanbieter auf dem Wege zu einem Branchenkonsens weiter voran. Auch wenn das in der Öffentlichkeit fast unbemerkt bleibt. Den Diskussions- und Arbeitsraum dafür liefert die Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e. V. (GVG), in der […]

Artikel lesen
Alexander Kihm fairr.de

Plädoyer für dezentrale Rentenkonten

Mit seinem Vorsorge-Cockpit bietet das Berliner Fintech fairr.de allen Interessierten eine Möglichkeit, übersichtlich künftige Altersvorsorgeleistungen darzustellen. Alexander Kihm, Leiter der Produktentwicklung, erläutert seine Ideen zur Etablierung eines Online-Rentenkontos in Deutschland. Da Sie auf eigene Faust vorangehen, darf vermutet werden, dass Sie dezentralen Lösungen den Vorzug vor einer einheitlichen Plattform geben. Worin sehen Sie darin die […]

Artikel lesen
Vorsorge-Cockpit

Fintech legt mit Online-Rentenkonto vor

Mit der Freischaltung seines digitalen Vorsorge-Cockpits legt das Berliner Fintech fairr.de auf dem Weg zu einem Online-Rentenkonto in Deutschland schon mal eine eigene Lösung vor. Lange bevor die Politik Entscheidungen dafür trifft. Das Vorsorge-Cockpit ermöglicht eine säulenübergreifende Rentenprognose auf der Basis der aktuell vorliegenden Daten aus privaten und betrieblichen Vorsorgeverträgen sowie der gesetzlichen Rentenversicherung. “Zwei […]

Artikel lesen